Aus LinuxUser 10/2006

KDE-News

OpenSuse 10.2: Neue KDE-Erfahrung

In seinem Blog gibt KDE-Entwickler und Suse-Mitarbeiter Stephan Binner erstmals Details zu einem neuartigen Startmenü für KDE preis. Die von Suse-Mitarbeitern entwickelte Erweiterung Kickoff soll erstmals in der kommenden Version von OpenSuse das bisherige K-Menü ablösen.

Das Menü präsentiert sich beim Öffnen stets aufgeräumt und enthält lediglich die beliebtesten Anwendungen, eine Suchleiste sowie eine handvoll Schaltflächen. Mit ihnen kann man zu anderen Ansichten springen, die etwa die zuletzt genutzten Programme, alle Peripheriegeräte oder eine Auswahl aller Programme zeigen. Trickreich ist auch die Suchfunktion: Sie integriert nicht nur eine Internet-Suche, sondern verwendet zusätzlich zum Auffinden lokal gespeicherter Inhalte die Desktop-Suche Beagle.

Auf dem Weg zu dem runderneuerten Menü haben die SUSE-Entwickler sowohl das bestehende KDE-Startmenü als auch das von Novell für den SUSE Enterprise Server 10 entwickelte Gnome-Hauptmenü sowie das Startmenü von Windows Vista analysiert und verschiedene Usability-Studien mit Probanden vorgenommen.

Den offiziellen Releases der KDE-3-Serie bleibt das K-Menü weiter erhalten, Kickoff wird es erst in KDE 4 ersetzen. Wer jetzt schon einen Blick auf die Neuentwicklung erhaschen will, kann sich über eine unter http://home.kde.org/~binner/kickoff/sneak_preview.html von Binner bereitgestellte Flash-Demo einen ersten Eindruck verschaffen.

Das vollkommen neue KDE-Menü Kickoff soll Anwendern helfen, ihre Programme und Daten schnell wiederzufinden.
Das vollkommen neue KDE-Menü Kickoff soll Anwendern helfen, ihre Programme und Daten schnell wiederzufinden.

Diggen mit Konqueror

Der Onlinedienst Digg.com ermöglicht es jedermann, Hinweise auf interessante Beiträge im Web einzusenden. Finden auch andere Leute die gleiche Webseite interessant, so können sie sie auf die Favoritenliste des Webdienstes befördern. So bleiben dort nur populäre Beiträge übrig.

Ein Konqueror-Plugin er möglicht es nun, interessante Links direkt aus dem Browser an Digg.com zu übersenden, ohne dazu ein neues Browserfenster öffnen zu müssen. Die zu Redaktionsschluß aktuelle Version 1.01 überprüft dabei zurzeit noch nicht, ob eine URL bereits an Digg.com übermittelt wurde. Dies ist jedoch für kommende Versionen geplant.

Das Plugin liegt auf der Projektseite (http://code.google.com/p/konqplugindigg/) bislang nur im Quellcode vor und lässt sich mittels des klassischen Dreisprungs ./configure && make && make install übersetzen.

Das Digg-Plugin residiert in Konquerors Statusleiste und erlaubt die Übersendung der aktuellen Seite.
Das Digg-Plugin residiert in Konquerors Statusleiste und erlaubt die Übersendung der aktuellen Seite.

Ersatzdroge für Norton-Fans

Viele Anwender lieben den Norton Commander aufgrund seines flexiblen Interfaces mit seiner typischen Fensterzweiteilung. So entstand für Linux mit dem Midnight Commander eine Klon der Software.

Im Zeitalter der grafischen Oberflächen schickt sich der Beesoft Commander an, das Bedienkonzept wieder aufleben zu lassen. Das Programm startet sehr schnell und gibt sich auch im Betrieb äußerst flink. Als Betriebssprachen lassen sich neben Englisch auch Deutsch, Spanisch, Polnisch und Russisch verwenden. Alle wichtigen Dateioperationen erreicht man über die Funktionstasten. Neben der Verwaltung von lokalen Verzeichnissen beherrscht er auch den Umgang mit Dateien auf FTP-Servern.

Pakete für Suse, Debian, Fedora, Gentoo und andere Distributionen sowie der Quelltext liegen auf der Projekt-Homepage unter http://www.beesoft.org/download_bsc.html zum Download bereit.

Peter Norton lässt grüßen: Der Beesoft Commander vereint viele Shortcut-gebundene Features in der typischen Zwei-Spalten-Ansicht.
Peter Norton lässt grüßen: Der Beesoft Commander vereint viele Shortcut-gebundene Features in der typischen Zwei-Spalten-Ansicht.

Erneuter Anlauf für 3D-Grafik unter X.org

Der Trolltech-Entwickler Zack Rusin, der bereits mit der Beschleunigungsarchitektur Exa für Aufsehen sorgte, hat mit Glocose einen Weg gefunden, 2D-Zeichenoperationen über die OpenGL-Schnittstelle der Grafiktreiber zu beschleunigen. Im Gegensatz zu Exa ist es dabei nicht notwenig, jeden Grafikkartentreiber einzeln modifizieren, was die Erweiterung vor allem für Benutzer von propritären Treibern von ATI oder NVidia attraktiv macht.

Glucose basiert auf Code des Xgl-Servers, der einen kompletten Huckepack-X-Server zur Verfügung stellt und dessen Ausgaben die OpenGL-Schnittstelle des eigentlichen X-Servers rendert. Daher habe er keinen Code duplizieren müssen, so Rusin. Wann die Technologie Einzug in den X.org-Server findet, ist jedoch bislang unklar. Wird sie ein Erfolg, so könnte sie Xgl selbst überflüssig machen, denn auf einigen Grafikchips laufen Anwendungen, die selber OpenGL oder X-Video benötigen, auf Xgl nur sehr langsam.

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