Aus LinuxUser 06/2000

Test: easyLinux 2000

Take it easy

Warum kompliziert, wenn’s auch einfach geht! easyLinux bietet Ihnen eine grafische Benutzeroberfläche vom ersten Mausklick an. Komfortable Hilfefunktionen sorgen dafür, dass Sie ein „rundlaufendes“ Linux-System erhalten – ohne dass Sie sich mit der ganzen Komplexität von Linux auseinandersetzen müssen.

Zahlreiche Programme und Tools wie KDE 1.1.2, Netscape Communicator 4.72, Video- und Soundplayer, CD-Brenner-Software u.v.m. sind bereits enthalten. Lediglich einige kommerzielle Programme und der Quellcode fehlen. Die easyLinux 2.000 Vollversion besteht aus fünf CDs und bietet gegenüber der Testversion zusätzlich das Adventure-Spiel Hopkins FBI als deutsche Vollversion sowie ein 300-seitiges Handbuch und 90 Tage kostenlosen Installationssupport. Die Vollversion easyLinux 2.000 gibt es in Deutschland für rund 100.- DM bei LinuxLand International, Telefon 089-9934140 oder http://www.linuxland.de.

Als Leser dieser Ausgabe des LinuxUser erhalten Sie easyLinux zu einem Vorzugspreis. Nennen Sie einfach unter der genannten Telefonnummer das Stichwort „LinuxUser Juni/2000“ und Sie bekommen easyLinux 2.000 für DM 89,90 versandkostenfrei zugeschickt. Mit Hilfe dieses Workshops ist die Installation kein Problem. Der „hakeligste“ Punkt bei der Installation von Linux ist die Partitionierung (=Aufteilung) der Festplatte. Sie erfahren im folgenden, wie Sie zum Beispiel Ihre Windows-Partition verkleinern und damit Platz schaffen für easyLinux. In 60 Minuten ist Ihr Linuxsystem damit startklar!

Vorbereitungen

Die Installation eines neuen Betriebssystems bedeutet einen tiefen Eingriff in Ihr System. Zu Ihrer Sicherheit sollten Sie daher unbedingt ein Backup Ihrer wichtigen Daten durchführen! Eine Installation neben bestehenden Betriebssystemen, beispielsweise Windows, macht in der Regel keine Probleme. Durch die Installation eines Bootmanagers kann das zu startende System beim Booten einfach ausgewählt werden.

Für die Installation von easyLinux benötigen Sie mindestens eine freie Partition. Je nach Anwenderprofil werden daraus automatisch eine sogenannte Root-Partition für das System selbst und eine weitere für Auslagerungsprozesse (Swap-Partition) angelegt. Die Systemplatte sollte möglichst mehr als 500 MB umfassen, damit nicht nur das Grundsystem, sondern auch die Anwendungen, ohne die ein Betriebssystem sinnlos erscheint, Platz haben.

Sollten Sie schon eine große Partition auf Ihrem Rechner für ein anderes Betriebssystem besitzen, nutzen diese jedoch nicht komplett, so gibt es Tools, die es ermöglichen, die vorhandene Partition ohne Datenverlust zu verkleinern und somit Platz für weitere zu schaffen. Auf der Heft-CD finden Sie in dem Verzeichnis /dos ein entsprechendes Programm fips.exe, um Windows-Partitionen zu verkleinern. In der aktuellen Version kann FIPS auch FAT32 Partitionen verkleinern.

Sie sollten beim Erstellen einer Root-Partition für Linux beachten, dass die Partition unterhalb der ersten 1024 Zylinder (wird bei den meisten fdisk-Programmen angezeigt) der Festplatte liegt, da moderne Festplatten oft mehr als 1024 Zylinder besitzen. Alternativ können Sie für easyLinux eine extra Boot-Partition mit einer Größe von ca. 10 MB anlegen. Das BIOS selbst kann Festplatten nur bis zu dieser Grenze adressieren. Damit ist ein Booten von Partitionen nur unterhalb dieser Grenze möglich. Selbstverständlich können weitere Partitionen eingebunden werden, welche weit über diesem Limit liegen.

fips schafft Platz für die Linux-Installation
fips schafft Platz für die Linux-Installation

Erstellen einer Boot-Diskette

Falls Ihr BIOS das Booten von CDs nicht unterstützt, müssen Sie sich zuerst eine Boot-Diskette erzeugen. Um diese zu erstellen, benötigen Sie entweder ein DOS/Win3x/9x/NT-System oder ein Unix-System mit CD- und Diskettenlaufwerk. Für Spezialfälle wie zum Beispiel Laptops wird eine anderes Boot-Image als das unten angegebene benötigt. Lesen Sie hierzu die Datei README im Verzeichnis /dos der easyLinux CD.

Erstellung unter DOS/WinX/NT

Legen Sie die Heft-CD ein und wechseln Sie in einem DOS Fenster in das Verzeichnis \dos auf der CD. Hier finden Sie die Image-Datei bootdisk. Die entsprechende Datei muss unter Win95/NT/DOS mit dem Programm RAWRITE.EXE auf eine leere Diskette kopiert werden. Rufen Sie hierzu RAWRITE.EXE auf und geben als Image diese Datei an.

Nur wenn Ihr CD-ROM-Laufwerk nicht bootfähig ist, müssen Sie mit rawrite eine Bootdiskette erstellen
Nur wenn Ihr CD-ROM-Laufwerk nicht bootfähig ist, müssen Sie mit rawrite eine Bootdiskette erstellen

Erstellung unter Unix/Linux

Mounten Sie die CD und führen Sie einfach den Befehl

cat /cdrom/dos/bootdisk > /dev/fd0

aus, wobei /cdrom/ durch den tatsächlichen Mountpoint des CD-ROM-Laufwerks ersetzt werden muss.

Beginn der Installation

Sie haben nun mindestens eine freie Partition für Linux bzw. genügend Platz geschaffen, um neue Partitionen anlegen zu können. Beachten Sie, dass im BIOS der Schalter Virus-Protection während der Installation Disabled steht, da sonst Ihr BIOS keine Schreibaktivitäten im Master Boot Record zulässt, in welchem später meist der Bootmanager installiert wird. Stellen Sie bei der Gelegenheit auch die Boot-Reihenfolge im BIOS Ihren Wünschen entsprechend ein.

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