Aus LinuxUser 11/2009

Neues rund um Linux

Aktuelles

Brandenburger Linux-Infotag 2009 am 21. November

Der 6. Brandenburger Linux-Infotag (BLIT, http://www.blit.org/2009/) setzt am 21. November unter dem Motto „Freiheit zum Anfassen“ den Schwerpunkt auf Linux und freie Software in der Bildung. Die von der Brandenburger BraLUG und der Potsdamer upLUG gemeinsam getragene Veranstaltung findet auf dem Gelände des Instituts für Informatik der Uni Potsdam in Potsdam-Griebnitzsee statt. Neben Vorträgen, Workshops und einer Ausstellung bietet das für Besucher kostenfreie Event eine Menge Gelegenheit, miteinander zu diskutieren. Noch bis Ende Oktober können Sie über die BLIT-Website Vortragsvorschläge einreichen, Anfang November stellen die Veranstalter dann das endgültige Programm zusammen.

Linutop 3 mit vorinstalliertem Xubuntu

Der französische Hersteller Linutop bietet seinen gleichnamigen Mini-PC in Version 3 an (http://www.linutop.com/linutop2/linutop3.de.html). Der energiesparende Linux-Rechner ist zum Beispiel für Büroarbeitsplätze, Internet-Kioske oder zum Betrieb von Anzeigetafeln gedacht. Während andere Hersteller für Mini-Desktops meist auf Intels Atom-CPU setzen, steckt im Linutop 3 ein VIA-C7-Prozessor mit 1 GHz Taktrate. Das lüfterlose Gehäuse misst 235 X 236 x 55 Millimeter, der Rechner wiegt 1,9 Kilogramm. Das Gerät besitzt 2 GByte Flash-Speicher und 1 GByte Arbeitsspeicher, der sich auf 2 GByte aufrüsten lässt. Der Linutop 3 nimmt maximal 20 Watt Leistung auf und kostet 340 Euro.

An Schnittstellen besitzt der französische Nettop sechs USB-Ports, eine serielle Schnittstelle sowie Audio-In/Out. Im Inneren gibt es noch ein PCIe-Platz und zwei SATA-Steckplätze frei. Die eingebaute Gigabit-Ethernetkarte unterstützt das Booten vom Netzwerk via PXE. Der Grafikchip erlaubt Auflösungen bis zu 1920 x 1080 Pixeln und besitzt eine VGA- und einen DVI-Ausgang. Als Betriebssystem ist das hauseigene Xubuntu-Derivat Linutop OS an Bord, das die Desktopumgebung XFCE verwendet. Installiert sind Firefox, Pidgin, Open Office, ein PDF-Viewer sowie der Medienplayer VLC mit Codecs für DivX, MP3, MPEG-1/2/4 und weitere Formate. Die Softwarepakete sind in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch lokalisiert. Der Hersteller gewährt ein Jahr Garantie, was sich gegen Aufpreis auf 3 Jahre erweitern lässt.

Der französische Via-C7-Nettop Linutop3 mit vorinstalliertem Xubuntu bietet eine schlanke Lösung für den Büroarbeitsplatz oder einen Internet-Kiosk.
Der französische Via-C7-Nettop Linutop3 mit vorinstalliertem Xubuntu bietet eine schlanke Lösung für den Büroarbeitsplatz oder einen Internet-Kiosk.

Amarok 2.2 unterstützt externe Datenträger

Das Projektteam hat Amarok 2.2 zum Download freigegeben. Zu den wichtigsten Neuerungen in der jüngsten Version des KDE-Musikplayers (http://amarok.kde.org) gehört die Unterstützung für externe Datenträger. Diese lassen sich nun wie gewohnt der Sammlung hinzufügen, wobei Amarok sämtliche Meta-Informationen auswertet. Zudem spielt „Sunjammer“, so der Codename der Version, auch Videos ab beziehungsweise lädt zum ausgewählten Titel passende Videos von YouTube herunter.

Komplett überarbeitet haben die Amarok-Entwickler das Playlisten-Layout: Es lässt sich nun viel flexibler gestalten und verfügt über neue Sortiermethoden sowie einen Zufallsgenerator. Weitere Änderungen erstrecken sich quer über die grafische Oberfläche des Players – so nutzt etwa die KDE-Jukebox neuerdings eine Brotkrumenstruktur anstelle von Pfaden. Amarok 2.2 steht auf der Projektseite im Quellcode zum Download bereit. Für zahlreiche Distributionen gibt es jedoch bereits fertige Pakete.

Die neue Amarok-Version 2.2 glänzt mit einer komplett überarbeiteten grafischen Oberfläche.
Die neue Amarok-Version 2.2 glänzt mit einer komplett überarbeiteten grafischen Oberfläche.

Shuttle All-in-one mit OpenSuse 11.1

Shuttle (http://www.shuttle.eu) liefert sein nur 3,6 Zentimeter dünnes All-in-one-System X500V jetzt auch mit vorinstalliertem OpenSuse 11.1 aus. Der mit schwarzem oder weißem Gehäuse lieferbare Linux-PC basiert auf Intels Dual-Core-Atom N330 mit 1,6 GHz Taktrate und bringt in der Grundausstattung 1 GByte DDR2-RAM, eine 160-GByte-Festplatte, eine 1,3-Megapixel-Webcam, Cardreader, Mikrofon und Stereo-Lautsprecher mit. Daneben bietet Shuttles All-in-one 6-Kanal-Audio und einen VGA-Ausgang. Alle Komponenten sind im Monitorgehäuse des 15,6-Zoll-Touchscreen-Displays verbaut, das eine Auflösung 1366 x 768 Pixel aufweist.

Mit der Außenwelt nimmt der X500V über eine Gigabit-Ethernet-Schnittstelle sowie ein 802.11n-WLAN-Modul Kontakt auf, Zusatzgeräte lassen sich über fünf USB-2.0-Ports anbinden. Per VESA-Halterung kann man den All-in-one an Monitorarme und Wandhalterungen montieren. Das anschlussfertige Mini-PC-Komplettsystem X500V mit 24 Monaten Bring-in-Service kostet in der beschriebenen Konfiguration rund 530 Euro. Über den Shuttle Systems Configurator (http://www.shuttle.eu/systems) lassen sich gegen entsprechendes Entgelt bis zu 2 GByte Speicher, Festplatten bis 500 GByte sowie ein kabelloses Tastatur/Maus-Set zuordern. Voll ausgebaut wandern für den Shuttle X500V dann knapp 560 Euro über den Ladentisch.

Shuttle offeriert seinen Touchscreen-Mini-PC X500V mit vorinstalliertem OpenSuse 11.1.
Shuttle offeriert seinen Touchscreen-Mini-PC X500V mit vorinstalliertem OpenSuse 11.1.

Kommerzielle Brenn-Alternative

Im Onlineshop der Firma Nero steht seit Ende September Nero Linux 4 für 20 Euro zum Download bereit (http://www.nero.com/deu/linux4.html). Die proprietäre Brennapplikation enthält zusätzlich den parallel zu Nero Linux 4 benutzbaren Wizard Nero Linux Express 4, der Benutzern mit wenig Kenntnissen unter die Arme greifen will. Für OEMs halten die Karlsbader zudem Nero Linux 4 Essentials vor – die Firma erhofft sich hier insbesondere von Netbook-Herstellern Zulauf.

Nero Linux 4 kopiert und brennt Audiodateien und Daten auf CDs und DVDs sowie ISO-9660-Dateisysteme auf Blu-ray-Medien. Bei den Audioformaten kommen zu MP3Pro, Flac und WAV in Version 3 mit Musepack und AIFF zwei neue hinzu. Eine „Smart Detect“ genannte Automatik sucht eigenständig nach Wechsellaufwerken. Im Vergleich zur Windows-Version aus demselben Haus bietet Nero Linux 4 jedoch nur einen Bruchteil der Funktionen an, insbesondere fehlen die Möglichkeiten zur Videobearbeitung.

Die neue Express-Variante erleichtert den Einstieg in Nero Linux.
Die neue Express-Variante erleichtert den Einstieg in Nero Linux.

Neuer Linux-WLAN-Router von Netgear

Der neueste Open-Source-Router aus dem Hause Netgear (http://www.netgear.de) trägt den zungenbrecherischen Namen „RangeMax Wireless-N Gigabit Router mit USB WNR3500L“. Das Gerät lässt sich mit Linux-basierter Firmware wie DDR-WRT, OpenWRT oder Tomato bestücken und macht es damit möglich, eigene Applikationen zu entwickeln und einzubinden. Der WNR3500L basiert auf einem mit 480 MHz getakteten MIPS-74K-Prozessor und bringt neben 8 MByte Flash-Speicher satte 64 MByte RAM mit. Zur Netzwerkanbindung stehen fünf Gigabit-Ethernet-Ports sowie ein 802.11n-Access-Point mit Repeater-Modus bereit. Die drahtlose Verbindung lässt sich mit WPA oder WPA2-PSK verschlüsseln. Ein USB-2.0-Port ermöglicht das Anbinden von USB-Festplatten und Speichersticks.

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