Aus LinuxUser 10/2000

Jo´s alternativer Desktop (Seite 2)

Abbildung 5: Konfiguration von mount.app
Abbildung 5: Konfiguration von mount.app

WMPPP

Abbildung 6: Die Verbindung zum Provider mit WMPPP
Abbildung 6: Die Verbindung zum Provider mit WMPPP

Mit WMPPP existiert ein wunderbares Tool, das per Mausklick einen konfigurierten Internetzugang auf- oder abbaut, den Zustand der Verbindung anzeigt, die Datenübertragung grafisch aufbereitet sowie in Bytes angibt, die Onlinezeit ausgibt, und auch – sofern es die Konfiguration zulässt – die Connectrate preisgibt. Es ist allerdings kein Frontend zum pppd: also muss die Verbindung zum ISP anderweitig konfiguriert sein. WMPPP kann zum Verbindungsaufbau lediglich eine Befehlszeile ausführen.

Abhilfe verspricht hier ein kleiner Umbau dieses Tools namens YAWMPPP, zu finden unter http://yawmppp.seul.org/. Damit soll dann alles so sein wie beispielsweise mit kppp – ich selbst mag mich hierzu nicht äußern, denn weder hiermit noch mit kppp vermag ich eine Verbindung herzustellen. Vor allen Dingen halte ich es für einen deutlichen Vorteil, mich auch ohne grafisches Frontend ins Internet einwählen zu können, und tendiere daher zum einfacheren WMPPP.

Abbildung 7: KPPP-Ersatz YAWMPPP
Abbildung 7: KPPP-Ersatz YAWMPPP
Abbildung 8: Alternative Darstellung von YAWMPPP
Abbildung 8: Alternative Darstellung von YAWMPPP

WMMail.app

Unter http://www.eecg.utoronto.ca/cgi-bin/cgiwrap/chanb/www/wmmail findet sich ein Dockapp, das Postfächer aller denkbaren Arten auf alle möglichen Weisen auf deren Inhalt überprüfen kann. Es ist bereits so mächtig geworden, dass selbst der Umstieg von Version 0.59 auf 0.64 im Studium der Dokumentation endet. Das ist zwar weniger lustig, aber der Aufwand lohnt sich, wie die unterschiedlichen Ansichten in Abbildung 9 beweisen.

Wer nun das aktuelle Paket installiert, wird anschließend vielleicht verzweifelt sein WMMail.app suchen – es befindet sich im Verzeichnis /usr/local/GNUstep/Apps/WMMail.app/ und hört dort auf den Namen WMMail. Doch damit nicht genug – um WMMail.app überhaupt einsetzen zu können, benötigt jeder User eine eigene Konfigurationsdatei, die er sich aus dem Defaults-Unterverzeichnis ins User-eigene GNUstep-Defaultverzeichnis kopiert, also nach ~/GNUstep/Defaults/WMMail. Danach muss diese Datei noch mit dem Texteditor bearbeitet werden.

Abbildung 9: So kann WMMail aussehen
Abbildung 9: So kann WMMail aussehen

wmcp

Wer von KDE kommt, wird sicher diese Buttons vermissen, mit denen man von Desktop 1 zu Desktop 4 wechseln konnte. Zwar kann man mit den Ecken des Clip (Büroklammer) zwischen den Desktops wechseln, aber eben nicht so komfortabel. Abhilfe schafft hier ein Pager namens wmcp, zu finden auf der beiligenden CD oder unter http://www.linuxave.net/~bac/. Der Autor dieses kleinen Tools liefert zwei verschiedene Gesichter mit (Abbildung 10) – und wer etwas kreativ ist, bastelt sich hier seine eigene Grafik selber.

Abbildung 10: wmcp in "scalpel" und "gv"
Abbildung 10: wmcp in „scalpel“ und „gv“

Unnützes?

Da findet sich noch eine Abbildung mit allerhand noch nicht vorgestellten Dockapps. Da über 120 Stück existieren und keines davon ein Standard-Dockapp ist (und zu fast jedem von mir vorgestellten ebenso brauchbare Alternativen bestehen), möchte ich diese nun nicht weiter vorstellen, sondern zum eigenen Blick in die Dockapp-Archive ermuntern. Danach setzt man allerhand ein, was man bestimmt nicht braucht aber einfach schön findet. Vorenthalten will ich dennoch nicht, was der Screenshot zusätzlich zeigt: wmglobe (Erde mit Licht und Schatten je nach Sonnenstand), wmWeather (mein lokaler Wetterbericht), ascd (CD-Spieler), asmixer (kleiner Audio-Mixer) und wmeyes (Augen folgen dem Mauszeiger). Hoppla – „ascd“ statt „wmcd“? Richtig: Einige „Dockapps“ des artverwandten Afterstep kann man auch mit dem Window Maker nutzen – was die Anzahl der zur Verfügung stehenden Tools nochmals erhöht …

Bleibt noch die Frage, wie die kleinen Helfer jedesmal automatisch an der richtigen Stelle starten: Hierzu einfach den Rand eines Dockapps mit der rechten Maustaste anklicken, Settings… wählen, und Start when WindowMaker is startet mit einem Haken versehen.

Abbildung 11: Optionen für's Dockapp
Abbildung 11: Optionen für’s Dockapp
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