Aus LinuxUser 03/2006

Firefox mit Addons erweitern

Baukasten-Prinzip

Addons verwandeln den Browser Firefox in eine maßgeschneiderte Anwendung. Ob Wettervorhersagen oder Turbolader für das WWW – für jeden Fall stellt die Community ein Plugin bereit.

Was unterscheidet den freien Webbrowser Firefox von Konkurrenten wie dem Internet Explorer? Neben dem quelloffenen Code fallen in erster Linie die Erweiterungen ins Auge. Diese verfeinern den Browser und passen ihn bis ins Detail an Ihre Bedürfnisse an.

Anlässlich der Firefox-Version 1.5 nehmen wir die nützlichsten Module für Sie unter die Lupe. Im Kreise der getesteten Erweiterungen finden sich Tools mit unterschiedlichen Aufgaben, um Ihnen ein rundes Bild der Welt der Browser-Erweiterungen zu präsentieren.

Nach dem Herunterladen und Installieren des aktuellen Browsers von der Homepage [1], der Heft-CD oder, soweit verfügbar, aus den Ressourcen Ihrer Distribution, öffnen Sie den Erweiterungsmanager (Abbildung 1). Sie erreichen ihn über das Menü ExtrasErweiterungen. Hier verwalten Sie an einer zentralen Stelle die Plugins.

Abbildung 1: Der Erweiterungs-Manager des Firefox zeigt Ihnen die installierten Extensionen.
Abbildung 1: Der Erweiterungs-Manager des Firefox zeigt Ihnen die installierten Extensionen.

Aus alt mach neu

Wenn Sie bereits im Firefox der Baureihe 1.0 einige Erweiterungen besitzen, sagt Ihnen der Browser nun in der Regel, ob die Module kompatibel mit der Version des Browsers sind. Ist dies nicht der Fall, klicken Sie auf den Button Updaten am unteren Fensterrand des Erweiterungsmanagers. Das Programm schaut nun auf der Projektseite, ob es neuere Versionen der Module zur Installation findet. Jetzt bedarf es nur noch eines Neustarts des Webbrowsers, um die Tools zu aktivieren.

Entdeckt Firefox keine funktionierenden Extensionen, bleiben die alten deaktiviert, bis ein Update vorliegt oder Sie sie händisch deinstallieren. Sollte es dennoch zu Problemen wie einem Programmabsturz kommen, weil der Browser ein inkompatibles oder defektes Modul akzeptiert, hilft ein Start im abgesicherten Modus, dem Safe Mode, mit dem gleichnamigen Parameter in der Kommandozeile: firefox -safe-mode.

In diesem Modus sind, neben den Themes[5], alle Erweiterungen deaktiviert. Sie deinstallieren sie dann bei Bedarf über den Erweiterungsmanager.

Neues Material

Falls Ihr Firefox bisher noch ohne Zubehör arbeitet, bietet sich ein Besuch auf der entsprechenden Firefox-Website [2] für Addons an. Sie erreichen diese ebenfalls über den Erweiterungsmanager mit dem Link Erweiterungen herunterladen. In einer Liste sehen unter anderem die zehn beliebtesten Addons.

Auf der linken Seite steht eine thematische Gliederung, von Blogging-Extensionen über Download-Tools bis hin zu Werkzeugen zum Sichern der Privatsphäre im Internet. Neben dieser Website finden sich noch verschiedene Alternativprojekte, die Erweiterungen für den Browser anbieten, so zum Beispiel der Extension Mirror [3] oder eine duetschsprachige Site [4].

Werbefrei dabei

Beginnen wir unsere Reise mit einem Plugin, das viele Web-Seiten überhaupt erst genießbar macht: Adblock. Der Name leitet sich vom englischen Begriff Advertisement ab, der für Werbung, Propaganda steht. Es blockiert Elemente wie Werbegrafiken und aufdringliche Banner (Abbildung 2 und Abbildung 3). Sie finden es für gewöhnlich in der Liste der zehn beliebtesten Addons.

Abbildung 2: Eine Website ohne den Werbe-Blocker Adblock, die den Betrachter durch großflächige Banner ablenkt.
Abbildung 2: Eine Website ohne den Werbe-Blocker Adblock, die den Betrachter durch großflächige Banner ablenkt.
Abbildung 3: Die selbe Website mit Adblock. Vollkommen werbefrei.
Abbildung 3: Die selbe Website mit Adblock. Vollkommen werbefrei.

Die Installation geht sehr einfach von der Hand. Auf der Adblock-Website [6] klicken Sie auf den Link Install Now. Daraufhin öffnet sich das Fenster der Software-Installation (Abb. 4).

Abbildung 4: Mit diesem Fenster installieren Sie den Adblock.
Abbildung 4: Mit diesem Fenster installieren Sie den Adblock.

Ein Druck auf den Button Installieren setzt die Installation in Gang. Nach einem Neustart des Browsers zeigt sich Adblock einsatzbereit. Falls die Prozedur nicht gelingt, überprüfen Sie im Firefox unter BearbeitenEinstellungenInhalt die zur Software-Installation freigegebenen Web-Seiten (Abbildung 5). Denken Sie aber bitte daran, dass Sie im Sinne der Sicherheit die Software nur aus zuverlässigen Quellen beziehen sollten.

Abbildung 5: Hier verwalten Sie die zur Software-Installation berechtigten Websites.
Abbildung 5: Hier verwalten Sie die zur Software-Installation berechtigten Websites.

Eine weitere Möglichkeit, um den Werbeblocker einzubinden, besteht darin, die Erweiterungsdatei herunterzuladen und anschließend via Drag and Drop zu installieren. Dazu genügt ein Klick mit der rechten Maustaste auf den Link Install Now und die Auswahl des Menüpunktes Ziel speichern unter.., um die Extension mit der Dateiendung xpi auf der Festplatte zu sichern. Im nächsten Schritt ziehen Sie diese Datei zum Beispiel aus dem Dateimanager Konqueror in das Hauptfenster des Firefox, um die Software-Installation zu beginnen.

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