Aus LinuxUser 10/2012

Verborgene Schätze aus dem Ubuntu App Showdown (Seite 2)

Nitroshare

Mit Nathan Osmans Nitroshare [7] versenden Sie auf einfache Weise Dateien und Verzeichnisse ohne komplexe Konfiguration an andere Linux- oder Windows-Rechner im Netz, auf denen ebenfalls das Programm läuft. Das Tool tauscht problemlos selbst Dateien im Gigabyte-Bereich aus. Die aktuelle Version 0.2 gibt es nicht nur in Form von Debian-Paketen, sondern auch als RPM-Paket, sowie in einer Windows-Version, jeweils für 32- und 64-Bit-Systeme.

Die Linux-Version installieren Sie wie gewohnt über den Paketmanager Ihrer Distribution, etwa dem Software Center unter Ubuntu, während die Windows-Version als selbstentpackendes Executables bereit steht. Nach dem Start signalisiert das Programm seine Anwesenheit als Symbol im Panel.

Beim ersten Start leitet zudem ein Assistent durch die Konfiguration. Per Voreinstellung sucht Nitroshare im lokalen Netzwerk nach anderen Clients und richtet außerdem auf dem Desktop eine sogenannte Sharebox ein (Abbildung 2). Möchten Sie Dateien an einen anderen Rechner senden, ziehen Sie diese einfach auf die Sharebox und wählen den Empfänger. Das funktioniert alternativ über das Symbol im Panel.

Abbildung 2: Nitroshare erlaubt das einfache Tauschen von Dateien im Netz.
Abbildung 2: Nitroshare erlaubt das einfache Tauschen von Dateien im Netz.

Der Empfänger muss die empfangenen Dateien bestätigen. Daneben bietet die Software die Möglichkeit, über eine Option Anfragen automatisch zu akzeptieren setzen und optional eine eigene Sharebox einrichten. Ein Fortschrittsbalken auf dem Symbol der Sharebox des Absenders zeigt den Verlauf beim Übertragen der Daten.

DayJournal

Die Notizverwaltung DayJournal [8] stammt von Zach Burnham und liegt aktuell in der Version 12.06.16 vor. Zweifelsohne gibt eine ganze Reihe Programme dieser Art. DayJournal gefällt einerseits durch seine Einfachheit und außerdem dadurch, dass das Tool die einzelnen Einträge nach Datum sortiert speichert.

Klicken Sie auf ein Datum, öffnet die Software den Dialog zum Eingeben von Notizen, die das Programm anschließend automatisch als einfache Textdatei im Ordner DayJournal im Home-Verzeichnis ablegt und dabei Unterverzeichnisse für das Jahr und die Monate verwendet.

Das simple Format erlaubt es, dass Sie jeden Eintrag auch mit einem beliebigen Editor bearbeiten können. Die Benutzeroberfläche ist allerdings wenig aufregend und bietet nur das Nötigste. Einen Dialog für Einstellungen gibt es auch nicht; Sie haben also keine Möglichkeit, den Speicherort zu verändern.

MenuLibre

Der Menüeditor MenuLibre [9] ermöglicht es unter anderem die Quicklist-Einträge im Kontextmenüs des Unity-Launchers zu bearbeiten oder zu erweitern, etwa um den Zugriff auf weitere Parameter des entsprechenden Programms. Zum Zeitpunkt des Tests war die Version 12.08.9 aktuell.

Das Programm erweist sich aber auch unter anderen Distributionen als sinnvolle Hilfe, steht für diese aber nur im Quellcode bereit. Unabhängig von Unity legen Sie mit dem Tool neue Menüeinträge für Gnome, LXDE oder XFCE an oder bearbeiten Vorhandene. Dazu müssen Sie lediglich im Reiter General Settings einen Namen sowie eine kurze Beschreibung eingeben und außerdem das Kommando nebst Pfad eintragen.

Darüber hinaus legen Sie das Arbeitsverzeichnis fest und ordnen den neu erstellten Launcher einer oder mehreren Kategorien zu. Autor Sean Michael Davis demonstriert den Einsatz der Software in einem Youtube-Video [10].

Gnome Modem Manager

Der Gnome Modem Manager (GMM) bietet die Möglichkeit, ein 3G-Modem des Smartphones vom Gnome-Desktop aus zu steuern [11]. Das funktioniert für mehrere verbundene Mobiltelefone. Das Programm arbeitet ähnlich, wie etwa „Megafon Internet“ oder „MTS Connect“ unter Windows.

Steuern bedeutet in diesem Zusammenhang, dass Sie zum Beispiel den Status und andere Informationen des 3G-Modem einsehen (IMEI, IMSI, Operator-Name, Version, Hardware-Treiber) oder die Möglichkeit haben, USSD-Requests zu senden und die zugehörigen Antworten zu betrachten.

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