Aus LinuxUser 07/2003

K-splitter

Neue Icons und Filter sorgen für frischen Wind beim KOffice-Projekt, KFLog hilft Hobby-Piloten beim Navigieren, und die Tschechische Republik rüstet sich bereits jetzt für den Ansturm der KDE-Entwickler im August.

Gipfeltreffen

Illustre Umgebung für ein illustres Projekt – in diesem Sommer erobern KDE-Entwickler aus aller Welt ab dem 22. August das Schloss in Nové Hrady (Tschechien). Außer Atmosphäre hat der Ort noch einiges mehr zu bieten: Er befindet gleich neben der echten Budweiser Brauerei, verfügt über eine exzellente Netzwerk-Anbindung, und in der Nähe finden sich gute und billige Unterkünfte (15–20 Euro für Übernachtung und Verpflegung). Für all diejenigen, die nicht selbst mit dem Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen wollen, plant das Prager SuSE-Team einen Shuttle-Service vom Prager Flughafen und vom Bahnhof.

Wie fast überall gilt auch für diese Veranstaltung das Motto „Höher, schneller, weiter“. Bereits in der ersten Ankündigung ließen die Organisatoren verlauten, dass dieses Treffen im Vergleich zu bisherigen Entwickler-Konferenzen hinsichtlich der Teilnehmeranzahl, des Themenumfangs und der Dauer einen deutlichen Quantitätssprung macht. Den Auftakt bildet eine zweitägige technische Diskussion; im Anschluss daran schließen sich sechs Tage Projektarbeit an. Den Abschluss bildet eine „Hacking-Session“, die bis zum 31. August dauern wird.

Wer bei der Organisation helfen oder einen Vortrag beisteuern möchte, wende sich vertrauensvoll an die Veranstalter unter mailto:novehrady@mail.kde.org oder schreibe sich direkt auf der Organisationsmailingliste unter http://mail.kde.org/mailman/listinfo/novehrady ein. Den offiziellen „Call for Papers“ finden Sie unter http://events.kde.org/info/kastle/cfp.phtml.

Abbildung 1: Gastgeber im Schloss von Nové Hrady ist das Institut für Physikalische Biologie der Universität Südböhmen in Ceske Budejovice
Abbildung 1: Gastgeber im Schloss von Nové Hrady ist das Institut für Physikalische Biologie der Universität Südböhmen in Ceske Budejovice

KDE 3.1.2 freigegeben

Keine neuen Features, dafür aber eine ganze Reihe von Bugfixes enthält die kürzlich freigegebene neue KDE-Version 3.1.2. Bei diesem Release handelt es sich ausdrücklich um ein so genanntes „Wartungsrelease“, in das viele Korrekturen, die über http://bugs.kde.org/ ans KDE-Team herangetragen wurden, einflossen.

Eine komplette Liste aller Veränderungen gegenüber der Vorgänger-Version finden Sie unter http://www.kde.org/announcements/changelogs/changelog3_1_1to3_1_2.php. Links zu den RPM-Paketen für die aktuellen Distributionen sowie den Source Code gibt es unter http://www.kde.org/download/.

Der Icon-Wettbewerb und seine Folgen

Ein wenig enttäuscht waren die Macher von KOffice schon, dass sich niemand am KOffice-Icon-Wettbewerb, über den wir in der April-Ausgabe des Linux-User berichteten, beteiligte. Aber wo viel Schatten ist, ist auch viel Licht – oder besser gesagt Icons. Denn als Everaldo Coelho, der Schöpfer der allseits beliebten Crystal-Icons, von dem Debakel erfuhr, erklärte er sich spontan bereit, auch das KOffice-Projekt zu versorgen. Derzeit arbeitet er an den passenden Application Icons und an Bildern für die Toolbar von KOffice.

Abbildung 2: Die Handschrift dieses Designers werden künftig auch die KOffice-Icons tragen
Abbildung 2: Die Handschrift dieses Designers werden künftig auch die KOffice-Icons tragen

Gut gefiltert

Nicht nur auf neue Icons, sondern auch auf neue Filter dürfen sich alle KOffice-Anwender freuen: Im nächsten Release kommt beispielsweise kpdfimport dazu, ein Import-Filter für PDF-Dateien.

Ebenfalls mit von der Partie: Pierre Souchayskfile-Plugin für OpenOffice-Dateien. Weil das so wunderbar funktioniert, verhandelt das Office-Team gerade mit Pierre über einen OpenOffice-Exportfilter, der es ermöglichen soll, zwischen den beiden Formaten problemlos hin und her zu wechseln.

Auch die Fehlerchen, die die Patches unter http://members.optushome.com.au/carll/ im aktuellen Release von KWord beheben, werden in die neue Version eingebaut.

Was die Filter des Office-Projekts derzeit zu leisten in der Lage sind, fasst übrigens Robert Jacolin sehr schön auf seiner Web-Seite unter http://elbobby.free.fr/kontest/results/ zusammen. Er hat die wichtigsten verfügbaren Import- und Export-Filter der ultimativen Nagelprobe unterworfen und präsentiert die Resultate übersichtlich in Tabellenform (Abbildung 3).

Abbildung 3: Was die Office-Filter wirklich taugen, erfahren Sie auf Robert Jacolins Homepage
Abbildung 3: Was die Office-Filter wirklich taugen, erfahren Sie auf Robert Jacolins Homepage

Professionell

Gut im Geschäft ist KDE mittlerweile nicht nur bei Privat-Anwendern, sondern auch im professionellen Umfeld. Bester Beweis dafür sind die Berichte von Geschäftsleuten, die KDE bereits erfolgreich einsetzen. Besonders zufrieden scheint die kanadische Firma Display Works Inc. zu sein, die sich bei den KDE-Entwicklern per Mail für den tollen Job bedankte.

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