Aus LinuxUser 12/2011

Fritzbox-Tuning

© AVM GmbH

25 Fritzbox-Tipps

Die Fritzbox von AVM bietet eine Fülle an Funktionen, die weit über die Aufgaben eines DSL-Routers oder WLAN-Access-Points hinaus gehen. Damit experimentierfreudigen Nutzern ein reizvolles Betätigungsfeld offen.

AVMs Fritzboxen gehören zu den populärsten DSL-Routern überhaupt. Modelle wie die Fritzbox 7390 bieten aber viel mehr als das und betätigen sich je nach Konfiguration auch als leistungsfähige Festnetz- und IP-Telefonanlage, DECT-Basisstation, NAS-Speicher und WLAN-Access-Point.

Zwar kommt das von AVM eigens entwickelte beziehungsweise angepasste Linux-Betriebssystem auch bei Routern anderer Hersteller, etwa den Speedports von T-Com, die Entwickler von AVM demonstrieren aber bei ihren Fritzboxen eindrucksvoll, dass sich bei teilweise identischer Hardware mit einem gut gemachten und intuitiven Web-Interface ungleich mehr aus den Geräten herausholen lässt.

Der Funktionsumfang der meisten Modelle ist inzwischen so groß, dass viele Funktionen beim Anwender brach liegen oder in Vergessenheit geraten, denn ein DSL-Router gehört nicht gerade zu den IT-Komponenten, an denen man täglich „herumschraubt“. Zudem erweitert AVM regelmäßig den Funktionsumfang insbesondere neuerer Modelle oder verbessert die Performance beim DSL-Durchsatz oder bei der WLAN-Reichweite.

Die Erweiterungen und Funktionen einer neuen Firmware-Version fallen oft recht umfangreich aus. So lässt sich beispielsweise der NAS-Speicher der Fritzbox 7390 mit dem Update 84.05.05 vom August 2011 nicht mehr nur via Java/WebDAV nutzen, sondern endlich auch als gewöhnliche SMB-Netzwerkfreigabe.

Wir haben im Test vorrangig das Modell 7390 eingesetzt, beim Testen des WDS-WLAN-Modus zusätzlich eine ältere Fritzbox 7170. Ergänzende Informationen zu vielen Tipps auf den folgenden Seiten finden Sie auch auf AVMs FAQ-Seite [1].

Tipp 1: Expertenansicht

Fast alle im Folgenden beschriebenen Tipps und Handgriffe erfordern ein Einschalten der Expertenansicht, wozu Sie erst einmal im Menü System | Ansicht das entsprechende Häkchen setzen müssen.

Tipp 2: Firmware-Update – Online

Für das Firmware-Update stellen aktuelle Fritzboxen das Menü System | Firmware-Update im Web-Frontend zur Verfügung. Am einfachsten lässt sich die Firmware über den Reiter Online-Update auf den neuesten Stand bringen. Mithilfe der Schaltfläche Neue Firmware suchen prüfen Sie zunächst prüfen, ob ein Update bei AVM verfügbar ist. Falls ja, können Sie sich über den Link Wichtige Informationen und Neuigkeiten zur aktuell verfügbaren Version. zunächst informieren, welche neuen Features das Update mitbringt beziehungsweise welche Bugs oder Probleme es beseitigt. Ein anschließender Klick auf Firmware-Update jetzt starten leitet die Aktualisierung ein. Beim Update selbst unterbricht die Fritzbox kurzzeitig sämtliche Verbindungen und startet nach Abschluss der Aktualisierung neu.

Über das Online-Update lässt sich die Firmware im Nu über das Webinterface aktualisieren.
Über das Online-Update lässt sich die Firmware im Nu über das Webinterface aktualisieren.

Tipp 3: Firmware-Update – manuell

Optional stoßen Sie das Firmware-Update auch halb-manuell über den Register-Reiter Firmware-Datei an. Dazu müssen Sie aber vorab die zu Ihrer Fritzbox passende Firmware-Datei entweder von AVMs Firmware-Seite [2] oder von AVMs FTP-Server [3] herunterladen.

Das Firmware-Update lässt sich auch manuell anstoßen, sollte die Fritzbox selbst zum Zeitpunkt des Updates keinen DSL-Zugang haben.
Das Firmware-Update lässt sich auch manuell anstoßen, sollte die Fritzbox selbst zum Zeitpunkt des Updates keinen DSL-Zugang haben.

Tipp 4: Profildatei sichern

Zudem empfiehlt es sich, im Vorfeld mithilfe der Schaltfläche Einstellungen sichern die aktuellen Einstellungen der Fritzbox in Form einer (textbasierten und damit auch für Menschen lesbaren) Profildatei auf der lokalen Festplatte zu speichern.

Die gleiche Funktion versteckt sich noch einmal im Menü System | Einstellungen sichern, denn auch unabhängig von einem geplanten Firmware-Update empfiehlt es sich hin und wieder, die Profildaten zu sichern. Das Profil enthält unter anderem die DSL-Zugangsdaten sowie die WPA-Schlüssel.

Das Sichern Profil-Daten empfiehlt sich nicht nur bei einem Firmware-Update.
Das Sichern Profil-Daten empfiehlt sich nicht nur bei einem Firmware-Update.

Tipp 5: Internen Speicher sichern

Vor jedem Firmware-Update sollten Sie außerdem auch den internen Speicher der Fritzbox sichern. Er enthält Daten wie aufgenommene Sprachnachrichten, Faxe oder Anrufbilder. Das Sichern des internen Speichers klappt am schnellsten mithilfe der NAS-Funktion. Dazu öffnen Sie die URL http://fritz.nas oder IP-Adresse-Fritzbox.nas in einem Webbrowser, aktiviert die Checkboxen bei allen Datei- und Ordnereinträgen und klicken dann auf Übertragen auf den Computer. Damit das Backup funktioniert, muss der verwendete Browser allerdings Java unterstützen. Nach erfolgreichem Update kann das Sichern des internen Speichers auch via SMB erfolgen.

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