Aus LinuxUser 02/2015

Heft-DVDs 02/2015 (Seite 2)

Mit den schlanken Allroundern Semplice Linux 6 und Porteus LXQt 3.1, dem Rettungs- und Systemwartungsspezialisten Grml 2014.11 und der sicherheitsorientierten VM-Plattform Qubes OS R2 findet sich diesmal ein buntes Potpourri aus allen Einsatzbereichen auf den Heft-DVDs. Als Star der Sammlung glänzt Red Hats brandneuer Community-Ableger Fedora 21 mit zahlreichen Neuerungen und maßgeschneiderten Workstation- und Server-Varianten.

Semplice Linux 6

Das aus Italien stammende Semplice Linux 6.0 nutzt zur Desktop-Verwaltung Openbox und tritt als schlanker Allrounder mit solider Debian-Basis für ältere Hardware an. Dabei verzichten die Entwickler jedoch nicht auf eine ansprechende Optik und leichte Systemkonfiguration. Trotz Der geringen Größe von nur 640 MByte bringt die Distribution eine erstaunliche Software-Fülle mit: Neben Abiword und Gnumeric aus dem Gnome-Bestand bietet sie den Webbrowser Chromium, GNU Paint, Exaile, Mplayer, Xfburn und als grafisches Paketverwaltungstool Synaptic. Auf Seite A der ersten Heft-DVD finden Sie die bootbare 64-Bit-Version der Distribution sowie die ISO-Images der 32- und 64-Bit-Variante im Verzeichnis /LU/semplice/. Seite B des Datenträgers enthält die bootbare 32-Bit-Variante. -> S. 54

Qubes OS R2

Qubes OS R2 sperrt alle wichtigen Anwendungen in virtuelle Container, um auf diese Weise den Zugriff auf die einzelnen Teile des Systems zu kontrollieren beziehungsweise zu verhindern. Das macht den täglichen Umgang zwar etwas umständlicher, sorgt aber für mehr Sicherheit. Zu diesem Zweck erweitern virtuelle Maschinen ein minimales Gastsystem, das derzeit auf Fedora 20 basiert und als grafische Oberflächen sowohl KDE als auch XFCE mitbringt. Die VMs basieren auf dem Hypervisor Xen. Das System als solches stammt von der Firma „The Invisible Things Lab“ der polnischen Sicherheitsforscherin Joanna Rutkowska. Die VMs trennen Applikationen mit unterschiedlichen Sicherheitslevel voneinander. Farben von Grün bis Rot kennzeichnen die jeweils eingestellte Sicherheitsstufe der einzelnen AppVM. Sie finden die bootbare Variante der Distribution auf Seite B der ersten Heft-DVD. -> S. 6

Grml 2014.11 „Gschistigschasti“

Bei Grml 2014.11 alias „Gschistigschasti“ handelt es sich weniger um eine Distribution für den täglichen Hausgebrauch, sondern vielmehr um eine spezialisierte Sammlung von Rettungswerkzeugen, speziellen Erweiterungen und Text-Tools. Damit richtet sich Grml primär an Systemadministratoren und fortgeschrittene Anwender, die gerne auf der Kommandozeile oder mit minimalistischen Fenstermanagern arbeiten. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal stellt die als interaktive Shell voreingestellte Z-Shell dar, die Grml in einer angepassten Konfiguration mitliefert. Auch die jüngste Version präsentiert sich wieder als gut gepflegtes System mit zahlreichen Bugfixes und einem aktuellen Kernel 3.16.7. Seite A der ersten Heft-DVD enthält die bootbare Hybrid-Variante Grml96-full, die sowohl 32- als auch 64-Bit-Systeme unterstützt. Im Verzeichnis /LU/grml/ finden Sie die ISO-Images der 32- und 64-Bit-Varianten.

Porteus LXQt 3.1

Das ISO-Image der Distribution Porteus LXQt 3.1 bringt es gerade einmal auf 300 MByte Umfang. Dennoch bringt Porteus auch mächtige Programme mit, darunter auch Chrome, LibreOffice und Skype. Wie der Namensanhang verrät, verwendet das System als Oberfläche den neuen LXQt-Desktop, der Razor-qt und LXDE vereint. Das System basiert ursprünglich auf Slackware und startete als Community-Remix von Slax, eines weiteren Slackware-Ablegers. Nicht zuletzt wegen des schlanken Desktops eignet sich Porteus LXQt auch hervorragend für den Einsatz auf älteren Rechnern mit wenig Hauptspeicher. Seite B der ersten Heft-DVD enthält die bootbare 32-Bit-Variante der Distribution.

Fedora 21

Nach der Aufteilung der Distribution im Rahmen von Fedora.Next steht Fedora 21 erstmals in verschiedenen Geschmacksrichtungen bereit: Neben einer Workstation- und einer Server-Variante gibt es auch einen Cloud-Ableger für die Installation in Amazons AWS oder das Einrichten einer eigenen virtuellen Umgebung. Die Workstation- und Server-Spielarten finden Sie in den 32- und 64-Bit-Varianten auf der zweiten Heft-DVD. Im Kern von Fedora 21 arbeitet der bereits im Oktober 2014 freigegebene Linux-Kernel 3.17, die Pakete wurden mit GCC 4.9.2 kompiliert. Systemd kommt rege zum Einsatz: Zu den vielen Diensten, die das neue, aber nicht unumstrittene Init-System steuert, zählen unter anderem die Terminalverwaltung Getty sowie die SSH- und Firewall-Daemons. Einen ausführlichen Artikel zu Fedora 21 lesen Sie ab Seite 14.

Neue Programme

Das kompakte Kommandozeilenprogramm Hashrat 1.2 dient dem Erstellen von Prüfsummen. An Algorithmen unterstützt es neben MD5 und Whirlpool verschiedene Derivate der SHA-Familie. Auf Wunsch erzeugt Hashrat für alle Dateien eines Verzeichnisses Prüfsummen und legt diese in einer Datei ab. -> S. 12

Mit dem grafischen Tool Smtube 14.8.0 suchen Sie auf Youtube nach Videos und laden diese anschließend herunter. Daneben können Sie die Videos auch sofort anschauen, wobei Smtube auf gängige Mediaplayer wie Smplayer oder Mplayer zurückgreift. -> S. 12

Mit wenigen Mausklicks zum Pixel-Künstler? Das Malprogramm mtPaint 3.4 macht es möglich – und bringt, wenn Sie wollen, Ihren Kunstwerken auch noch das Laufen bei. Die Software gehört mit zu den unauffälligen Vertretern der Zunft, adressiert es doch speziell Pixel-Art Künstler. -> S. 27

Wer gerne mit dem Terminal arbeitet, der nutzt zwangsläufig viele verschiedene Programme die sich alle mehr oder weniger stark in der Bedienung unterscheiden. Das kommt besonders beim Wechsel zwischen verschiedenen Systemen zum Tragen. Das Tool Swiss File Knife 1.7.2 ersetzt zahlreiche herkömmliche Kommandozeilenprogramme und steht für viele Plattformen, darunter auch Windows und Linux, bereit. -> S. 64

Systemback**1.1.3 versucht, die Wiederherstellungspunkte aus Windows nachzubilden. Zu diesem Zweck sichert es den Zustand des Betriebssystems; Dokumente bleiben außen vor. Das Werkzeug eignet sich somit vor allem für Anwender, die gern neue Software ausprobieren, oder für Softwareentwickler, die immer wieder zu einem ganz bestimmten Zustand zurückkehren müssen. -> S. 76

Das Profi-Videoschnittprogramm Lightworks 12.0.1, das schon Filme wie „Mission Impossible“ oder „Pulp Fiction“ in Form brachte, läuft mittlerweile auch unter Linux. Sein Leistungsumfang lässt sich aber nur auf gut ausgestatteten Rechnern wirklich ausreizen, zudem müssen Einsteiger bei den ersten Schritten einige Hürden überwinden. -> S. 70

Zu den leistungsfähigsten Vertretern unter den RAW-Konvertern zählt Darktable 1.6.0. Das stark am kommerziellen Adobe Lightroom orientierte freie Programm setzt bei der Arbeit auf einen festen Workflow, was reproduzierbare Ergebnisse garantiert. Dabei realisiert es eine nicht-destruktive Bildbearbeitung: Es liest die Originaldateien („Negative“) zwar ein, erzeugt aber stets getrennte Ausgabedateien („Abzüge“) mit den von Ihnen gewählten Einstellungen.

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