Aus LinuxUser 04/2015

Heft-DVDs 04/2015 (Seite 2)

Neben dem legendären Live-Klassiker Knoppix 7.5 in der exklusiven Linux-Magazin CeBIT Edition finden Sie auf den Datenträgern dieser Ausgabe den russischen Komfort-Desktop ROSA Linux 2014.1 Fresh R5 KDE, den Security-Spezialisten Kali Linux 1.1.0, das ungewöhnliche Ubuntu-Derivat Bodhi Linux 3.0.0 mit Enlightenment-Desktop sowie das freie NeXTStep-Pendant Window Maker Live 0.95.6.

Kali Linux 1.1.0

Linux bietet eine fast unüberschaubare Vielzahl von Tools an, um durch Tests und simulierte Angriffe ein Netzwerk oder einen Host wasserdicht abzusichern. Deren Installation und Konfiguration gestaltet sich jedoch zuweilen aufwendig und kompliziert. Diese Arbeit nimmt Ihnen die auf Tests und Sicherheitslösungen spezialisierte Distribution Kali Linux ab: Sie bringt alle notwendigen Werkzeuge von Haus aus fertig vorkonfiguriert mit.

Die aktuelle Version basiert auf dem Linux-Kernel in Version 3.18, den das Team allerdings dahingehend modifizierte, dass er Angriffe via Wireless Injection erlaubt. Dank diverser Kernel- und Firmware-Upgrades unterstützt die Distribution jetzt mehr WLAN-Karten und die Nvidia Optimus. Client-Tools für die gängigen virtuellen Maschinen wie Vmware, Virtualbox und Openvm gehören jetzt ebenfalls zur Grundausstattung. Die 32-Bit-Version dieser Distribution finden Sie auf Seite A der ersten Heft-DVD, die 64-Bit-Variante auf Seite A der zweiten.

ROSA Linux 2014.1 Fresh R5 KDE

Mit dem auf Mandriva basierenden ROSA 2014.1 Fresh R5 bietet das russische Unternehmen ROSAlab ein Allround-Linux an, das einen speziell optimierten Kernel mitbringt, äußerst stabil läuft und mit vielen aktuellen Hardwarekomponenten sehr gut zusammenspielt. Die vergleichsweise hohe Ressourcenanforderung von 2 GByte Hauptspeicher resultiert aus dem Einsatz von KDE SC, das sich dafür sehr bedienerfreundlich gibt.

Neben dem herkömmlichen Bestand an Software verfügt ROSA über einige Eigenentwicklungen, die in Westeuropa eher unbekannt sein dürften. Dazu zählt neben dem ROSA Media Player auch der ROSA Image Writer, der es gestattet, ISO-Images auf ein bootfähiges USB-Medium zu befördern. Als weiteres exotisches Programm gesellt sich YouMagic dazu, das als russisches Konkurrenzprodukt zu Skype fungiert. Sie finden die installierbare Live-Distribution auf Seite B der ersten Heft-DVD. -> S. 12

Window Maker Live 0.95.6

Mit dem Desktop Window Maker, der dem legendären NeXTStep-Betriebssystem optisch nachempfunden ist, setzt das Debian-Derivat Window Maker Live auf einen alten Hasen. Seit 1997 entwickeln und pflegen die Mitglieder des Projekts die Software weiter. Dabei sollten Sie sich nicht durch den ungewöhnlichen Namen Window Maker Live verwirren lassen: Das System ermöglicht durchaus eine Installation auf der Festplatte und beschränkt sich keineswegs auf den Live-Betrieb. Window Maker kennt weder Panel noch einen Starter für ein Hauptmenü. Stattdessen gelangen Sie über einem Klick mit der rechten Maustaste auf die Arbeitsfläche in das Applikationsmenü. Der Menübaum des Desktops versammelt eine erstaunliche Vielfalt an Programmen. Den 32-Bit-Ableger von finden Sie auf Seite A der ersten Heft-DVD, das 64-Bit-Pendant auf der Rückseite. -> S. 8

Bodhi Linux 3.0.0

Das Ubuntu-Derivat Bodhi Linux verwendet als Grundlage Ubuntu 14.04 LTS, das noch bis April 2019 Updates erhält. Auf dem Desktop geht Bodhi Linux ganz eigene Wege und nutzt den Ressourcen schonenden Desktop Enlightenment E19.3. Als Konsole kommt Terminology 0.8.0 zum Einsatz, Texte editieren Sie mit ePad 0.9.0. Als Grundlage des Ganze versieht der Linux-Kernel 3.16 seinen Dienst. Nach Projektangaben startet die Distribution nicht nur auf neuen PCs mit UEFI-BIOS, sondern auch auf älteren Rechnern mit Non-PAE-Prozessoren und SeaBIOS Chromebooks. Sie booten die 64-Bit-Version der Distribution von Seite B der ersten Heft-DVD, im Verzeichnis iso-image finden Sie darüber hinaus das ISO-Image der 32-Bit-Version.

Legendärer Klassiker: Knoppix 7.5

Als Schmankerl erhalten Sie diesmal exklusiv die Knoppix 7.5 Linux-Magazin CeBIT Edition. Die enthaltene Software eignet sich zum Arbeiten, Surfen im Internet, Spielen, Lernen, Programmieren und zur Datenrettung. Die als Hybrid-ISO für 32- und 64-Bit-Systeme vorliegende Distribution basiert wie üblich auf einem Mix von Debian „Stable“ und einigen Paketen aus „Testing“ und „Unstable“. Für möglichst breite Hardware-Unterstützung sorgen der Linux-Kernel 3.18.6 sowie X.org 7.7 Core 1.16.2 und die 3D-Desktop-Erweiterung Compiz 0.9.12. Als Desktops bietet Knoppix neben KDE und Gnome auch LXDE an. Welchen Sie davon verwenden, legen Sie am Boot-Prompt mit dem Cheatcode knoppix desktop= fest. 

Neue Programme

Über den Plugin-Hosts Carla 1.2.4 binden Sie Plugins beliebiger Formate in so gut wie jede Audio-Anwendung ein. Dabei unterstützt das Tool praktisch jede in Linux überhaupt lauffähige Erweiterung und lässt sich selbst ebenfalls in den zwei beliebten Formaten LV2 und VST als Plugin verwenden. -> S. 72

Mit der in Python geschriebenen Webanwendung MediaGoblin 0.7 stellen Sie Bilder, Musik und Videos selbst im Inter- und Intranet bereit. Dazu müssen Sie die selbst ernannte „Media Publishing Plattform“ lediglich auf Ihrem Server installieren. Anschließend können sie bequem über den Browser Videos, Audio-Material oder Fotos hochladen. -> S. 36

MediathekView**9 stellt die in den Mediatheken öffentlich-rechtlicher Sender wie ARD, ZDF oder ARTE vorgehaltenen Sendungen zum Ansehen oder Herunterladen bereit. Für einige Sender bietet die auf Java basierte Software auch einen Livestream an, den Sie mit dem Mediaplayer Ihrer Wahl abspielen, beispielsweise mit VLC. -> S. 32

Ähnlich wie Dropbox und Konsorten bietet Ihnen Owncloud 8.0 die Möglichkeit, Datenbestände über mehrere Rechner synchron zu halten – allerdings mit Ihrem eigenen Server. Darüber hinaus offeriert die Software zahlreiche weitere Funktionen, etwa ein Kalendermodul und eine Adressverwaltung.

Der in C++ geschriebene Newsreader QuiteRSS 0.17 basiert auf auf dem Qt-Framework, womit er besonders KDE- und LXQt-Anwender anspricht. Vom Funktionsumfang und der Handhabung her lässt er sich mit seinem GTK-Pendant Liferea vergleichen. Da auch Versionen für Windows und Mac OS X zur Verfügung stehen, können Sie problemlos eine gemeinsame Feedlist in den verschiedenen Systemen verwenden. -> S. 44

Der Dateimanager Rodent 5.3 wartet mit teils sehr ungewöhnlichen Konzepten auf, die aber ein hohes Maß an Flexibilität in Bezug auf die Funktionen der Software erlauben. So greifen Sie per Mausklick sehr leicht auf wichtige Kommandos zurück. Insgesamt kann er viel mehr, als nur Dateien zu schubsen. -> S. 66

Das freie Tool Treecle 1.1 hilft beim Organisieren und Verwalten von Informationen. Mithilfe einer Baumstruktur aus Kategorien und Einträgen legen Sie darin Daten gezielt an den richtigen Stellen ab. Zwar weist das noch junge Programm noch kleinere Schwächen auf, erfüllt seinen Zweck jedoch schon voll und ganz. -> S. 49

Beim X File Explorer oder kurz Xfe 1.40 handelt es sich um einen Dateimanager im Stil des Microsoft Explorer. Neben den Standardfunktionen eines Dateimanagers bietet die Software einen integrierten Datei- und Bildbetrachter, unterstützt verschiedene Archivformate und bietet auch ein Verlaufsprotokoll. -> S. 6

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