Aus LinuxUser 08/2017

Heft-DVDs 08/2017

Neues auf den Heft-DVDs

Nur mit dem optimalen System und der richtigen Software nutzen Sie das volle Potenzial Ihres Rechners. Mit der Heft-DVD erhalten Sie nicht nur topaktuelle Distributionen, sondern auch die passenden Programme zu den Artikeln.

Anonym surfen mit Tor und Tails

Wer Wert auf Sicherheit und Anonymität beim Surfen legt, der kommt an Tails 3.0 nicht vorbei. Die auf dem neuen Debian 9 basierende Live-Distribution bringt einen komplett neu gestalteten Startbildschirm mit. Der Greeter vereint alle Optionen in einem Fenster, die Regions- und Spracheinstellungen stehen an erster Stelle. Dreh- und Angelpunkt der nicht auf Festplatten installierbaren Distribution bildet wie bisher der Tor-Browser, jetzt in Version 7.0.1. Er ermöglicht den problemlosen Zugriff auf das Tor-Netzwerk, das den Internetzugriff anonymisiert. Zwar erlaubt Tails die Installation auf einem USB-Stick oder einer SD-Karte, das Einrichten auf einer Festplatte unterstützt es aus Sicherheitsgründen jedoch nicht. Sie booten die Distribution von Seite A der ersten Heft-DVD. Im Verzeichnis isos/ finden Sie das originale und unveränderte ISO-Image von Tails. Einen ausführlichen Artikel zur aktuellen Tails-Version lesen Sie in diesem Heft ab Seite 60.

KaOS: Bleeding Edge KDE

KaOS 2017.06 bietet in Sachen KDE das Neueste vom Neuen. Die an Arch Linux angelehnte Distribution wartet unter anderem mit dem erst kürzlich veröffentlichten Plasma-Desktop 5.10.0 und dem Qt-Toolkit 5.9.0 auf. Andere Neuerungen betreffen die grafische Git-Verwaltung QGit sowie QDirStat, das die Festplattenbelegung grafisch anzeigt. Den Musikplayer Babe erhoben die Entwickler jetzt zum Standard, daneben steht aber auch noch KDEs neuer Elisa-Player zum Einsatz bereit. Neben den KDE Applications in Version 17.04.1 bringt die Distribution noch diverse weitere, noch nicht freigegebene Portierungen von KDE-Applikationen mit. Dank der verwendeten Rolling-Release-Technik bringt sich die KaOS über die Updates jeweils auf den neuesten Software-Stand, eine Distributionsaktualisierung wie bei vielen anderen Systemen erübrigt sich. Sie booten die 64-Bit-Distribution von Seite B der ersten Heft-DVD.

Alpine Pfannkuchensuppe: Grml 2017.05

Das Live-System Grml 2017.05 alias „Freedatensuppe“ (angelehnt an die österreichische Frittatensuppe) basiert auf Debian „Testing“ mit Stand vom 30. Mai dieses Jahrs. Es richtet sich mit einer Vielzahl von Systemtools vornehmlich an Admins. Die aktuelle Ausgabe nutzt erstmals Systemd als Init-System, im Hintergrund werkelt der Kernel 4.9.29. Weiterhin überarbeiteten die Entwickler diverse Werkzeuge. So unterstützt grml2usb neben EFI-Systemen jetzt auch eine Installation auf Geräten ohne passende USB-Signatur. Das Werkzeug grml-live zum erstellen von Grml-basierenden Live-Systemen bietet neben Unterstützung für Systemd auch an, ältere Versionen von Paketen via Apt zu installieren. Eine Reihe weiterer Änderungen flossen zudem in grml-debootstrap ein, das für die Installation von Debian verantwortlich zeichnet. Sie booten die Distribution in der 32- oder 64-Bit-Version von Seite B der ersten Heft-DVD. Im Verzeichnis isos/ finden Sie die unveränderten ISO-Images von Grml.

Debian 9.0 LU Megapack

Satte 26 Monate dauerte es, bis Debian 9 alias „Stretch“ das Licht der Welt erblickte. Getreu des Debian-Mottos genießt Stabilität die oberste Priorität. Nicht zuletzt deswegen modernisiert das Projekt seine Distribution vergleichsweise konservativ. Zum Einsatz kommt ein Linux-Kernel in Version 4.9 mit einem Langzeitsupport bis Januar 2019. Der neue Paketfilter Nftables ersetzt das altgediente Iptables, MariaDB kommt anstelle von MySQL zum Zug. Als Programmiersprachen bringt Debian unter anderem Perl 5.24, Python 3.5 und PHP 7.0 mit. Die Live-Version mit KDE-Desktop booten Sie von Seite A der ersten Heft-DVD, die installierbaren Varianten finden Sie auf DVD 2: Seite A enthält die 64-Bit-Variante, Seite B das 32-Bit-Pendant. 

Neue Programme

Unter Linux klappt das Betreiben mehrerer Betriebssysteme in virtuellen Umgebungen bereits mit Bordmitteln und freier Software besonders flott und einfach. Dabei arbeiten Sie mit KVM/Qemu und der grafischen Oberfläche Aqemu 0.9.2 äußerst flexibel. Das Tool orientiert sich optisch an Oracles Virtualbox, was Umsteigern den Einstieg erleichtert. -> S. 22

Mit Clustershell .1.7.3 führen Sie einen Befehl oder eine Befehlsfolge auf beliebig vielen Systemen parallel aus. Das Tool greift dabei auf das bewährte OpenSSH zurück, die Ergebnisausgabe erfolgt übersichtlich formatiert in der Konsole. -> S. 8

Die Zahl der Kommunikationsdienste wie wächst ständig. Egal, ob Sie sie als Lesezeichen ablegen oder als Reiter im Browser offen lassen: Es nervt, den gerade benötigten Dienst zu finden. Für Abhilfe sorgen App-Browser wie Franz 4.0.4 oder Rambox 0.5.9, die mehrere Dienste in einer Oberfläche vereinen. -> S. 72

Das einfache Java-Werkzeug Password-Master 2.7 übernimmt das Verwalten Ihrer Zugangsdaten, die es bei Bedarf aus Drittquellen wie Firefox oder Chrome importiert. Es speichert die Credentials in einer per AES verschlüsselten Datei. -> S. 8

Sie möchten als Entwickler ein Programm vorführen oder als Nutzer einem Entwickler ein Problem erläutern? Ein Screencast erspart dabei unzählige Worte. Das moderne Tool Peek 1.0.3 hilft dabei, den Desktop in Aktion zu filmen. -> S. 64

Wer das Internet nutzen möchte, ohne dabei seine Identität preiszugeben oder Spuren zu hinterlassen, der kommt um das Tor-Netzwerk nicht herum. Der Tor-Browser 7.0.1 bietet eine einfache Möglichkeit, die Privatsphäre zu schützen. Als Unterbau kommen Firefox 52.2.0 ESR, Tor 0.3.0.8 und HTTPS-Everywhere 5.2.18 zum Einsatz. Neu hinzu kommt das Addon NoScript.

Die digitale Programmzeitschrift TV-Browser 4.0 wartet mit diversen Neuerungen auf. Sie enthält auffällige Änderungen, wie ein neues Erinnerungsfenster oder das Hervorheben der zugehörigen Senderspalte in der Programmtabelle, sobald Sie einen Sender auswählen. Darüber hinaus behob das Projekt diverse Bugs, sodass die Software nun noch stabiler läuft.

Virtualisierungsprogramme erlauben den Start beliebiger Systeme innerhalb einer Software-Umgebung. Eines der beliebtesten Programme dieser Kategorie ist das für Privatanwender kostenfreie Virtualbox 5.1.22. Zu den Neuerungen der aktuellen Version zählen unter anderem der USB-3.0-Support sowie die optionale Verschlüsselung der virtuellen Maschine. -> S. 28

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