Aus LinuxUser 08/2009

Neues rund um Linux

Aktuelles

Teflon-Handy mit Android

Das auf dem Linuxtag vorgestellte Linux-Handy HTC Hero (http://www.htc.com/de/product/hero/overview.html) basiert auf Android, bringt aber statt dessen Oberfläche das anpassbare Benutzerinterface HTC Sense mit. Das möchte der Handy-Spezialist HTC zukünftig nicht nur auf Android-Geräten, sondern auch auf Smartphones mit Windows Mobile einsetzen. Der Kunde wird damit vom Betriebssystem quasi abgeschottet – ein Trend, der auch im Netbook-Segment zunehmend Einzug hält und den Einsatz von Linux problemloser macht.

Das HTC Hero verfügt über ein berührungsempfindliches 3,2-Zoll-Display mit 480 x 320 Pixeln. Zu den Ausstattungsmerkmalen gehören unter anderem ein GPS-Empfänger, ein Beschleunigungssensor, 802.11b/g-WLAN, Bluetooth 2.0 und eine 5-Megapixel-Kamera. Der integrierte Speicher (288 MByte) lässt sich über eine MicroSD-Karte erweitern. Mit einem 1350-mAh-Akku ausgestattet, hält das Hero laut HTC im Standby 440 Stunden, beim Telefonieren rund 7 Stunden durch. Ein speziell beschichtetes Display macht das Hero laut Hersteller resistent gegen Schmierstreifen und Fingertapser, die mit Teflon beschichte Gehäuseoberfläche soll zudem selbst nach Jahren für ein blütenweißes Aussehen sorgen.

Das HTC Hero soll ab Mitte Juli in Deutschland bei T-Mobile und E-Plus, in Österreich bei T-Mobile erhältlich sein. In der Schweiz, Deutschland und Österreich gibt es das Handy zudem auch im Fachhandel ohne SIM-Lock. Preisangaben für das Gerät lagen zu Redaktionsschluss noch nicht vor.

135 Gramm leicht, 14 Millimeter dünn: Das schlanke HTC Hero läuft mit Android und ist bei diversen Mobilfunkanbietern sowie SIM-Lock-frei im Handel zu haben.
135 Gramm leicht, 14 Millimeter dünn: Das schlanke HTC Hero läuft mit Android und ist bei diversen Mobilfunkanbietern sowie SIM-Lock-frei im Handel zu haben.

Neuer Linux-Router von Linksys

Der Linux-Router WRT54GL der Cisco-Tochter Linksys hat ein Stück Open-Source-Geschichte mitgeschrieben. Nun soll der Linksys WRT160NL (http://www.linksysbycisco.com/US/en/products/WRT160NL) die Nachfolge antreten. Beim OpenWRT-Projekt gibt es auch bereits erste Erfahrungsberichte (http://forum.openwrt.org/viewtopic.php?pid=90363) sowie ein vorläufiges Changeset (https://dev.openwrt.org/changeset/16068) für den neuen Wireless-Router. Der WRT 160NL ist ab sofort lieferbar und kostet rund 75 Euro.

Äußerlich gleicht das 802.11b/g/n-Gerät den anderen Cisco-N-Routern, verfügt aber neben den internen Antennen über zwei zusätzliche externe R-SMA-Antennenanschlüsse. Für drahtgebundene Verbindungen stehen vier 10/100-Mbit/s-Ethernet-Ports zur Verfügung. Der WRT160NL unterstützt WEP, WPA, WPA2 und Radius-Authentifizierung.

Das mit einem 400-MHz-Prozessor und 8 MByte RAM ausgestattete Gerät bietet neben Wireless-Connectivity auch Multimedia-Funktionalität. Dazu dient der integrierte Storage Link, ein Steckplatz für USB-Speichergeräte mit Zusatznutzen. In Kombination mit dem gleichfalls integrierten DNLA-1.5-kompatiblen Media-Server lassen sich beispielsweise Video- oder Musikdateien zu anderen PCs übertragen. Storage Link unterstützt FAT16, FAT32 und NTFS sowohl im Lese- wie auch Schreib-Modus.

Schneller Nachfolger des WRT54GL: Der Linksys WRT160NL auf 802.11n-Basis.
Schneller Nachfolger des WRT54GL: Der Linksys WRT160NL auf 802.11n-Basis.

Sommer-Special: Vier Netbooks zu verschenken

LinuxCommunity möchte wissen, wie schwer der Umstieg auf Linux tatsächlich ist, und verschenkt zu diesem Zweck vier Netbooks (http://www.linux-community.de/Community/Sommer-Spezial). Für eines der vier Geräte kann sich jeder bewerben, der mindestens 18 Jahre alt ist, Linux bislang nur kaum oder überhaupt nicht genutzt hat. Die Kandidaten müssen auf den Netbooks drei Monate lang ausschließlich Linux benutzen und auf LinuxCommunity.de über den Umstieg bloggen. Nach Abschluss der Aktion dürfen sie die Geräte behalten.

Die von der Redaktion und den Lesern von LinuxCommunity.de ausgewählten Teilnehmer erhalten zudem ein Community.de-Jahresabo der Zeitschriften EasyLinux und LinuxUser im Wert von über 100 Euro und haben somit Zugriff auf sämtliche Artikel aus dem Archiv von EasyLinux und LinuxUser. Wer Lust hat, an der Aktion teilzunehmen, schickt bis spätestens Ende Juli eine E-Mail mit dem Betreff „3 Monate ohne Windows“ an die Adresse mailto:redaktion@linux-community.de. Die E-Mail sollte eine kurze Selbstbeschreibung mit Altersangabe und ein aktuelles Foto des Bewerbers enthalten.

Gutes Umstiegsargument für Einsteiger: Wer von Windows zu Linux wechseln möchte, kann ein solches Netbook geschenkt bekommen.
Gutes Umstiegsargument für Einsteiger: Wer von Windows zu Linux wechseln möchte, kann ein solches Netbook geschenkt bekommen.

Kommerzielle Scansoftware für Linux

Vuescan (http://www.hamrick.com), eine kommerzielle Scan-Software, die auch unter Linux läuft, gibt es nun in deutscher Sprache. Bestehende Vuescan-Nutzer erhalten ein freies Upgrade auf die deutsch lokalisierte Variante. Die Multicore-fähige Software unterstützt mehr als 1200 Scanner, funktioniert auf drei Plattformen und hat angeblich 170.000 Kunden weltweit. Die aktuelle Version 8.5.18 stammt vom 26. Juni und fixt kleinere Probleme mit Canon-Scannern und mit dem Aufwärmen von Lampen bei einigen HP- und Avision-Geräten. Zukünftig soll sie auch OCR beherrschen und mehrere zufällig auf dem Scanner platzierte Fotos erkennen. Die Standardausgabe der Software kostet etwa 28 Euro, die Pro-Version rund 57 Euro.

Fluendo verkauft DVD-Player für Linux

Neben LinDVD gibt es nun einen zweiten DVD-Player unter Linux, der mit dem Segen der DVD CCA verschlüsselte DVDs abspielt: Fluendo hat ein noch ausstehendes Zertifikat von Dolby erhalten und darf nun offiziell den DVD-Player verkaufen, den das Unternehmen bereits seit einiger Zeit auf der Webseite ankündigt (http://www.fluendo.com/shop/product/fluendo-dvd-player/). Er kostet 20 Euro, kommt mit DVDs aus verschiedenen Regionen zurecht, unterstützt DVD-Menüs, Untertitel, verschiedene Sprachspuren und verschlüsselte DVDs.

Kommerzielle DVDs sind meist mit dem Content Scrambling System CSS verschlüsselt. Jedes Gerät und jede Software, die solche Disks abspielen wollen, benötigen die offiziellen Schlüssel der DVD Copy Control Association, die im Jahr 5200 US-Dollar kosten. Das kann sich kein Open-Source-Projekt leisten, die Folge: Linux-Anwender dürfen mit freier Software ihre gekauften DVDs nicht ansehen. Viele Nutzer umgehen das Problem gern mittels der Bibliothek Libdvdcss2, deren Einsatz jedoch in Deutschland illegal ist.

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1 Kommentar auf "Neues rund um Linux"

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Bei Amazon kostet er 459 Euro.
http://www.amazon.de/HTC-Smartphone-Vertrag-Branding-Simlock/dp/B002FHF8LW/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=ce-de&qid=1248643276&sr=8-1

Ist aber noch nicht lieferbar.
Mal sehen wie die Telefonqualitäten sind, wenn die gut sind – beim iphone sind die mies – könnte das in ein paar Jahren mein neues Handy werden. Dann werde ich es mir für 150 Euro kaufen.