Aus LinuxUser 07/2006

Hardware-News (Seite 2)

Der Administrator weist laut Novell künftig bei den Enterprise-Produkten YaST einfach an, eine weitere Quelle („Add-on“) für Updates anzusteuern. Das darf eine CD oder eine URL sein – je nachdem, was Händler ihren Kunden anbieten. Den Rest bezeichnet Novell als Magie.

Über die Metadaten des Kernel Application Binary Interface (KABI) erfährt YaST, welcher Treiber mit welcher Kernel-Version kompatibel ist. Bei einem Kernel-Update prüft YaST die Metadaten. Passt der Treiber nicht mehr, zieht YaSt das „Add-on“ zu Rate, um dort möglicherweise einen aktuellen Treiber vorzufinden. Ist einer vorhanden, folgt die Installation.

Hinter dem vermeintlich magischen Update stecken Novells Partner – etwa HP, IBM und NEC – die versuchen, das Add-on-Repository bei Kernel-Änderungen rasch mit angepassten Treibern zu bestücken. Als Leitfaden für neugierig gewordene Zauberlehrlinge dient ein Wiki zum Partner Linux Driver Process ( http://developer.novell.com/wiki/index.php/Category:Partner_Linux_Driver_Process).

Firefox im Firmenlook

Das Firefox Client Customization Kit (CCK) erlaubt es Unternehmen und ambitionierten Benutzern, den Browser individuell anzupassen. Mit dem Kit (http://www.mozilla.org/projects/cck/firefox/) bekommt etwa die Titelleiste einen neuen Eintrag. Logos und Startseite des Browsers dürfen gewechselt und eigene Hilfemenüs kreiert werden. Erfordert der Firmeneinsatz bestimmte Plugins, bereitet deren Vorinstallation keine Probleme. Ein alternativer Eintrag für eine Suchmaschine eigener Wahl lässt sich ebenfalls bewerkstelligen.

Zu beachten sind beim Tuning aber die Mozilla-Lizenzen für Browser und Kit. Als Faustregel für einen unbedenklichen Einsatz gilt: Die angepasste Version darf das Unternehmen nicht verlassen. Jeder andere Einsatz oder der Vertrieb außerhalb bedarf der Prüfung. Für das CCK gilt die Mozilla Public License http://www.mozilla.org/MPL/. Weitere in Frage kommende Lizenzen hat die Organisation auf einer eigenen Webseite http://www.mozilla.org/foundation/trademarks/ zusammengetragen.

CUPS 1.2 bringt Neues

Mit über 90 Änderungen gegenüber der Vorversion haben die Entwickler das Common Unix Printing System (CUPS) in Version 1.2 auf den Weg gebracht. Die Unterstützung für IPv6 zählt dazu, auch wenn die Evolution des Internet Protocol derzeit kaum eine Rolle spielt. Das überarbeitete Web-Interface dürfte den Administratoren aber sofort auffallen – und je nach Hardware-Ausstattung auch, dass CUPS Plug-and-Print-Support für viele lokale und im Netzwerk arbeitende Drucker mitbringt. Die Entwickler haben alle neuen Funktionen und Verbesserungen in einer langen Liste http://www.cups.org/documentation.php/whatsnew.html zusammengetragen. Interessierte finden den Source-Code von CUPS 1.2 beim Projekt zum Herunterladen http://www.cups.org/software.php.

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