Aus LinuxUser 01/2000

Logitech Cordless Wheel Mouse (Seite 4)

Wenn Sie beim Ausreizen der Möglichkeiten Ihrer Wheel-Maus die eine oder andere Scrollmöglichkeit herausfinden, lassen Sie uns doch die entsprechenden imwheelrc-Einträge zukommen. Weitere Anregungen finden Sie in der Standard-imwheelrc.

Glossar

IMPS/2-Protokoll

Ein Protokoll dient als standardisierte Sprache zwischen Geräten. Das PS/2-Protokoll sollte mit jeder PS/2-kompatiblen Maus zusammenarbeiten, aber Räder und andere zusätzliche Tasten werden von diesem Protokoll nicht berücksichtig. Deshalb existieren Erweiterungen, die dieses Manko beheben wollen. Hierzu gehört IMPS/2.

LED

Eine Licht Emmitierende Diode ist ein elektrisches Gerät, das wie ein kleines Lämpchen leuchtet. Eine LED findet sich zum Beispiel am Monitor und an der Vorderseite jedes Computers.

proc-Filesystem

Die Dateien im Verzeichnis /proc belegen keinen Speicherplatz auf der Festplatte. Ihre Inhalte werden erstellt, wenn man sie anschaut, und geben Auskunft über das System, zum Beispiel über die gefundene Hardware.

Device

Sämtliche Hardware in einem Linuxsystem wird über sogenannte Gerätedateien oder Device Files angesprochen. Gerätedateien legt man mit dem speziell dafür gedachten Kommando mknod an.

Patches

Ein Patch ist eine Veränderung eines Programms, die ihm neue Eigenschaften hinzufügen oder es einfach stabiler machen soll. Dabei kann der Patch sich auf den Quellcode des Programms oder das ausführbare Programm selbst beziehen.

GUI-Toolkit

Ein Toolkit („Werkzeugkasten“) zum Erstellen grafischer User-Interfaces („Benutzerschnittstellen“) stellt einem Programmierer vorgefertigte Funktionen zur Verfügung, welche das Aussehen und Verhalten von Programmen vereinheitlichen sollen. Bekannte Vertreter sind das Gimp-Toolkit (GTK) und Qt (mit dem KDE arbeitet).

~

Die Tilde ist eine Abkürzung für das Home-Verzeichnis.

Makefile

Ein Makefile enthält Informationen, welche zum Kompilieren eines Programms benötigt werden, zum Beispiel Compiler-Anweisungen und das Installationsverzeichnis. Beim Aufrauf von make wird diese Datei automatisch durchsucht und ausgewertet.

setuid root

Jedes Programm bekommt beim Aufruf normalerweise nur die Berechtigungen der Person mit, die das Programm ausführt. Bei einem normalen Benutzer sind das nur wenige Rechte am System. Sollten einmal spezielle Rechte von Nöten sein (zum Beispiel für den Zugriff auf Hardware), setzt man für das Programm das Setuid (Set User ID)-Bit mit dem Kommando chmod. Dann wird es mit den Rechten des Users ausgeführt, dem die ausführbare Datei gehört: bei setuid root eben mit allen Rechten des Superusers.

Fensteridentifikation

Jedes Fenster bekommt als Objekt einen Namen, den Ressourcennamen. Dieser hat eine ähnliche Bedeutung wie der Name der Applikation. Eine Klasse zeichnet sich durch gemeinsame Eigenschaften aus und entspricht einer „Sorte“ von Fenstern. Die Klasse eines Fensters wird durch die Programmierung bestimmt.

.*

Der Joker .* steht für eine unbegrenzte Anzahl beliebiger Zeichen. Indem man ihn in der Fensteridentifikation benutzt, können mehrere Fensterklassen gleichzeitig konfiguriert werden.

X-KeySyms

Eine abstrakte Bezeichnung der Tastaturtasten. Für den Computer hat jede Taste einen Zahlencode, aber die kann man nun nicht alle auswendig lernen. Deshalb existieren Tabellen, welche die Namen der Tasten in dem Computer verständliche Zahlencodes umwandeln.

UND-Verknüpfung

Eine UND-Verknüpfung verlangt, dass alle Eingabedaten „wahr“ sein müssen, damit das Ergebnis „wahr“ ist. Hier bedeutet es, dass alle Tasten in der Liste gleichzeitig gedrückt (Eingabe) oder übermittelt (Ausgabe) werden müssen.

Der Autor

Roland Pabel ist Mathematikstudent an der Universität Bonn. Er liebt es, neue Soft- und Hardware an Linux auszuprobieren und verbringt deshalb viel Zeit mit Installieren und Kompilieren.

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