Aus LinuxUser 03/2014

03/2014

Neues auf den Heft-DVDs

Parrot Security OS 0.8.1

Um Schwachstellen im Netz effektiv und ohne lästige Installation vieler einzelner Tools aufdecken zu können, bietet Parrot Security OS 0.8.1 eine stattliche Zahl von Werkzeugen als installierbares Live-System, bei dem primär Penetrationstests im Vordergrund stehen. Die meisten der Zusatzprogramme der Distribution finden Sie im Untermenü Parrot, das in einem guten Dutzend weiterer Verzweigungen selbst weniger bekannte Security-Tools für verschiedenste Aufgaben vereint.

Darüber hinaus bietet Parrot zum anonymen Surfern das Vidalia-Frontend zum Aufbau einer Internet-Verbindung über den Tor-Dienst. Um auf dem Rechner installierte Schädlinge auf die Spur zu kommen, bringt es daneben den freien Virenscanner ClamAV mit. Zum Login verwenden Sie den Nutzernamen root mit dem Passwort toor. Seite A der ersten DVD enthält Parrot in der 64-Bit-Variante, Seite B das 32-Bit-Pendant.

ExTiX 14

Die aus Schweden stammende Distribution ExTiX 14 möchte als Allrounder für aktuelle Hardware überzeugen. Demzufolge liegt die auf Ubuntu basierende Distribution ausschließlich in einer 64-Bit-Variante vor und kann somit nicht auf Rechnern mit 32-Bit-Architektur eingesetzt werden. Da solche Prozessoren aber seit vielen Jahren nicht mehr gebaut werden, dürfte das für die meisten Anwender keine Rolle spielen.

Korora 20 „Peach“

Die auf Fedora basierende Distribution Korora 20 „Peach“ adressiert mit ihrer eingängigen Nutzeroberfläche auch Linux-Ein- und Umsteiger. Auf ihrer Webseite bietet das Projekt die Distribution mit fünf verschiedenen Desktops an, auf Seite A der Heft-DVD 1 steht die Variante mit Maté zum Einsatz bereit.

Linux Lite 1.0.8

Die auf Ubuntu 12.04.3 LTS basierende Distribution adressiert unter anderem Besitzer älterer Rechner mit schwächerer Performance, davon zeugt nicht zuletzt der ressourcenschonende XFCE-Desktop. Unter anderem ergänzten die Maintainer die Distribution um ein Lite Software Center sowie einen Lite User Manager. Als Unterbau kommt ein Kernel in Version 3.8 vom „Hardware-Enablement“-Stack zum Einsatz, der besseren Hardware-Support verspricht.

Simplicity Linux 14.1

Puppy Linux entwickelte sich in den letzten Jahren zu einem erstklassigen, universell einsetzbaren Betriebssystem für ältere Hardware. Trotzdem gibt es noch Verbesserungsbedarf für Anwender, die das System beispielsweise auf einem Netbook nutzen wollen. Auch Desktop-Nutzer, die Software wie Gimp oder LibreOffice einsetzen möchten, haben beim originalen Puppy einen erhöhten Installationsaufwand. Das aus Großbritannien stammende Simplicity Linux 14.1 hilft diesem Manko durch eine speziell darauf zugeschnittene Edition ab.

Siduction 2013.2.1

Siduction 2013.2.1 basiert auf einem Schnappschuss des Debian-„Sid“-Repositories vom 30. Dezember 2013. Hinzu kommen ein eigener Kernel 3.12-6 sowie verschiedene weitere Anpassungen. Nicht zuletzt der Einsatz von Systemd beschert dem System einen ordentlichen Performance-Zuwachs, der sich besonders beim Booten positiv bemerkbar macht. Da Siduction das Rolling-Release-Prinzip anwendet, aktualisiert sich die Distribution stets aufs Neue. Ein Upgrade wie beispielsweise bei OpenSuse oder Ubuntu ist entsprechend nicht mehr nötig. Seite A der zweiten Heft-DVD enthält die 64-Bit-Versionen von Siduction mit den Desktop-Umgebungen KDE, Gnome, XFCE, LXDE und Razor-qt. Auf der Rückseite finden Sie die gleichen Versionen in der 32-Bit-Spielart. 

Neue Programme

Beobachter 1.7.8 ist ein auf Java basierender Dateimonitor zur Überwachung und Ausgabe von Log-Dateien. Sie behalten damit beliebige Dateien gleichzeitig im Auge und können für jede davon ein individuelles Highlighting konfigurieren.

Hinter Giada 0.8.2 verbirgt sich eine Musik-Software, das sich für vielfältige Zwecke eignet. Hauptsächlich zur Arbeit mit Loops konzipiert, macht es aber auch als Drum-Einheit eine gute Figur und erleichtert die Integration in andere Projekte über VST und MIDI. Das Programm verfolgt das Rezept „einfache Oberfläche, geringe Systembelastung, maximale Möglichkeiten“.

Mit Retext 4.1.1 schreiben Sie Markdown-Dokumente, ohne sich mit einer komplizierten Syntax herumzuschlagen. Das Ergebnis konvertieren Sie im Handumdrehen nach HTML und in viele weitere Formate.

Dieses handliche Programm GTK Hash 0.7.0 berechnet und überprüft Hashwerte von Dateien und Texten. Über 20 verschiedene Algorithmen kennt die Software, darunter nicht nur die bekannten MD5 und SHA1, sondern auch exotischere Vertreter.

Hostbasierte IDS wie Tripwire 2.5.22 spüren womöglich unerwünschte Änderungen auf zu schützenden Rechnern auf. Sie informieren dann die verantwortlichen Administratoren zeitnah und können so die mit einem Angriff einhergehenden Schäden eindämmen oder gar verhindern.

Der Downloadmanager Wget 1.15 bringt in seiner aktuellen Version einige Neuerungen mit. So unterstützt er sehr lange Dateinamen, kennt eine neue Option namens --method und akzeptiert gekürzte URLs in einer Eingabedatei. HTTPS-Support lässt sich über --https-only erzwingen, über den Parameter --secure-protocol erhält Wget Support für Perfect Forward Secrecy.

Der in C implementierte Webbrowser Xombrero nutzt die Webkit-Rendering-Engine und ging aus Xxxterm hervor. Er zählt zu den minimalistischen Vertretern seiner Gattung und legt großen Wert auf Sicherheit. Diese soll von Anfang an gegeben sein, ohne dass der Anwender erst Plugins und Erweiterungen installieren muss.

PC-Basic ist ein Interpreter für den beliebten Basic-Dialekt GW-Basic. Es kann unter anderem GW-Basic-Programme ausführen oder deren Quellcode in Textdateien konvertieren.

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