Aus LinuxUser 12/2000

Jo´s alternativer Desktop (Seite 2)

Mancher wird verwundert feststellen, dass sein Window-Manager nicht wie gewohnt auf Mausklicks im freien Desktop reagiert. Abhilfe schafft hier das Deaktivieren des Desktopkontextmenüs – zu finden nicht etwa in den Optionen, sondern unter dem Menüpunkt DFM für X11 unmittelbar über den Optionen. Um diese Einstellung zu behalten, muss sie explizit im selben Menü nochmals gespeichert werden.

Und wer aufgrund seiner hohen Bildschirmauflösung seinen X-Server auf 100dpi-Schriften umgestellt hat, findet die Konfigurationsoberfläche auch nicht so aufgeräumt wie in Abbildung 1 gezeigt – die Texte passen aufgrund der Schriftgröße nicht mehr hinein und sind gerade noch zu erahnen. Dieser Umstand sollte jedoch weder stören noch dem Einsatz des Programmes entgegen stehen.

DFM für Heimwerker

Wer den DFM nicht auf den CDs seiner Distribution als fertiges Paket vorfindet (oder lieber die aktuelle Version haben möchte), muss mit dem dieser Zeitschrift beiliegendem tar.gz-Archiv vorlieb nehmen. Doch auch dieses ist leicht installiert: Neben den üblichen beim „Übersetzen“ (Kompilieren) benötigten Paketen (make, gcc, xdevel) werden die Devel-Pakete von GTK+ sowie libXpm vorausgesetzt – alle liegen den üblichen Distributionen bei. Sind diese installiert, wird das Archiv als „User“ root entpackt, worauf ein ./configure das System überprüft und ein sogenanntes „Makefile“ erstellt wird. Mit dessen Hilfe kompiliert dann das Tool make ein lauffähiges Programm. Fehlt nur noch das abschließende Kopieren (Installieren) der beim Kompilieren neu erstellten Dateien, sowie das Setzen der nötigen Dateirechte – was uns ein make install abnimmt:

jo@planet ~> su -
Password:
root@planet:~> tar -xvzf dfm-0.99.7.tar.gz
root@planet:~> cd dfm
root@planet:~/dfm> ./configure
root@planet:~/dfm> make
root@planet:~/dfm> make install
root@planet:~/dfm> logout
jo@planet ~>

Glossar

Window-Manager

Hauptaufgabe dieser ist es, Anwendungen mit Rahmen auszustatten und diese anschließend auf dem Desktop zu verwalten. Sie setzen auf einem aktiven X-Server auf, der die grafische Ausgabe zur Verfügung stellt. KDE und GNOME sind sogenannte Environments, die für allerhand mehr oder weniger austauschbare Zutaten zum Window-Manager sorgen.

Bash-Script

Die Bash ist die Standard-Textkonsole unter Linux. Für diese kann man sogenannte Scripts erstellen, deren Inhalt als Liste von Anweisungen aufgefasst und zeilenweise ausgeführt wird.

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