Aus LinuxUser 07/2013

Zentrale Dienste mit Zeroshell auf dem Embedded-Server (Seite 2)

Ziehen Sie nach dem Herunterfahren den USB-Stick vom Rechner ab und starten Sie das Betriebssystem neu. Nach dem erneuten Einstecken des USB-Sticks legen Sie auf der vorbereiteten Partition mithilfe des Befehls mkfs /dev/sdb1 das Ext2-Dateisystem an. Nun speichern Sie das Zip-Archiv ZeroShell-2.0.RC2-IDE-USB-SATA-Disk-2GB.img.gz auf dem USB-Stick ab.

Damit das Betriebssystem dann auf der internen Festplatte ordentlich läuft, löschen Sie in einem weiteren Schritt sämtliche auf dieser Festplatte vorhandenen Partitionen. Anschließend booten Sie das System von CD neu und hängen zunächst den USB-Stick mithilfe des folgenden Befehls ins Dateisystem ein:

# mount /dev/sdb1 /mnt/loop1

Sie wechseln nun mit cd /mnt/loop1/ in dieses bereits von Zeroshell angelegte Verzeichnis und starten den Installationsvorgang auf der internen Rechner-Festplatte mit dem Kommando

# gunzip -c ZeroShell-2.0.RC2-IDE-USB-SATA-Disk-2GB.img.gz > /dev/sda

Nach einem erneuten Reboot startet die Distribution nun von der Festplatte.

Grundkonfiguration

Um die einzelnen Dienste einzurichten, binden Sie zunächst den Server ins LAN ein. Dazu sollten Sie überprüfen, welche Schnittstellen im System vorhanden sind. Die Eingabe des Befehls ifconfig zeigt diese übersichtlich an.

Im Jetway-PC befinden sich zwei Gigabit-Ethernet-Buchsen für den kabelgebundenen Zugang zum Netz. Diese bezeichnet Zeroshell als ETH00 und ETH01; sie erfordern jeweils eine separate Konfiguration. Zeroshell gibt für das erste Interface jeweils die IP-Adresse 192.168.0.75 vor, die Sie entsprechend Ihren Bedürfnissen ändern. Im Hauptmenü (Command Menu) wählen Sie dazu durch einen Druck auf [I] den IP Manager, der in ein Untermenü verzweigt, in welchem Sie vorhandene IP-Adressen modifizieren, löschen oder neu anlegen.

Sofern – wie in unserem Jetway-PC – mehrere physische Schnittstellen vorhanden sind, Sie diese jedoch nicht alle benötigen, deaktivieren Sie hier einzelne Interfaces (Abbildung 1).

Abbildung 1: Die IP-Adressen des Rechners passen Sie bei Bedarf von Hand an.
Abbildung 1: Die IP-Adressen des Rechners passen Sie bei Bedarf von Hand an.

Oberflächliches

Haben Sie die grundlegende IP-Einstellung für das erste Interface vorgenommen, besteht die Möglichkeit, auf den in Zeroshell integrierten Webserver zur Konfiguration und Administration der einzelnen Dienste zu zugreifen. Sie erreichen den Server von jedem beliebigen Rechner durch Eingabe der URI https://Zeroshell-PC im Browser.

Da Sie auf die Oberfläche durch eine gesicherte Verbindung zugreifen, moniert Firefox zunächst ein unsicheres Zertifikat. Fügen Sie hier eine Ausnahmeregel hinzu. Nach dem Authentifizieren mit dem Benutzernamen admin und dem Passwort zeroshell gelangen Sie in die Bedienoberfläche des Servers (Abbildung 2).

Abbildung 2: Die Weboberfläche zur Administration von Zeroshell bietet mehr Komfort beim Konfigurieren der Dienste als der Shell-Zugang.
Abbildung 2: Die Weboberfläche zur Administration von Zeroshell bietet mehr Komfort beim Konfigurieren der Dienste als der Shell-Zugang.

Das Fenster gliedert sich denkbar einfach: Links finden Sie vertikal angeordnet die einzelnen Dienste und Grundeinstellungen, sortiert nach unterschiedlichen Kategorien. Im oberen Bereich horizontal zeigt die Software jeweils entsprechende Modifikations- und Überwachungsoptionen an. Hier finden sich auch Einträge zur Anzeige von Log-Dateien.

Darunter visualisiert Zeroshell den Status des entsprechenden Diensts durch ein rotes DISABLED oder ein grünes ENABLED. Sofern Sie einen Dienst durch Setzen eines Häkchens in der betroffenen Zeile starten oder stoppen, sollten Sie die neue Einstellung – wenn Sie sie dauerhaft speichern möchten – durch einen Mausklick auf die Schaltfläche Save sichern.

Profile

Um die vielfältigen Einstellungen der einzelnen Dienste dauerhaft zu speichern und nach einem Neustart des Systems wieder zu nutzen, arbeitet Zeroshell mit Profilen. Nach der Installation des Betriebssystems lädt Zeroshell ein Standardprofil, dem Sie jedoch weitere an die Seite stellen können.

Während Sie im COMMAND MENU auf der Konsole lediglich die Möglichkeit haben, über [A] ein Profil zu aktivieren oder über [D] zu deaktivieren, bietet sich die Weboberfläche als komfortabler Weg an, um Profile zu modifizieren oder zu verwalten. Sie erreichen den entsprechenden Dialog durch Anklicken der Schaltfläche Profiles in der horizontal angeordneten Menüleiste.

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