Aus LinuxUser 12/2014

Jajuk verwaltet Musik und bringt die Party in Schwung

© David Sandonato, 123RF

Gut aufgelegt

Mit Jajuk behalten Sie nicht nur die Musiksammlung im Blick, sondern bringen mit dem virtuellen DJ jede Party zum Kochen.

Sammlungen jeder Art tendieren dazu, mit wachsendem Bestand unübersichtlich zu geraten. Audiophile Zeitgenossen, die mehrere tausend Musikstücke auf der Festplatte verwalten, kennen das Problem des ungeordneten Durcheinanders. Wer dann einen bestimmten Titel für die anstehende Party sucht, hat meist ein Problem. Abhilfe schafft hier das äußerst umfangreiche Programm Jajuk [1]: Mit der Java-Software bringen Sie Ordnung in die Sammlung. Obendrein glänzt die Software noch durch die zusätzlichen Funktionen eines virtuellen DJs, der das manuelle Zusammenstellen von Wiedergabelisten überflüssig macht.

Jajuk bringt einen leistungsfähigen, auf Mplayer basierenden Audioplayer mit. Außerdem eignet sich das Programm als Abspielsoftware für Internet-Radios. Über das Internet integriert die Applikation zudem Inhalte von Media-Plattformen wie Last.fm in die Software. Das ermöglicht es, Informationen über Künstler, Alben und Titel abzurufen. Durch die Unterstützung für unterschiedlichste Formate und deren Tags sind Sie außerdem nicht auf eine bestimmte Plattform festgelegt. Das ermöglicht Sammlungen mit gemischten On- und Offline-Inhalten.

Auf die Platte

Die Entwickler bieten die Java-Applikation als vorbereitetes RPM- und DEB-Paket an. Die aktuelle Version 1.10.7 mit dem aussagekräftigen Codenamen „Gute Laune“ erhalten Sie über die Website des Programms.

Die Voraussetzungen für den Betrieb gestalten sich äußerst moderat: Neben dem Java-Runtime-Environment (JRE) mindestens in Version 1.6 geben die Entwickler als minimale Bildschirmauflösung 1024 x 768 Pixel an. Außerdem erfordert Jajuk als Backend zum Abspielen der Titel den Mplayer, der sich in den Repositories aller gängigen Distributionen findet. Zum Abruf von Online-Inhalten sollte zudem ein Internet-Zugang vorhanden sein.

Die Verfügbarkeit der Java-Laufzeitumgebung prüfen Sie im Terminal durch Eingabe des Befehls java -version. Jajuk arbeitet sowohl mit OpenJDK als auch mit Oracles Laufzeitumgebung zusammen. Gegebenenfalls installieren Sie die entsprechende Version des OpenJDK aus dem Repository nach oder beziehen alternativ gemäß den Hinweisen der Entwickler die Oracle-Variante aus dem Web [2].

Haben Sie die Java-Umgebung ins System integriert, bleibt nur noch, das entsprechende Archiv zu installieren. Die Routine legt dabei je nach Distribution unter Multimedia oder Unterhaltungsmedien einen Starter an.

Erster Start

Beim ersten Start geben Sie zunächst Quellen- und Arbeitsverzeichnis an. Ersteres bezeichnet den Pfad, in dem Sie die Musikdateien auf der Festplatte gesichert haben, Letzteres dagegen, wo die Software Daten ablegt. Danach sticht sofort das zunächst verwirrende Fenster des Programms ins Auge.

Jajuk kennt drei immer an der gleichen Stelle angeordnete Gruppen von Bedienelementen: das am oberen Bildschirmrand horizontal angeordnete Menü, am linken Bildschirmrand eine aus neun Schaltflächen bestehende Schnellwahlleiste und unten horizontal zwei Gruppen mit Bedienelementen für den Audio-Player. Den größten Teil des Programmfensters dagegen nimmt der Info-Bereich ein, der je nach Auswahl links unterschiedliche Listen präsentiert. Diese Ansichten dürfen Sie beliebig miteinander kombinieren, wobei jede sich als Unterfenster innerhalb des Programmfensters öffnet.

Im ersten Schritt empfiehlt es sich, die Grundeinstellungen der Software vorzunehmen. Dazu wechseln Sie in die Einstellungen, indem Sie links in der Leiste auf Konfiguration klicken. Die Software öffnet wieder drei Unterfenster, in denen Sie das Quellverzeichnis bei Bedarf modifizieren und CD-Daten einlesen. Wichtiger ist jedoch das Fenster Einstellungen, das verschiedene Reiter präsentiert (Abbildung 1).

Abbildung 1: Im Fenster <code>Einstellungen</code> besteht die Möglichkeit, Jajuk sehr detailliert anzupassen.
Abbildung 1: Im Fenster Einstellungen besteht die Möglichkeit, Jajuk sehr detailliert anzupassen.

Neben unzähligen Möglichkeiten zum Anpassen der gesamten Optik des Programms sowie der Anzeige der Namen von Titel und Album stellen Sie hier im Reiter Sound die Dauer von Überblendungen und bei Bedarf einen Audio-Normalizer ein. Dieser sorgt dafür, dass die Lautstärke beim Abspielen von Titeln verschiedener Alben gleich bleibt.

Im Reiter Netzwerk deaktivieren Sie gegebenenfalls den Zugriff auf das Internet oder hinterlegen die Daten für einen Proxy. Haben Sie die Software fertig konfiguriert, speichern Sie die Modifikationen durch einen Klick auf die Schaltfläche Übernehmen unten rechts.

Perspektiven und Bäume

Die Applikation unterteilt die Listen in Perspektiven, für die Sie jeweils wählen, welche Unterfenster Sie auf der Oberfläche sehen. Während Sie nicht benötigte ausblenden, wie etwa ein normales Fenster durch einen Klick auf die Schaltfläche zum Schließen oben rechts in der Titelleiste, fügen Sie eine neue Ansicht über Fenster | Ansicht anzeigen hinzu.

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