Aus LinuxUser 08/2003

Distri-Bits (Seite 2)

Bessere Plug&Play-Unterstützung für USB-Geräte wie Digitalkameras, Scanner und Speicherstäbchen verspricht das neue LindowsOS-Release 4.0 (http://www.lindows.com/). Benutzerinnen der Version 3.0 [1] erhalten des Update kostenlos, ansonsten schlägt die CD-Version mit 59,95 US-Dollar, der Download mit 49,95 US-Dollar zu Buche. Für Software aus dem Click’N’Run Warehouse (die andere Distributoren von Haus aus mitliefern) werden weitere 49,95 US-Dollar pro Jahr fällig, alternativ soll es diese Programme in Zukunft auch auf CD geben. Wer Schutz vor unerwünschter Werbe-E-Mail, Web-Pornografie und (unter Linux sowieso nicht lauffähigen) Windows-Viren sucht, darf für die „integrierten“ Programme SurfSafe und VirusSafe zusätzlich in die Tasche greifen.

+ + + SuSE + + + SuSE + + +

Für Großunternehmen und Behörden erweitert SuSE ihre Produktpalette um den SuSE Linux Desktop (http://www.suse.de/de/business/products/desktop/sld/, nicht zu verwechseln mit dem SuSE Linux Office Desktop, der sich an kleine und mittlere Unternehmen wendet). Die Distribution enthält OpenOffice, StarOffice, Crossover Office für den Einsatz von MS-Office, verschiedene E-Mail-Programme, einen SAP-Client und alle wichtigen Netzwerkdienste. Über den SuSE Enterprise Server lassen sich zentral alle Arbeitsplätze verwalten und Updates einspielen. Inklusive Wartungsvertrag für fünf Workstations schlägt das Produkt mit 544 Euro zu Buche.

+ + + SOT + + + SOT + + +

Die finnische Firma SOT hat eine neue Version ihrer Distribution SOT Linux[2] und des auf OpenOffice basierenden SOT Office[3] heraus gebracht. SOT Linux 2003 enthält erstmals ausschließlich freie Software im Sinne der GPL und spricht Finnisch, Russisch und Englisch; eine deutsche Übersetzung ist in Arbeit. Beide Produkte stehen unter http://www.sot.com/en/ auch zum kostenlosen Download bereit.

+ + + Damn Small Linux + + + Damn Small Linux + + +

Die unter http://www.damnsmalllinux.org/ zu findende Mini-Distribution kann nun auch auf Festplatte installiert werden. Sie bringt in der neuen Version PCMCIA-Unterstützung, einen kompakten C-Compiler namens TinyCC, den Monkey-Webserver und einen VNC-Client mit und passt trotzdem noch auf eine 50 MByte große Visitenkarten-CD. Die Auswahl und Konfiguration des X-Servers erfolgt jetzt Menü-gesteuert.

+ + + MoviX + + + MoviX + + +

Der Multimedia-Zwerg MoviX (http://movix.sourceforge.net/) steht kurz vor Version 0.8. Im zu Redaktionsschluss aktuellen Release Candidate überarbeiteten die Entwickler das Menü zur Steuerung von MPlayer und verbesserten die Hardwareerkennung.

Glossar

Ports-System

Ein Paketmanagement-System auf Makefile-Basis: In einer Baumstruktur gibt es für jedes Paket ein gleichnamiges Verzeichnis, das einerseits ein Makefile mit Informationen wie der Download-URL des Sourcecodes, andererseits Dateien mit Anpassungen (Patches) enthält. Das make-Kommando lädt den Originalquellcode herunter, überprüft, patcht und kompiliert ihn; „make install“ installiert und „make deinstall“ deinstalliert die Software.

Infos

[1] Frank Wieduwilt: „Fensterchen“, LinuxUser 02/2003, S. 46 f., http://www.linux-user.de/ausgabe/2003/02/046-lindows/

[2] Andreas Grytz: „Finnisch by nature“, LinuxUser 08/2002, S. 31

[3] Tim Schürmann: „Was ist das Beste im ganzen Land …“, LinuxUser 07/2002, S. 30, http://www.linux-user.de/ausgabe/2002/07/022-office/office.html

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