Aus LinuxUser 07/2009

Neues rund um Linux

Aktuelles

LUG-Camp feiert 10. Geburtstag

Seit dem Jahr 2000 kennen einige Linux-Fans am Himmelfahrts-Wochenende nur ein Ziel: Das LUG-Camp (http://www.lug-camp.org). Als Treffen von Linux-Usergroups aus dem gesamten deutschsprachigen Raum hat sich die Community-Veranstaltung, bei der es nicht ausschließlich um Vorträge und Workshops, sondern vor allem um den Spaß und persönlichen Kontakt geht, inzwischen fest etabliert: Jedes Jahr treffen sich zwischen 100 und 150 Linux-Fans teils mit, teils ohne ihre Familien zum Fachsimpeln, Chillen und Feiern.

Das von den LUGs Allgäu und Augsburg 2000 aus der Taufe gehoben Event feierte dieses Jahr am Alpsee bei Immenstadt sein zehnjähriges Jubiläum. Als Highlight der Veranstaltung fand die Uraufführung der offiziellen Veranstaltungshymne statt, des LUG-Camp-Blues. Das unter der Creative-Commons-Lizenz stehende Stück führte der Komponist Alf zusammen mit einer extra für das diesjährige Jubiläums-Camp engagierten Band in Weltpremiere auf.

Die Zukunft des LUG-Camps ist gesichert: Im nächsten Jahr richtet die LUSC aus Schwabach das Event aus, anschließend folgen 2011 die LUG Switzerland und 2012 erneut die LUG Flensburg. Wer also einmal eine Linux-Veranstaltung der etwas anderen Art erleben und eine Menge Spaß haben möchte, der sollte sich unter http://www.lug-camp-2010.de sicherheitshalber schon einmal für Himmelfahrt 2010 anmelden: Die Teilnehmerzahl ist auf 120 begrenzt. (Mike Schulte)

Am Himmelfahrts-Wochenende ging das LUG-Camp – ein Treffen von LUGs aus dem gesamten deutschsprachigen Raum – zum zehnten Mal über die Bühne.
Am Himmelfahrts-Wochenende ging das LUG-Camp – ein Treffen von LUGs aus dem gesamten deutschsprachigen Raum – zum zehnten Mal über die Bühne.

Für Schüler: Dell-Netbook Latitude 2100

In seiner Business-Reihe Latitude bietet Dell ab sofort ein neues 10,1-Zoll-Netbook an, das einerseits auf Schüler zugeschnitten wurde, andererseits aber auch den Bedarf von geschäftlichen Mobilnutzern abdecken soll. Das Latitude 2100 mit gummibeschichtetem Gehäuse und Lehrer-ablesbarer WLAN-Kontrollleuchte im Deckel gibt es in fünf verschiedenen Farben. Es kostet in der Minimalausstattung mit vorinstalliertem Ubuntu 8.10 „Intrepid“ 332 Euro. Für die Ausstattung mit XP Home fällt ein Aufschlag von 36 Euro an, für Vista Home Basic wird das Doppelte fällig.

Im Inneren des 1360 Gramm leichten Geräts mit den kompakten Maßen 26,5 x 19 x 2/4 Zentimeter (vorne/hinten) versieht ein Atom N270 mit 1,6 GHz Taktrate, 512 KByte L2-Cache und 533-MHz-FSB seinen Dienst. Der integrierte Arbeitsspeicher von 1 GByte Dual-Channel-DDR2 lässt sich über einen einzelnen Steckplatz maximal verdoppeln. Für die Grafik zeichnet ein Intel-GMA950-Chipsatz verantwortlich, die Bildschirmauflösung beträgt 1024 x 576 Pixel. Als Massenspeicher steht eine 80-GByte-SATA-Disk zur Verfügung, Speicherkarten liest ein 3-in-1-Reader aus. Die Schnittstellenausstattung umfasst 3 USB-2.0-Ports, einen VGA-Anschluss sowie Mikrofon- und Audio-out-Buchsen. Für die Anbindung nach außen sorgen ein Triplespeed-Ethernet-Interface, 802.11b/g-WLAN und optional Bluetooth. Der Drei-Zellen-Akku des Geräts speichert laut Hersteller genügend Leistung für eine Laufzeit von rund drei Stunden.

Der über den Dell-Webshop erhältliche Latitude 2100 lässt sich mit zahlreichen Optionen nachrüsten: verdoppelter L2-Cache und Arbeitsspeicher, 6-Zellen-Akku, Touchscreen mit Webcam, Festplatten bis 250 GByte Kapazität, 802.11a/g/n-WLAN und Bluetooth. Im Vollausbau kostet die Linux-Variante dann 637 Euro. Zusätzlich offeriert Dell zahlreiche Support-Optionen mit Laufzeiten zwischen einem und fünf Jahren zu Preisen zwischen 31 und 100 Euro.

Dells Gummitier Latitude 2100: Das stoßsicher überzogene Netbook mit Ubuntu "Intrepid" ist vor allen Dingen für Schüler gedacht.
Dells Gummitier Latitude 2100: Das stoßsicher überzogene Netbook mit Ubuntu „Intrepid“ ist vor allen Dingen für Schüler gedacht.

Longene macht Linux Windows-kompatibel

Das chinesische Longene-Projekt (http://www.longene.org/en/) zielt darauf ab, den Linux-Kernel binärkompatibel zu für Windows entwickelten Anwendungen und Treibern zu machen. Ende Mai hat es das Release 0.2.4 des Linux Unified Kernel (LUK) herausgegeben. Dabei handelt es sich um eine Reihe von Kernel-Patches, die Windows-Syscalls in Linux integrieren, sowie um Kernel-Module, die sich um das Management von Objekten, Prozessen und Threads, um Memory-Management und Registry, die Synchronisation und anderes mehr kümmern. Dabei übernehmen die Entwickler soweit als möglich Funktionen aus Projekten wie Wine oder ReactOS.

Die neue LUK-Version portiert die File-Management-Funktionen mit einem einheitlichen Interface in den Kernel und beseitigt einige Bugs des Vorgängers beim Registry-Management. Mit diesen Verbesserungen sollen laut dem Projekt Windows-Applikationen jetzt unter LUK schneller laufen als unter Wine. Zur leichteren Installation fasst das Release 0.2.4 außerdem die notwendigen Dateien als leicht installierbares RPM- beziehungsweise DEB-Paket zusammen.

Weitere Informationen zu LUK/Longene finden Sie bei Interesse in der englischsprachigen Wikipedia unter http://en.wikipedia.org/wiki/Linux_Unified_Kernel.

Red Hat stoppt Microsoft

Im Februar kaufte das schweizerische Bundesamt für Bauten und Logistik Microsoft-Lizenzen für Desktops im Wert von rund 25 Millionen Euro – ohne öffentliche Ausschreibung, weil es angeblich keine Alternativen zu den Microsoft-Produkten gab. Daraufhin reichten Red Hat und 17 weitere Open-Source-Firmen Beschwerde beim schweizerischen Bundesverwaltungsgericht ein. Das stoppte die Beschaffung prompt mit einer einstweiligen Verfügung (http://tinyurl.com/lu0907-nzz) – nun muss der Auftrag vermutlich doch noch öffentlich ausgeschrieben werden.

Mehr als 100 neue Effekte für Gimp 2.6

Über die Gimp FX Foundry (http://gimpfx-foundry.sourceforge.net) statten Sie Gimp 2.6 mit 117 zusätzlichen Skripten aus, die den Bildern teils spektakuläre Effekte angedeihen lassen. Dazu zählen etwa das „Roy Lichtenstein Effect Script“, das Bilder im Stil des Pop-Art-Künstlers aufbereitet und das „Planet Render Script“, das einen Planeten generiert, dessen Größe und Lichteinstrahlung Sie selbst bestimmen. Das „Old Photo Script“ verleiht aktuellen Fotos einen altertümlichen Touch. Die Skripte laden Sie als Tarball herunter, den Sie ins Verzeichnis ~/.gimp-2.6/scripts entpacken. Nach dem Start von Gimp 2.6 und dem Auffrischen der Skripteinindung finden Sie die neuen Effekte unter dem Menüpunkt Fx Foundry.

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