Aus LinuxUser 01/2009

Distribits

Debian Installer als Release Candidate

Das Debian-Entwicklerteam (http://www.debian.org) hat den ersten Release-Candidate des Debian-Installers für die kommende Version 5.0 der Distribution fertiggestellt. Damit rückt auch die Freigabe von Debian 5.0 ein Stück näher. In den letzten Monaten hatte es so ausgesehen, als würde Debian 5.0 nicht vor Mitte 2009 erscheinen.

In der aktuellen Version erleichtert das Installationsprogramm das Einrichten von Debian auf zahlreichen NAS-Geräten auf Basis von ARM-Prozessoren. Auch an der Installation von Debian von Live-CDs aus haben die Entwickler gefeilt: So klappt jetzt das Einspielen von Firmware während der Installation, auch wenn diese sich auf Wechselmedien befinden.

Unter http://debian.org/devel/debian-installer finden Sie die aktuelle Version des Installers zum Ausprobieren. Die Debian-Entwickler warnen ausdrücklich, dass das Programm noch einige Fehler enthält.

OpenSuse 11.1 liest Fingerabdrücke

Die vierte Beta-Version von OpenSuse 11.1 (http://www.opensuse.org) unterstützt eine große Zahl von Fingerabdruckscannern. Sie verwalten diese über ein eigenes YaST-Modul. Das ermöglicht es, sich sowohl in der grafischen Umgebung als auch in einer Konsole per Fingerabdruck anzumelden.

Die aktuelle Beta enthält darüber hinaus Kernel 2.6.27.4, den Desktop Gnome 2.24.1, OpenOffice 3.0, KOffice 2.0 Beta2, Evolution 2.24.1, Banshee 1.3.3, Virtualbox 2.0.4, Mono 2.0.1 und die Remote-Desktop-Lösung Nomad. Letztere erlaubt es, Desktopsitzungen verschlüsselt übers Netz auf einen anderen Rechner zu übertragen. Dabei kommt die Hardwarebeschleunigung des Clients zum Einsatz, sodass auch Desktop-Effekte funktionieren.

Geht alles glatt, erscheint OpenSuse 11.1 am 18. Dezember 2008. Die aktuelle Testversion steht für x86-, x86_64- und PowerPC-Systeme auf der Homepage von OpenSuse und zahlreichen Spiegelservern zum Download bereit.

Mint mit Fluxbox

Unter dem Namen Linux Mint 5 Fluxbox (http://www.linuxmint.com/blog/?p=404) gibt es eine neue Mint-Variante (http://www.linuxmint.com), die auf den sparsamen Windowmanager Fluxbox setzt. Die Entwickler nahmen Linux Mint 5 samt seiner Tools, wie MintInstall, MintWifi, MintBackup und MintConfig und ergänzten das System um ressourcenschonende Programme für die tägliche Büroarbeit.

Als Browser liegt Firefox 3 bei, als Mailprogramm Sylpheed. Pidgin bedient das Instant Messaging, GPRS EasyConnect verwaltet GPRS-Verbindungen. Für die Büroarbeit sind Abiword und Gnumeric dabei, Orage dient als PIM-Programm. Für Multimedia-Inhalte zeichnet MPlayer verantwortlich; als Brennprogramm dient Brasero. Bilder bearbeiten Sie mit Gimp; GPicview arbeitet als einfacher Bildbetrachter.

Dateien verwalten Sie mit Thunar, die Fuse-SMB-Tools kümmern sich um das Filesharing im Netz. Catfish bietet eine übersichtliche Oberfläche für verschiedene Desktop-Suchprogramme. Um die Paketverwaltung kümmert sich Synaptic, mit EnvyNG gelingt die Installation von Grafikkartentreibern für Nvidia- und ATI-Grafikkarten.

Dank Fluxbox läuft Linux Mint auch auf schwacher Hardware.
Dank Fluxbox läuft Linux Mint auch auf schwacher Hardware.

Mandriva mit XFCE

Mitglieder der Mandriva-Nutzergemeinde haben Mandriva Linux 2009 XFCE Live (http://wiki.mandriva.com/en/XFCELive2009) auf Basis von Mandriva Linux 2009 zusammengestellt. Das System verwendet Mandriva One als Grundlage, basiert auf Kernel 2.6.27 und nutzt XFCE 4.4.2 als Desktop. Für die Arbeit im Büro liegt OpenOffice bei, als PIM-Software dient Orage, als PDF-Betrachter EPDFview.

Der Instant-Messenger Pidgin, Claws-Mail und Firefox sind für den Zugriff auf Internet-Dienste ebenso dabei wie das VoIP-Programm Ekiga. Für das Bearbeiten von Bildern bringt die Distribution Gimp, Gthumb und Ristretto mit. Zum Abspielen multimedialer Inhalte dienen Xfmedia, Exaile, Tvtime und Totem.

Mandriva Linux 2009 XFCE Live bringt alle Sicherheitsaktualisierungen von Mandriva 2009 bis zum 23. Oktober mit. Mittels grafischem Installer heben Sie das System auf die Festplatte und ergänzen es dann gegebenenfalls mit Programmen aus dem Mandriva-Pool.

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