Aus EasyLinux 04/2017

KDE-Tipps

Besser arbeiten mit KDE

Das KDE-Terminal unterstützt mehrere Profile, die Sie gezielt starten können – per Befehl oder Mausklick. Außerdem zeigen wir, wie Sie mit KRunner rechnen, den KDE-Passwortspeicher automatisch schließen und den Okular-Textmarker einfärben.

Tipp: Eigenes Profil für die Konsole

Die Terminalanwendung des Plasma-Desktops heißt Konsole, und Sie finden sie normalerweise in der Abteilung System im Startmenü. In der Voreinstellung zeigt das Programm weiße Schrift auf einem schwarzen Hintergrund. Gefällt Ihnen das nicht, erstellen Sie einfach ein eigenes Profil: Rufen Sie dazu den Menüpunkt Einstellungen / Konsole einrichten auf und wechseln Sie zum Reiter Profile. Hier finden Sie alle vorhandenen Profile aufgelistet. Über einen Klick auf Neues Profil erzeugen und konfigurieren Sie einen neuen Look für das Programm.

Geben Sie dem Profil zunächst einen aussagekräftigen Namen; optional wählen Sie per Klick auf das Symbol ein eigenes Icon aus, das dann später im Menü unter Datei / Neues Unterfenster und in den Tabs des Terminals am oberen Rand auftaucht. Wenn Sie möchten, definieren Sie im Feld Start-Ordner ein Verzeichnis, in dem Sie mit der Shell-Sitzung beginnen möchten – Konsole wechselt dann beim Auswählen des Profils in diesen Ordner. Darunter, im Bereich Terminal-Größe, ändern Sie die Spalten- und Zeilenanzahl (Voreinstellung: 80 Spalten und 24 Zeilen).

Wechseln Sie dann zum Reiter Erscheinungsbild, um die Farben für den Hintergrund, die Schriftart und -größe festzulegen. Sie können auch aus der Liste ein vorhandenes Schema auswählen und anpassen. Im Bereich Schriftart stellen Sie den Font ein. Klicken Sie auf die Schaltfläche Schriftart auswählen, um einen Auswahldialog mit Vorschau zu öffnen. Die Checkbox Kantenglättung ist in der Voreinstellung aktiviert, was Sie übernehmen können.

Klicken Sie auf OK, um den neuen Look zu speichern, und noch einmal auf OK, um die Einrichtung des Programms abzuschließen. Über Datei / Neues Unterfenster erreichen Sie sämtliche Profile der KDE-Konsole und öffnen einen neuen Reiter im gewünschten Look (Abbildung 1).

Abbildung 1: Ihnen gefällt die weiße Schrift auf schwarzem Hintergrund nicht? Kein Problem – definieren Sie einfach ein eigenes Profil.
Abbildung 1: Ihnen gefällt die weiße Schrift auf schwarzem Hintergrund nicht? Kein Problem – definieren Sie einfach ein eigenes Profil.

Tipp: Konsole: Das eigene Profil als Standard

Wenn Sie den Look der Terminalanwendung an Ihre eigenen Bedürfnisse angepasst haben, möchten Sie das Profil vielleicht bei jedem (Neu-)Start sehen und nicht umständlich aus dem Menü heraus aufrufen. Auch das können Sie über den Konfigurationsdialog (Einstellungen / Konsole einrichten) bestimmen. Wechseln Sie erneut zum Reiter Profile und klicken Sie eines der angebotenen Schemata einmal mit der Maus an. Danach betätigen Sie die Schaltflächen Als Standard festlegen und Anwenden. Der aktuelle Standard erscheint in der Liste jetzt fett hervorgehoben.

Tipp: Konsolen-Profile über Parameter bestimmen

Die Konsole kennt wie viele andere KDE-Programme eine Liste von Optionen, die Sie beim Aufruf (über ein Terminal oder den mit [Alt]+[F2] geöffneten Schnellstarter) angeben können. Tippen Sie doch einmal

konsole --help

am Shell-Prompt ein. Es erscheint nun eine Aufstellung aller Parameter mitsamt einer kurzen Erklärung auf Deutsch. Wie Sie sehen, können Sie über einen einfachen Befehl herausfinden, welche Profile für Konsole konfiguriert sind:

$ konsole --list-profiles
el
hej
Root Shell

Um das Terminal mit einem bestimmten Profil zu starten, verwenden Sie die Option --profile und geben dahinter den Namen an:

$ konsole --profile el

Alternativ zu diesen getippten Befehlen zeigt der nächste Tipp, wie Sie ein bestimmtes Profil per Mausklick beim Programmstart bestimmen.

Tipp: Konsolen-Profile über Kontrollleiste aufrufen

Die Kontrollleiste können Sie über Miniprogramme (so genannte Plasmoide) erweitern. In der Voreinstellung befinden sich im Panel am unteren Rand in der Regel das Startmenü, der Umschalter für die virtuellen Arbeitsflächen, die Fensterleiste und der Systemabschnitt (Geräteüberwachung, Lautstärkeregler, Zwischenablage usw.). Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf einen freien Bereich der Leiste und wählen Sie Miniprogramme hinzufügen, um das Panel um einen Starter für die Konsolen-Profile zu erweitern. In der Liste, die am linken Fensterrand aufklappt, blättern Sie bis zum Eintrag Konsolen-Profile und aktivieren ihn durch einen Doppelklick. Neben dem Symbol erscheint eine kleine blaue Eins, und das Plasmoid nistet sich im Panel ein (Abbildung 2).

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