Aus LinuxUser 12/2012

Google Reader nutzen mit dem Offline-Reader Lightread (Seite 2)

Überall synchron

Der große Vorteil von Google Reader liegt auf der Hand: Sie haben von überall aus den Zugriff auf Ihre Abonnements und wissen immer, was Sie schon gelesen haben. Besitzen Sie zum Beispiel ein Android-Smartphone, bietet sich auch dort der Einsatz von Google Reader an.

Selbstverständlich gibt es für diesen Zweck entsprechende Apps, allen voran die hauseigene App „Google Reader“ [4]. Als schöne Alternative erweist sich der gReader, den es in einer kostenlosen und in einer kostenpflichtigen Pro-Version gibt. Dieser bietet einige Funktionen mehr und unterstützt zudem ein dunkleres Theme, das das Lesen am Smartphone um einiges angenehmer macht.

Unterhalb der Übersicht steht links ein Knopf zum Markieren aller Einträge als gelesen. Außerdem finden Sie hier die Suchfunktion, über die Sie die Liste der Artikel nach beliebigen Begriffen durchforsten, was das Handhaben von Abonnements mit sehr vielen Artikeln erheblich vereinfacht.

Zu weiteren wichtigen Funktionen führen die Icons unterhalb des Lesebereichs. So haben Sie hier etwa die Möglichkeit, den geöffneten Artikel über das Sternsymbol als wichtig zu markieren. Solcher Art markierte Artikel finden Sie dann über Starred in der linken Spalte leicht wieder. Die Schaltfläche mit dem Kreissymbol erlaubt es, einen bereits gelesenen Artikel wieder als ungelesen zu markieren.

Auch das Teilen von Artikeln ist in Lightread bereits vorgesehen. Unterhalb des Artikels befindet sich dazu eine Schaltfläche mit einem Pfeilsymbol (Share). Darüber senden Sie den jeweils geöffneten Artikel an die Dienste Pocket oder Instapaper (siehe Kasten „Später lesen“).

Später lesen

Hinter Pocket verbirgt sich ein webbasierter Dienst, der es erlaubt, Inhalte zum späteres Lesen oder Betrachten zu speichern [5]. Bis vor Kurzem hieß dieser Dienst „Read it later“. Instapaper sammelt ebenfalls Artikel für das spätere Lesen auf anderen Endgeräten als dem PC [6]. Das Einspeisen in Netzwerken wie Google Plus oder Facebook sowie per Mail ist nicht möglich.

Haben Sie viele Feeds abonniert und kommen oft mit dem Lesen nicht recht nach, dann sollten Sie auf jeden Fall über das Zahnrad-Icon unten rechts im Programmfenster die Einstellungen aufrufen. Dort haben Sie die Möglichkeit, das Intervall zu korrigieren, in dem die Applikation nach neuen Beiträgen sucht.

Außerdem stellen Sie hier ein, wie das Programm mit gelesenen, nicht gelesenen und favorisierten Beiträgen verfährt: Mit Always sorgen Sie dafür, dass die entsprechenden Artikel von der Platte fliegen. Wem das zu schnell zu unübersichtlich gerät, der nutzt die angebotenen Zeiträume, um die Reihen der Beiträge von Zeit zu Zeit zu lichten.

Fazit

Als einziges echtes Manko an Lightread fällt auf, dass dem Programm eine Druckfunktion fehlt. Hier bietet sich der Umweg über einen Browser an, indem Sie den Artikel dort öffnen und ausdrucken. Dazu klicken Sie in der Übersicht der Artikel mit der rechten Maustaste auf den entsprechenden Eintrag und wählen die Funktion Open in Browser.

Trotz dieses Wermutstropfens und der bislang fehlenden deutschen Lokalisierung hinterließ Lightread im Test einen guten Eindruck. Das Programm bietet alle Funktionen, die Sie benötigen, um Google Reader am Linux-PC ohne Browser zu nutzen. 

Infos

[1] Liferea: http://liferea.sourceforge.net

[2] Lightread: https://launchpad.net/lightread

[3] Ubuntu App Showdown: Thomas Drilling, „Seltene Perlen“, LinuxUser 10/2012, S. 48, http://www.linux-community.de/27112

[4] Google-Reader-App: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.google.android.apps.reader

[5] Pocket: http://getpocket.com

[6] Instapaper: http://www.instapaper.com

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