Aus LinuxUser 07/2003

Software (Seite 2)

Abbildung 1: Auf den ersten Blick unterscheidet scheinbar nur das Theme Firebird und Mozilla
Abbildung 1: Auf den ersten Blick unterscheidet scheinbar nur das Theme Firebird und Mozilla
Abbildung 2: Die Konfiguration der privaten Einstellungen wurde übersichtlicher
Abbildung 2: Die Konfiguration der privaten Einstellungen wurde übersichtlicher

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Nachdem Windows-Anwender schon länger eine stabile, wenn auch mit Fehlern behaftete Version 7.x von Opera (http://www.opera.com) nutzen können, hat Opera nun auch für Linux die Version 7.11 freigegeben. Seit der im letzten Heft besprochenen Beta-Version wurden lediglich Fehler korrigiert; neue Funktionen kamen nicht hinzu. Wer noch eine ältere Version benutzt, für den lohnt sich das Update auf jeden Fall.

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Xfe: Dateimanager à la Microsoft

Viele Anwender, die von Windows zu Linux wechseln, vermissen als erstes den gewohnten Explorer. Zwar sind Nautilus oder auch Konquerer dem Microsoft-Dateimanager in Komfort und Funktionalität überlegen, auf etwas älterer Hardware wirken sie jedoch eher träge. Nicht so Xfe (http://www.roland65.ovh.org/xfe/xfe.html): Im Gegensatz zur Konkurrenz zeigt sich dieses dem Windows Explorer nachempfundene Programm extrem performant und ist somit auch für ältere Systeme geeignet. Auf Komfort muss dabei aber niemand verzichten: Neben den vom Explorer bereits bekannten und gewohnten Funktionen erlaubt es Xfe, Verzeichnisse als Lesezeichen abzulegen. Auf diese Art kann der Benutzer von jedem Punkt des Verzeichnisbaums mit einem Klick gezielt in ein bestimmtes Verzeichnis wechseln.

Selbstverständlich verwaltet Xfe auch tar– und RPM-Archive. Letztere können mit Xfe wahlweise nur betrachtet, installiert oder auch wieder entfernt werden. Wer darüber hinaus spezielle Funktionen benötigt, kann per Klick ein Terminal-Fenster im aktuell bearbeiteten Verzeichnis öffnen. Xfe ist somit ideal für Windows-Umsteiger, die sanft vom grafischen Dateimanager zur effizienten Konsole migrieren möchten.

Abbildung 3: Xfe wirkt und verhält sich wie der Windows Explorer
Abbildung 3: Xfe wirkt und verhält sich wie der Windows Explorer

loook: Suchen in OpenOffice-Dokumenten

Ein altes Problem mit Office-Paketen ist, dass die Dokumente im Gegensatz zu einem normalen Editor meist in binärer Form gespeichert werden. Sucht man später in einer Menge von Dokumenten nach bestimmten Textpassagen oder Dokumenten, deren Namen man vergessen hat, kostet dies in der Regel viel Zeit und Nerven. Erfahrene Linux-Anwender würden das Problem eventuell mit einem Skript lösen. Handelt es sich bei den zu durchsuchenden Dateien um OpenOffice-Dokumente, bietet sich mit loook (http://www.danielnaber.de/loook/) eine bequemere Lösung: Loook bietet auch unerfahreneren Benutzern schnelle Suchergebnisse, da alle Eingaben und die Konfiguration über eine intuitive Tcl/Tk-Oberfläche erfolgen. Allerdings ist in der Regel gar keine Konfiguration notwendig. Der Benutzer muss nur das zu durchforstende Verzeichnis sowie einen oder mehrere Suchbegriffe angeben, die sich auch durch logische Und-/Oder-Verknüpfungen kombinieren lassen. Eine Negation der Suchergebnisse kennt loook jedoch nicht.

Alle Dokumente, die den Suchbegriff enthalten, listet das Programm mit Pfad und Dateinamen auf. Wurde ein Anzeigeprogramm, zum Beispiel soffice, definiert, reicht es aus, einen Listeneintrag anzuklicken, um OpenOffice mit dem gewählten Dokument zu starten. So findet man aus der Fülle der Dokumente schnell jene, die wirklich relevant sind. Im Test lag die Trefferquote bei 100%.

Abbildung 4: In über 4500 Dateien fand loook die gesuchten in 45 Sekunden
Abbildung 4: In über 4500 Dateien fand loook die gesuchten in 45 Sekunden

xtraceroute: Paketverfolgung einmal anderes

Zwar ist das Internet von je her ein globales Dorf, trotzdem stellt man sich ab und an die Frage, wo ein bestimmter Server steht oder welchen Weg die Datenpakete von A nach B nehmen. Fragen dieser Art beantwortet das in jeder Distribution enthaltene Programm traceroute in der Regel sehr ausführlich, wenn auch die Informationen optisch nicht besonderes übersichtlich präsentiert werden. Ganz anders bei xtraceroute (http://www.dtek.chalmers.se/~d3august/xt/index.html): Im Gegensatz zum Kommandozeilen-Tool zeigt xtraceroute den Weg der Pakete auf einer Weltkugel, die zur besseren Ansicht in alle vier Richtungen drehbar ist. Allerdings sollte man von der geographischen Lokalisierung nicht zu viel erwarten, da sich die Genauigkeit in Grenzen hält und allenfalls reicht, um das Land zu bestimmen, in dem der Zielrechner steht. In den meisten Fällen ist das aber völlig ausreichend.

Neben der graphischen Anzeige von Start- und Endpunkt listet xtraceroute auch alle Rechner auf, die das Paket auf dem Weg zum Ziel passiert. Hier reicht ein Doppelklick auf einen Rechner, um alle relevanten Informationen wie IP-Adresse, Ping-Zeiten sowie Längen- und Breitengrad des Standorts zu erhalten. Leider bietet xtraceroute nicht den kompletten Funktionsumfang von traceroute, womit es für den professionellen Einsatz nicht geeignet ist. Wer jedoch nur ab und zu auf der Weltkarte sehen möchte, welchen Weg seine Daten nehmen, oder einfach nur einem Laien das Internet veranschaulichen möchte, für den ist xtraceroute ein nützliches Werkzeug.

Abbildung 5: Auf der drehbaren Erdkugel lässt sich der Weg der Pakete gut verfolgen
Abbildung 5: Auf der drehbaren Erdkugel lässt sich der Weg der Pakete gut verfolgen
Abbildung 6: Mit einem Klick erfährt man einiges über den Rechner, den die Datenpakete gerade passieren
Abbildung 6: Mit einem Klick erfährt man einiges über den Rechner, den die Datenpakete gerade passieren

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