Aus EasyLinux 02/2016

KDE-Tipps

Besser arbeiten mit KDE

In den KDE-Tipps dieser Ausgabe zeigen wir unter anderem, wie Sie die Arbeitsfläche und Aktivitäten einrichten. Außerdem erfahren Sie, was ein Hamburger-Menü ist und wie Sie dieses entfernen. Tipps zum Startmenü und zu KRunner runden die Tipps ab.

Tipp: Erscheinungsbild der Arbeitsfläche einrichten

Mit einem sympathischen Hintergrundbild geht die Arbeit am Computer oft viel schneller voran, und wenn Sie auf mehreren Arbeitsflächen unterwegs sind (siehe den nächsten Tipp), haben unterschiedlich gestaltete Hintergründe auch einen guten Wiedererkennungswert. Unter KDE richten Sie alle virtuellen Desktops gesondert ein – ob Sie eine ruhige, einfarbige Fläche, ein farbenprächtiges Kunstwerk oder wechselnde Bilder sehen, bestimmen Sie selbst.

Um den Hintergrund zu gestalten, klicken Sie im neuen Plasma-Desktop mit der rechten Maustaste auf eine freie Stelle der Arbeitsfläche; die Cashew-Nuss, die noch in der KDE-4er-Reihe den Werkzeugkasten öffnete, gibt es nicht mehr. Im Kontextmenü wählen Sie dann den Eintrag Einstellungen für Arbeitsfläche aus (Abbildung 1). In der Abteilung Hintergrundbild geht es weiter. Im Drop-down-Menü Layout ist der Eintrag Arbeitsfläche voreingestellt. Im Menü Hintergrund-Bild suchen Sie ein passendes Bild aus.

Abbildung 1: Um den KDE-Plasma-5-Desktop zu konfigurieren, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine freie Stelle der Arbeitsfläche.
Abbildung 1: Um den KDE-Plasma-5-Desktop zu konfigurieren, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine freie Stelle der Arbeitsfläche.

Ist wie bei Kubuntu 15.10 nur eine Grafik im Angebot (Abbildung 2), fügen Sie einfach neue Bilder zur Auswahl hinzu – sie können beispielsweise aus dem eigenen Fotoschatz stammen. Dazu klicken Sie auf Öffnen, und ein Dateiauswahldialog bringt Sie in den Ordner Bilder im eigenen Home-Verzeichnis. Alternativ führt Neue Hintergrundbilder herunterladen zu einer Onlinesammlung. Was hier angeboten wird, steht unter einer freien Lizenz, so dass Sie die Bilder auf Ihrem Desktop nutzen dürfen. Eine dritte Möglichkeit bietet der Paketmanager Ihrer Distribution: Suchen Sie dort nach Paketen mit wallpaper im Namen, um neue Sammlungen schmucker Hintergrundbilder zu installieren.

Abbildung 2: Kubuntu 15.10 liefert in der Voreinstellung lediglich ein Hintergrundbild für das Plasma-Theme Breeze aus. Über "Öffnen" erreichen Sie einen Dateiauswahldialog.
Abbildung 2: Kubuntu 15.10 liefert in der Voreinstellung lediglich ein Hintergrundbild für das Plasma-Theme Breeze aus. Über „Öffnen“ erreichen Sie einen Dateiauswahldialog.

Als Alternative zum einfachen Bild können Sie über das Drop-down-Menü neben Hintergrundbild-Typ auch eine Diaschau aus mehreren Fotos zusammenstellen; der Dialog zeigt nach der Auswahl der Option weitere Regler an, über die Sie den Bildwechsel konfigurieren. Wird Ihnen das alles zu bunt, entscheiden Sie sich besser für Einfarbig und bestimmen per Mausklick auf die farbige Fläche die passende Nuance.

Tipp: Mehr Übersicht dank virtueller Arbeitsflächen

Der eigene Schreibtisch ist selten groß genug, und so manch einer wünscht sich nicht nur bei umfangreichen Projekten mehr Platz, um alle Materialien und Werkzeuge auszubreiten. Am Computer haben Sie da mehr Spielraum, und mit nur einem Klick oder Tastaturshortcut wechseln Sie zu einer anderen, leeren Arbeitsfläche. Bereiten Sie diese virtuellen Desktops richtig vor, arrangieren Sie dort bereits alle Werkzeuge und Programme, die Sie für eine bestimmte Aufgabe benötigen, und können direkt mit der Arbeit beginnen.

Die voreingestellte Anzahl der virtuellen Arbeitsflächen variiert je nach Distribution. Unter OpenSuse 42.1 sind zwei solche Desktops verfügbar, wie Sie am Arbeitsflächen-Umschalter erkennen. Dieser befindet sich neben dem Startmenü in der Kontrollleiste. Das Symbol eignet sich nicht nur zum Umschalten, sondern bietet eine stark verkleinerte Vorschau auf die Programmfenster, die auf den jeweiligen Desktops liegen.

Tipp: Anzahl virtueller Arbeitsflächen festlegen

Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Umschalter und wählen Sie aus dem Kontextmenü den Eintrag Arbeitsflächen einrichten. Es öffnet sich das Dialogfenster Virtuelle Arbeitsflächen — KDE-Kontrollmodul. Auf dem ersten Reiter erhöhen Sie die Anzahl auf bis zu 20 Desktops, darunter stellen Sie die Zeilenanzahl für das Symbol in der Kontrollleiste ein. Wenn Sie den Wert auf 1 setzen, erscheinen die Desktops im Umschalter in der Kontrollleiste alle nebeneinander; geben Sie die Zahl 2 ein, um die Arbeitsflächen in zwei Reihen anzuordnen (Abbildung 3).

Abbildung 3: Der Umschalter für die virtuellen Arbeitsflächen nimmt in diesem Beispiel sechs virtuelle Desktops auf und ordnet diese in zwei Reihen an.
Abbildung 3: Der Umschalter für die virtuellen Arbeitsflächen nimmt in diesem Beispiel sechs virtuelle Desktops auf und ordnet diese in zwei Reihen an.

Tipp: Namen für die virtuellen Arbeitsflächen setzen

Abbildung 3 zeigt ein weiteres praktisches Feature für den Umschalter: Sie können den virtuellen Arbeitsflächen Namen zuweisen. Um diese auch im Umschalter anzuzeigen, klicken Sie wieder mit der rechten Maustaste auf das Symbol und wählen diesmal Einstellungen für Arbeitsflächen-Umschalter. In diesem Dialog können Sie die Darstellung festlegen (Abbildung 4). Klicken Sie dazu entweder auf Arbeitsflächennummer, Arbeitsflächenname oder Kein Text. Wenn Sie die Option Symbole aktivieren, zeigt der Umschalter anstelle der einfachen Vorschau der Programmfenster ein Miniatur-Icon der Anwendung. Das ist allerdings nur dann sinnvoll, wenn Sie genug Platz in der Anzeige haben; sonst ist nur ein wildes Durcheinander zu sehen.

Abbildung 4: Möchten Sie Nummern, Namen oder keinen Text im Umschalter sehen? Hier stellen Sie das ein.
Abbildung 4: Möchten Sie Nummern, Namen oder keinen Text im Umschalter sehen? Hier stellen Sie das ein.

Tipp: Arbeiten mit Aktivitäten

Verschiedene Aufgaben und Arbeitsbereiche können Sie thematisch sortieren und dann in einer so genannten Aktivität zusammenfassen. Stellen Sie sich das wie eine Art Regal auf Rollbrettern vor – je nach Bedarf schieben Sie ein anderes vor den Schreibtisch und haben dann direkt Zugriff auf alle dort abgelegten Werkzeuge.

Jede Aktivität hat eine eigene Arbeitsoberfläche und wirkt damit fast wie eine eigene Desktopsitzung. Diese sind per Klick auf das Hamburger-Menü links oben mit den drei waagerechten Linien und den Eintrag Aktivitäten (Abbildung 5) über eine Randleiste zugänglich.

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