Aus EasyLinux 07/2018

Leserbriefe

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Spiele und Virenschutz für OpenSuse

Ein Leser, der seine Mail nicht zur Veröffentlichung freigegeben hat, fragte nach Möglichkeiten, unter OpenSuse Spiele (insbesondere: Sauerbraten, FooBillard, FlightGear, Brutal Chess, Go, FreeCiv, 0 A.D., Tremulous und Vegastrike) zu installieren, weil YaST diese Programme nicht auflistete.

In einer zweiten Frage aus derselben E-Mail ging es um Virenschutz, die Einrichtung des Root-Kit-Suchprogramms rkhunter unter Linux und Warnmeldungen beim Versuch, Tor zu installieren („Your system is under attack“).

Schließlich fragte der Leser noch nach einem Artikel, der bei der Interpretation von Logdateien hilft, weil er sie als wenig hilfreich betrachtet, wenn man ihren Aufbau und Sinn nicht kennt.

EasyLinux: Die Spiele sind alle über die Softwaredatenbank von OpenSuse [1] verfügbar. Sie können dort nach Software suchen und erhalten dann i. d. R. Treffer, die Sie per „1-Click-Installation“ einrichten können. Bis auf Brutal Chess konnten wir alle Spiele auf diesem Weg finden, für 0 A.D. ist 0ad der richtige Suchbegriff.

Zu den Viren: Für Linux sind keine Viren im Umlauf, und Sie brauchen auch keinen Virenschutz. Wenn Sie entsprechende Hinweise von der Telekom erhalten, würde ich eher vermuten, dass Sie auch Windows einsetzen und Ihre Windows-Installation infiziert ist.

Das jeweils aktuellste Tor-Browser-Bundle gibt es auf der Projektseite [2], und die Einrichtung haben wir zuletzt in Ausgabe 04/2013 ausführlich beschrieben [3]. Darüber hinaus haben wir Tor aber auch immer wieder mal auf der Heft-DVD. Eine vereinfachte Einrichtung soll über das Paket torbrowser-launcher [4] möglich sein.

Die Root-Kit-Suche ist kein Einsteigerthema, und sie ist für Desktoprechner auch nicht relevant; Root-Kit-Angriffe richten sich gegen Server. Wenn Sie auf Ihrem privaten Rechner einen Webserver und ein Content Management System (Apache und z. B. WordPress) eingerichtet und durch passende Konfiguration Ihres Routers frei zugänglich gemacht machen, können Sie sich natürlich auch Root-Kits einfangen, aber das ist nichts, was versehentlich passiert: Um sich auf diese Weise angreifbar zu machen, müssten Sie einigen Einrichtungsaufwand am Linux-PC und am Router betreiben.

Zu den Logdateien: Das ist schwierig. Wir gehen in unseren Artikeln gelegentlich auf Logdateien ein, wenn es darum geht, zu einem konkreten Problem Hilfe zu finden. Man liest Logdateien normal nicht einfach so, sondern dann, wenn etwas nicht funktioniert. Wenn Sie z. B. eine externe Platte anschließen und der Zugriff darauf nicht gelingt, schauen Sie ins Logfile. Was einzelne Logdatei-Einträge bedeuten, hängt davon ab, wer/was sie erstellt hat. Die meisten Systemmeldungen erscheinen heute zudem nicht mehr in Logfiles (früher: /var/log/messages oder /var/log/syslog), sondern lassen sich mit dem Kommando dmesg -T bzw. dmesg -wT (für eine fortgesetzte Aktualisierung mit neuen Einträgen) anzeigen (Abbildung 1).

Abbildung 1: Das Kommando "dmesg -wT" zeigt aktuelle Systemmeldungen an – dank "-T" mit verständlichen Zeitangaben und dank "-w" kontinuierlich mit neuen Meldungen.
Abbildung 1: Das Kommando „dmesg -wT“ zeigt aktuelle Systemmeldungen an – dank „-T“ mit verständlichen Zeitangaben und dank „-w“ kontinuierlich mit neuen Meldungen.

An der Stelle ein Hinweis in eigener Sache: Wenn Sie eine Anfrage an EasyLinux richten, sollten Sie im Normalfall damit einverstanden sein, dass wir die Anfrage und unsere Antwort auch veröffentlichen (mit Namensnennung, aber ohne Kontaktdaten, wie etwa E-Mail-Adressen) – schließlich können nur dann auch andere Leser davon profitieren. Uns diese Möglichkeit zu verweigern, betrachten wir als unsolidarisch mit dem Rest der Linux-Benutzer- (und EasyLinux-Leser-) Gemeinde. (hge)

Smartphone-Synchronisation

[02/18]+[04/18] Ich besitze seit kurzem ein Smartphone Huawei P9 Lite mit Android. Die Verbindung zwischen Smartphone und Computer mit Ubuntu-System stelle ich über das mitgelieferte USB-Kabel her. Danach ist folgendes zu tun:

  • Am Smartphone erscheint die Frage: Zugriff auf Gerätedateien zulassen, die mit Ja zu beantworten ist; dann schalte ich den Geräte-Dateimanager (MTP) ein.
  • Am Rechner gebe ich in einem Terminalfenster go-mtpfs --allow-other /mnt ein. (Das Verzeichnis ist beliebig, hier /mnt.) Es erscheint dann auf der Konsole die Angabe FUSE mounted.

Unter /mnt kann man dann in den Ordnern (Interner Speicher und dessen Unterordnern) und SD-Karte (sofern eine externe SD-Karte eingesteckt wurde) und allen Unterordnern auf alle Inhalte lesend und schreibend zugreifen, auch Dateien löschen, sollte sich allerdings davor hüten, das Betriebssystem des Smartphones zu löschen. Das ist viel einfacher als die Arbeit mit Dropbox.

Für die praktische Arbeit sind für mich eigentlich nur folgende selbsterklärende Unterverzeichnisse (je in beiden Speichern, also intern und auf SD-Karte) interessant:

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