Aus LinuxUser 11/2016

Heft-DVDs 11/2016

Neues auf den Heft-DVDs

Nur mit dem optimalen System und der richtigen Software nutzen Sie das volle Potenzial Ihres Rechners. Mit der Heft-DVD erhalten Sie nicht nur topaktuelle Distributionen, sondern auch die passenden Programme zu den Artikeln.

Tails 2.6: Anonym und sicher surfen

Legen Sie beim Surfen gesteigerten Wert auf Anonymität und Privatsphäre, dann führt kein Weg um Tails 2.6 herum. Das auf Debian basierende System lässt sich aus Gründen der Sicherheit nur live starten oder auf USB-Sticks kopieren, der Tor-Browser 6.0.5 ebnet den sicheren Weg ins Internet. Er basiert auf Firefox 45.4, der in der vorliegenden Version ein wichtiges Sicherheitsupdate erhielt: Eine Schwachstelle ermöglichte es Angreifern, dem Browser unter Umständen kompromittierte Erweiterungen unterzuschieben. Das klappt nun nicht mehr. Sie booten die Distribution von Seite A der ersten Heft-DVD, das unveränderte ISO-Image finden Sie im Verzeichnis isos/.

UbuntuBSD 16.04: Jenseits des Tellerrands

Die Entwickler von UbuntuBSD 16.04b1 setzten sich zum Ziel, „die Power von FreeBSD mit der Vertrautheit von Ubuntu“ zu vereinen. Allerdings bieten die BSD-Repositories bei Weitem nicht die Vielfalt gängiger Linux-Distributionen. Mit einem umgangssprachlich „Linuxlator“ genannten Tool möchte BSD hier Abhilfe schaffen: Die Software ermöglicht mittels einer ABI und über Modifikationen des BSD-Kernels, Linux-Systemaufrufe korrekt auszuführen, und so Linux-Anwendungen direkt zu starten. Wer sich berufen fühlt, einen Blick über den Tellerrand zu wagen, der findet mit dieser Distribution einen vergleichsweise simplen Einstieg in die Unix-Welt, mit einigen Linux-Anleihen. Sie booten die Distribution von Seite B der ersten Heft-DVD. Einen ausführlichen Artikel zu der ungewöhnlichen Distribution finden Sie ab Seite 10 in dieser Ausgabe.

Elementary OS 0.4: Ideal für Einsteiger

Das von Ubuntu 16.04 LTS abstammende Elementary OS 0.4 alias „Loki“ richtet sich vornehmlich an Ein- und Umsteiger. Nach dem Grundsatz, das System möglichst einfach und übersichtlich zu gestalten, verzichten die Entwickler bewusst auf überflüssigen Schnickschnack und dampften den Funktionsumfang auf das Wesentliche ein. Das gilt auch für Anwendungen, von denen das Projekt eine ganze Reihe selbst entwickelt beziehungsweise modifiziert. Dazu zählen unter anderem Audio- und Videoplayer, Bildbetrachter, Webbrowser, App-Center und E-Mail-Client. Sie alle folgen einer von Elementary festgelegten Design-Philosophie, was ihre Bedienung gerade für Einsteiger enorm erleichtert. Sie booten die Distribution von Seite B der ersten Heft-DVD, das Original-ISO-Image finden Sie dort im Verzeichnis isos/. Im Artikel ab Seite 44 in diesem Heft lesen Sie mehr zu ebenso einsteigerfreundlichen wie eigenwilligen Distribution.

Minux 1.0.1: Schick und schlank

Das auf der Mini-Distribution Tiny Core Linux basierende Minux 1.0.1 macht seinem Namen alle Ehre: Auf nicht einmal 25 MByte verpackten die Entwickler alle Komponenten des täglichen Bedarfs. Dazu zählen der Window-Manager JWM, den Webbrowser Dillo, die Brennsoftware FLBurn und der Audioplayer XMMS. Der integrierte App-Manager erlaubt darüber hinaus die problemlose Installation zusätzlicher Programme, von denen einige Hundert in den Repositories bereit stehen. Sie booten Minux von Seite A der ersten Heft-DVD, das ISO-Image finden Sie im Verzeichnis /LU/minux/ des gleichen Datenträgers.

Apricity OS 09.2016: Einfach schön

Apricity OS versucht den Spagat zwischen der Rolling-Release-Distribution Arch Linux und einem einsteigertauglichen Konzept. Dabei will es den Anforderungen des modernen Netznomaden genügen, der seine Zeit in der Cloud zubringt. Optisch präsentiert sich das schlanke System auf der Höhe der Zeit, das Dash-Board lehnt sich optisch an Apples MacOS an. Auch technisch bietet die Distribution praktisch alles, was sich der Desktop-Anwender wünscht. Der Kernel 4.7.4 stellt zusammen mit X.org 1.18.4 den Unterbau, Calamares 2.4.1 sorgt für eine einfache Installation. Seite A der zweiten Heft-DVD enthält die Variante mit dem Gnome-Desktop, Seite B jene mit Cinnamon, jeweils in der 64-Bit-Version. 

Neue Programme

Das in Java geschriebene Werkzeug Dbeaver 3.7.4 eignet sich zum Verwalten verschiedener Datenbanksysteme. Das von den Entwicklern als „freier universeller Datenbank-Client“ umschriebene Programm kommt sowohl mit klassischen SQL-Datenbanken wie MySQL, PostgreSQL oder SQLite zurecht als auch mit sogenannten No-SQL-Systemen wie MongoDB oder Redis. -> S. 8

Das auf FUSE basierende Dateisystem Mergerfs 1.1.0 erlaubt es, den Inhalt mehrerer Dateisysteme zusammenzufügen. Im Gegensatz zu anderen Derivaten unterstützt Mergerfs auch erweiterte Attribute. -> S. 8

Einfach und schnell sehen, welche Netzverbindungen auf dem Rechner gerade offen sind: Das verspricht Nethogs 0.8.4. Während die meisten anderen Programme die Ausgabe der Verbindungen nach dem verwendeten Übertragungsprotokoll organisieren, sortiert das Tool die Verbindungen nach den Prozessen, die die Verbindung aufgebaut haben. -> S. 8

Mit dem Raspberry Pi 3 und dem Debian-Derivat OpenMediaVault 2.2.5 konfigurieren Sie im Nu ein NAS zum Speichern Ihrer Daten. Die Distribution bietet eine eingängige webbasierte Konfigurationsoberfläche, die auch Einsteigern ein müheloses Setup ermöglicht. -> S. 36

Das beliebte Videoschnittprogramms Openshot 2.1 bietet in der aktualisierten Version neben zahlreichen Fehlerkorrekturen auch einige neue Funktionen, die den Schnitt und die Nachbearbeitung erleichtern. So zeigt die Software die Wellenform von Audio-Material in der Zeitleiste an. Darüber hinaus lassen sich die Audio-Kanäle tauschen und das Audio-Material in eigene Clips überführen.

Wer das Internet nutzen möchte, ohne dabei seine Identität preiszugeben oder Spuren zu hinterlassen, kommt um das Tor-Netzwerk nicht herum. Der Tor-Browser 6.0.5 bietet eine einfache Möglichkeit, die Privatsphäre zu schützen.

Das weitverbreitete Adblock plus zum Blockieren von Werbung und Malware kam in der letzten Zeit nicht nur wegen seines unrühmlichen Geschäftsgebarens ins Gerede, es benötigt auch unverhältnismäßig viele Systemressourcen. In praktisch allen Belangen erledigt das quelloffene und unter der GPL lizenzierte Browser-Addon Ublock 1.10 den Job besser.

Virtualisierungsprogramme erlauben es Ihnen, beliebige Systeme innerhalb einer Software-Umgebung zu starten oder zu installieren. Zu den beliebtesten Programmen für diesen Zweck zählt das für Privatanwender kostenfreie Virtualbox 5.1.6. Unter den Neuerungen der aktuellen Version finden sich unter anderem USB-3.0-Support und das optionale Verschlüsseln der virtuellen Maschine.

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4 Kommentare auf "Heft-DVDs 11/2016"

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wo ist elementary loki? auf zwei heft-dvd’s ist nichts zu finden, anstatt loki, dafür 3x apricity, wohl gemerkt 3x 64bit iso. 10 euro für die katz.

Und auf der einen ist Tails, Minux (A-Seite) und Apricity Cinnamon (B-Seite)
Nach einer Testinstallation von Apricity „Cinnamon“ hatte ich einen Gnome-Desktop ohne alles. Nur ein blauer Hintergrund und keinerlei Desktopsettings wie in der Zeitung versprochen. Da ist sicher beim Pressen der DVD’s was schief gelaufen. Vielleicht könnten ja die fehlenden isos hier bereitgestellt werden.

Aprictiy interessiert mich aber als Archlinux-User vorallem in der Cinnamon-Variante.

Durch einen Fehler des Presswerks befinden sich auf der ersten DVD die falschen Inhalte. Wer eine defekte DVD besitzt, erhält kostenlos Ersatz. Weitere Informationen liefert Chefredakteur Jörg Luther weiter unten. Ergänzend hier die Download-Adressen für die einzelnen Distributionen:

Tails:
https://tails.boum.org/index.de.html

UbuntuBSD 16.04:
https://sourceforge.net/projects/ubuntubsd/

Elementary OS 0.4:
https://elementary.io/de/

Minux 1.0.1:
https://sourceforge.net/projects/minux/

Apricity OS:
https://apricityos.com/download

Die Entwickler von Elementary OS bitten beim Download um eine Spende. Diese kann man ausschlagen, indem man den „Benutzerdefinierten“ Betrag anklickt, eine 0 eintippt und dann „Elementary OS herunterladen“ aktiviert. Bei Gefallen sollte man den Entwicklern aber eine Spende zukommen lassen.

wie der ein oder andere schon festgestellt hat, liegt LinuxUser 11/2016 eine fehlerhafte erste Heft-DVD bei: Das Presswerk hat versehentlich die B-Seite der zweiten DVD auch auf die erste gebrannt. Wir versenden über unseren Abo-Dienstleister DPV in Hamburg kostenlos korrigierte Ersatzexemplare der DVD an alle Leser. Das ist kein Umtausch, man muss also nicht die fehlerhafte DVD einsenden. Abonnenten erhalten das Ersatzexemplar automatisch zugesendet. Wer LinuxUser 11/2016 am Kiosk erworben hat, der sendet eine E-Mail an die Adresse: computec@dpv.de Als Subject bitte angeben (beschleunigt das Handling): LU 11/2016: Ersatz Heft-DVD 1 Und als Inhalt bitte Folgendes: Sehr geehrte Damen und… Mehr »