Aus LinuxUser 04/2011

Eine Oberfläche für Online- und Offline-Wörterbücher (Seite 2)

Öffnen Sie dazu im Menü Bearbeiten | Wörterbücher den Reiter Gruppen. Im linken Bereich des nun aufgeschlagenen Reiters sehen Sie alle aktiven Wörterbücher und Lexika. Um einige davon einer neuen Gruppe zuzuordnen, legen Sie diese zunächst durch einen Mausklick auf den Button Gruppe hinzufügen und die anschließende Eingabe eines Gruppennamens an (Abbildung 4).

Abbildung 4: Mit Gruppen bringen Sie mehr Übersicht in die Ergebnisse einer Suche.
Abbildung 4: Mit Gruppen bringen Sie mehr Übersicht in die Ergebnisse einer Suche.

Danach ordnen Sie der neu angelegten Gruppe ein eigenes Symbol zu, indem Sie mithilfe eines Klicks auf die Schaltfläche Gruppensymbol: eines der unzähligen vordefinierten Symbole auswählen. Wenn Sie mehrere Gruppen anlegen und diesen die verschiedenen Quellen zuordnen, zeigt die Software diese einzelnen Gruppen in übersichtlichen, horizontal angeordneten Reitern im Programmfenster an. Sie behalten somit insbesondere bei vielen Gruppen stets den Überblick, welche Quelldaten bereits zusammengefasst sind.

Nun ordnen Sie den einzelnen Gruppen die Nachschlagewerke zu, indem Sie diese im linken Fensterbereich markieren und durch einen Klick auf die Schaltfläche > in den rechts angeordneten Gruppenbereich übertragen. Möchten Sie Einträge aus einer Gruppe entfernen, so markieren Sie diese im Gruppenfenster und tragen das entsprechende Wörterbuch oder Lexikon mit einem Klick auf den <-Button aus der Gruppenliste aus (Abbildung 5).

Abbildung 5: Gleichartige Nachschlagewerke sind in Gruppen zusammengefasst.
Abbildung 5: Gleichartige Nachschlagewerke sind in Gruppen zusammengefasst.

Haben Sie die Lexika und Wörterbücher in verschiedene Gruppen sortiert, können Sie zukünftig beim Aufruf eines Begriffs über dem Eingabefeld für das Schlagwort die entsprechende Gruppe durch Auswahl im Auswahlfeld Suchen in: aktivieren. Goldendict sucht den eingegebenen Begriff dann ausschließlich in dieser Gruppe. Damit ist gewährleistet, dass die Suchergebnisse übersichtlich bleiben.

Navigation

Goldendict kommt dank der modernen Webkit-Basis mit einer browserähnlichen und daher ohne langes Einarbeiten bedienbaren Oberfläche daher. Bei Bedarf organisieren Sie die Begriffserklärungen zum Beispiel in unterschiedlichen Tabs. So schalten Sie mit nur einem Mausklick zwischen den Definitionen hin und her, um die verschiedenen Erläuterungen für den Suchbegriff zu vergleichen.

Zum Steuern der Anzeige dient auch eine Buttonleiste, die unter der Menüleiste im Programmfenster horizontal angeordnet ist. Sie ermöglicht nicht nur das schnelle Wechseln zwischen Begriffen mithilfe von Pfeiltasten, sondern vergrößert oder verkleinert auch die gefundenen Definitionen, indem Sie auf eines der drei Lupensymbole klicken.

Möchten Sie Begriffserläuterungen dauerhaft speichern, so können Sie mithilfe eines Klicks auf das Diskettensymbol in der Buttonleiste die kompletten Erklärungen auf die Festplatte ablegen. Dabei sichert Goldendict alle zu einem Begriff gefundenen Definitionen in einer HTML-Datei, die Sie in jedem Browser betrachten können. Bei Inhalten mit Abbildungen oder Fotos sichert die Software diese ebenfalls mit. Verlinkungen, wie sie bei den verschiedenen Wikipedia-Ausgaben üblich, landen dagegen nur bei externen Links ins Internet mit in der Datei.

Audiophiles

Beim Erlernen einer Fremdsprache hilft es oft, zu hören, wie die korrekte Aussprache eines Begriffs lautet. Hier bieten einige Wörterbücher Audiodateien als Hilfe an, die den der betreffenden Ausdruck von Muttersprachlern gesprochen enthalten. Goldendict ist bei vielen dieser Wörterbücher in der Lage, die Audiodateien per Mausklick abzuspielen. Dazu ist es lediglich nötig, die unterschiedlichen Audiodateien in das Unterverzeichnis /usr/share/stardict/dic hineinzukopieren.

Sind Nachschlagewerke in einer kompletten Verzeichnisstruktur abgelegt, wie es beispielsweise bei den DSL-Wörterbüchern der russischen Softwareschmiede Abbyy der Fall ist, so müssen die im WAV-Format vorliegenden Audio-Dateien am gleichen Ort abgespeichert sein wie die DSL-Dateien. Sofern Sie eine eigene Verzeichnisstruktur für die Sounddateien anlegen möchten, so können Sie diese für die Software nutzbar machen, indem Sie im Menü Bearbeiten | Wörterbücher | Quellen | Audio Verzeichnis die entsprechenden Pfade eingeben.

Im Begriffsfeld zeigt Goldendict bestehende Audiodateien durch ein vorangestelltes Lautsprechersymbol an. Wenn Sie die Audiodatei anhören möchten, klicken Sie einfach auf das Symbol in der Buttonleiste des Programmfensters. Sollte trotz angezeigter Lautsprechersymbole keine Wiedergabe erfolgen, so liegt dies in aller Regel an einem fehlerhaft eingestellten Player. Goldendict greift bei der Audio-Wiedergabe auf einen externen Player zu. Im Menü Bearbeiten | Einstellungen | Audio muss im Feld Programm fürs Abspielen von Audiodateien: der korrekte Player eingestellt sein.

Sie können hier jede unter Linux verfügbare Abspiel-Software eintragen, die auf Ihrem System installiert ist. Sofern Sie die automatische Wiedergabe von Sounddateien beim Aufruf entsprechender Wörterbuch-Einträge wünschen, können Sie zudem ein Häkchen vor der Option Wörter im Hauptfenster automatisch aussprechen setzen. Sodann erhalten Sie sofort nach dem Aufruf eines Begriffs die dazugehörigen visuellen wie auch akustischen Informationen.

Fazit

Goldendict bringt endlich Ordnung in den Lexika- und Wörterbücher-Dschungel. Unter einer intuitiven und flott arbeitenden Oberfläche vereint es Online- und Offline-Inhalte. Die Software gefällt jedoch nicht nur durch dieses integrative Konzept, sondern durch die Vielfalt der les- und damit nutzbaren Formate. Durch das inhaltliche Gruppieren der einzelnen Wissensquellen finden Sie die Ergebnisse einfach per Mausklick.

Fremdsprachenlernende wissen außerdem die integrierte Audio-Funktion zu schätzen, die – sofern das entsprechende Nachschlagewerk über Audiodateien verfügt – Begriffe akustisch wiedergibt und damit einer falschen Aussprache oder Betonung vorbeugt. Die ausgereifte Druckfunktionen macht es einfach, in nur einem Arbeitsschritt Begriffsdefinitionen aus unterschiedlichen Quellen auf Papier zu bannen.

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