Gezielt in einen bestimmten Runlevel booten

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Vor allem bei Problemen mit der grafischen Oberfläche kann es schon einmal vorkommen, dass man den Rechner gerne ohne Desktop hochfahren möchte. Doch was tun, wenn die Lieblingsdistro das nicht so vorgesehen hat? Unter OpenSuse, Fedora und anderen RPM-basierten Distributionen gibt es eine einfache Lösung: Man gibt einfach dem Bootloader die Anweisung, im Runlevel 3, also ohne grafische Oberfläche zu booten. Dazu genügt es, im Bootloader eine 3 zu tippen (bei manchen Distributionen muss man zunächst [Esc] drücken, um an die Optionen-Zeile des Bootloaders zu gelangen.

Hat alles geklappt, erwartet den Benutzer die Kommandozeile. Hier loggt man sich als Nutzer oder Root ein und nimmt dann die nötigen Arbeiten vor. Als Ausgang zur Fehlersuche empfiehlt es sich, als Root den Befehl startx einzugeben und dann die Fehlermeldungen zu analysieren. Anschließend startet Root über den Befehl init 5 den Login-Manager oder die grafische Oberfläche.

Bei Debian-basierten Distributionen und somit auch bei Ubuntu funktioniert dieser Weg leider nicht. Hier geht man am einfachsten den Weg über eine Live-CD, wenn es am Grafiksystem etwas zu reparieren gibt.

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3 Kommentare auf "Gezielt in einen bestimmten Runlevel booten"

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Unter Ubuntu drücke ich wärend der boot sequenz um dann im grub mit der taste für edit das boot command ändern zu können, füge ein „init=1“ hinzu und boote in den single user mode um etwas zu reparieren.

Naja, Single-User ist was anderes als das Unix-typische init 3. Was machst Du, wenn Du für die Reparatur Netzzugang benötigst? Ich fand die Debian-Lösung in der Beziehung schon immer ziemlich unpraktisch…

Entweder bearbeite ich ein Runlevel von Hand. Mache zb: aus S99kdm ein s99kdm . Runlevel 5 würde sich hierfür eigen . Oder ich lege mir einen Runlevel 7 an . Den kann ich dann nach Lust und Laune bearbeiten. Muß dann aber die inittab editieren.