Aus LinuxUser 05/2005

Bilder in Konqueror über das Kontext-Menü konvertieren (Seite 2)

Abbildung 2: Das Hauptmenü von Kim ist per Rechtsklick auf eine Bilddatei erreichbar.
Abbildung 2: Das Hauptmenü von Kim ist per Rechtsklick auf eine Bilddatei erreichbar.

Erweiterungsmöglichkeiten

Da es sich bei den Menüeinträgen um einfache Shell-Funktionen handelt, können Sie natürlich auch selbst Hand anlegen und Einträge verändern oder erstellen. Benutzen Sie zum Beispiel auf Ihrer Homepage oft Bilder im Format 350 x 500, dann ergänzen Sie einfach die Datei kimgsm_compressandresize.desktop um einen entsprechenden Eintrag. Das eigentliche Skript (bin/kimgsm_webexport) müssen Sie dazu nicht ändern.

Erstellen Sie des öfteren aus Bildern Videos, die Sie am Fernseher betrachten wollen, lohnt es sich, die entstprechenden Grafiken zunächst auf das PAL-übliche Format von 768×576 Pixel zu verkleinern. Auch dazu legen Sie einen eignen Eintrag im Menü Compress and Resize an und verknüpfen diesen mit dem Eintrag zum Erstellen eines Movies. In Kasten 1 finden Sie ein Beispiel dazu. Kim zeigt während des arbeitsintensiven Vorganges keine Statusanzeige an. Mit dem Befehl top können Sie aber verfolgen, welches Programm gerade welche Schritte durchführt. Auf einem Centrino-Prozessor mit 1,4 GHz dauerte das Erstellen einer Dia-Show mit 30 Bildern rund 15 Minuten.

Kasten 1: Film im PAL-Format erstellen

[Desktop Action WebExp75800]
Name=Pal-Movie: 768x576 at 75 %
Name[de]=Film im Pal-Format : 768x576 bei 75 %
Icon=tgz
Exec=kimgsm_webexport 768x576 %D %U && images2mpg -T /tmp -d
`kdialog --inputbox "Choose duration of each image (sec):" 3`  -t
`kdialog --inputbox "Choose transition speed:" 5` -o
`kdialog --getsavefilename %d *.mpg` -i %U

Fazit

Das KDE Image Menu erweitert den Dateimanager Konqueror um nützliche Funktionen für grundlegende Bildbearbeitungsschritte. Die Kontextmenüeinträge machen auch komplizierte und rechenintensive Aufgaben, wie das Erstellen einer Diashow im MPEG-Format, zu einem Kinderspiel. Ergänzt der Entwickler die aktuelle Version noch um die Möglichkeit, die benötigten Softwarepakete zu überprüfen, wird Kim zu einer echten Alternative für die großen Bildbearbeitungsprogramme.

Kasten 2: MPEG-Videos erstellen

Nehmen wir an, Sie haben ein Verzeichnis mit 100 Bildern im JPEG-Format, die eine Auflösung von 2048 mal 1536 Pixel (ca. 3 Megapixel) aufweisen. Aus den 25 schönsten wollen Sie nun ein MPEG-Video erstellen: Eine Diaüberblendshow, die Sie auf eine Video-CD brennen möchten.

Idealerweise liegen die 25 ausgewählten Bilder allesamt im Querformat vor, Bilder im Hochformat funktionieren aber auch. Markieren Sie die Bilder, die Sie für das Video benutzen möchten, mit gedrückter [Strg]-Taste in Konqueror. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eines der markierten Bilder und wählen Sie Aktionen / Kim – Convert and Rotate /Convert to PNG. Kim erstellt darauf aus den JPG-Dateien Kopien im PNG-Format. Aus diesen Kopien soll Kim nun den Film erstellen.

Markieren Sie dazu die 25 neu erstellten PNGs anstelle der original JPGs und wählen Sie aus dem Kontextmenü den Punk Aktionen / Kim – Compress and Resize / Resize (640×480 pixels). Klicken Sie nun mit der rechten Maustaste auf eine der markierten Dateien und wählen Sie den Menüpunkt Aktionen / Kim – Plugins / Make a Mpeg movie.

Kim fragt Sie danach in drei Dialogen nach der Anzeigedauer und Überblendzeit der einzelnen Bilder, und unter welchem Namen Sie den Film speichern möchten. Danach arbeitet das aufgerufene Skript images2mpg je nach Rechenleistung mehrere Minuten am Video. Rückmeldungen gibt das Programm zwar keine: Das Steigen der Prozessorlast auf 100 Prozent ist aber ein Zeichen dafür, dass Kim beschäftigt ist.

Sind Sie mit dem erstellten Film zufrieden, löschen Sie die hilfsweise konvertierten Ausgangsdateien im PNG-Format wieder.

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