Aus EasyLinux 03/2014

KDE-Tipps

Besser arbeiten mit KDE

KDE ist der Standarddesktop von Kubuntu und OpenSuse. Auch EasyLinux empfiehlt daher KDE als bevorzugten Desktop für Einsteiger. In unseren Tipps stellen wir Ihnen in jeder Ausgabe einige interessante Features des Desktops und seiner Anwendungen vor.

Tipp: Okular: Mehre PDF-Dokumente in Tabs

Verwenden Sie zum Betrachten oder Bearbeiten von PDF-Dokumenten das KDE-eigene Werkzeug Okular, können Sie seit der Version 0.19 mehrere PDF-Dokumente im selben Fenster öffnen.

Standardmäßig erscheint jedes weitere PDF-Dokument in einem eigenen Fenster. Bevorzugen Sie die Tab-Darstellung, wie sie auch der Adobe Reader nutzt, öffnen Sie das Menü Einstellungen / Betrachter einrichten und aktivieren im Modul Allgemein im Bereich Programmfunktionen die Option Neue Dateien in Unterfenstern öffnen. Übernehmen Sie die Einstellung mit Anwenden. Ein Neustart von Okular ist nicht erforderlich.

Tipp: Okular: Lupe und Zoom verwenden

Okular besitzt einen sehr präzise anwendbaren Zoom- und einen ebenso komfortablen Lupenmodus. Normal erscheint im Vorschaubereich links ein graues Rechteck. Fahren Sie mit der Maus darüber, verwandelt sich der Mauszeiger in einen Anfasser, und Sie können den gewünschten Zoomausschnitt präzise positionieren. Mit den Schaltflächen Verkleinern oder Vergrößern in der Werkzeugleiste erhöhen oder verringern Sie den Zoomfaktor in Stufen oder geben ihn im Eingabefeld links davon direkt an.

Darüber hinaus gibt es in Okular eine Bildschirmlupe. Etwas verwirrend ist, dass das Menü Extras mit [Strg]+[2] oder [Strg]+[6] gleich zweimal die Funktion Lupe zur Verfügung zu stellen scheint. Mit [Strg]+[2] können Sie im Dokumentenfenster mit der linken Maustaste via Drap & Drop direkt den gewünschten Zoomausschnitt wählen. Ein mehrmaliges Klicken mit rechts verkleinert den Ausschnitt wieder in Stufen zurück bis 100 Prozent. Die mit [Strg]+[6] aktivierbare Funktion hingegen stellt eine echte Lupe zur Verfügung. Hier können Sie mit gedrückter linker Maustaste im Dokumentenfenster z. B. in der 100-Prozent-Darstellung ein Rechteck über das Dokument fahren und dabei durch eine Lupe schauen (Abbildung 1).

Abbildung 1: Okular bietet eine sehr komfortable Bildschirmlupe.
Abbildung 1: Okular bietet eine sehr komfortable Bildschirmlupe.

Neu an Okular 0.19 ist nebenbei bemerkt auch, dass die aktuell eingestellte Bildschirmauflösung für das PDF-Rendering verwendet wird, was Dokumente noch brillanter aussehen lässt.

Tipp: Werbeblocker für HTML-Mails in KMail

Nutzen Sie den KDE-eigenen Mailclient KMail, können Sie seit Version 4.12 einen Ad-Blocker für HTML-Mails aktivieren. Rufen Sie dazu das Menü Einstellungen / KMail einrichten auf, navigieren Sie zum Modul Sicherheit und aktivieren Sie den ganz rechten Tab Werbefilter. Setzen Sie dann zunächst das Häkchen bei Werbefilter aktivieren. Ist das geschehen, können Sie im Tab Automatische Filter mit einem Klick auf die zuvor ausgegraute Schaltfläche Filter-Abonnements hinzufügen eine der angebotenen Sperrlisten abonnieren, z. B. AdBlockList.org (Abbildung 2).

Abbildung 2: KMail bringt seit der Version 4.12 einen eigenen Werbefilter mit.
Abbildung 2: KMail bringt seit der Version 4.12 einen eigenen Werbefilter mit.

Tipp: Multi-Monitor-Zaubereien mit KScreen

KDE verfügt seit Version 4.11 über ein neuen Tool zum Anpassen der Monitoreinstellungen mit der Bezeichnung KScreen, das Sie sehr komfortabel mit der Maus bedienen können. Das Tool ist besonders nützlich, wenn Sie mehr als einen Monitor betreiben, häufiger die Auflösung ändern oder z. B. die Ausrichtung eines Bildschirms ändern möchten. Ein um 90 Grad gedrehtes Bild und ein senkrecht positionierter Wide-Screen-Monitor sind z. B. für ein Textverarbeitungsprogramm sehr nützlich. Klicken Sie dazu in den KDE-Systemeinstellungen im Bereich Hardware auf Anzeige einrichten.

Seit einigen Jahren funktioniert die Konfiguration der Monitoreinstellungen bei allen Linux-Distributionen automatisch, so dass die erkannten Bildschirme mit den jeweiligen Standardauflösungen hier in Form von Vorschaurechtecken angezeigt werden. Jedes trägt den Namen der Schnittstelle, wie z. B. VGA-0 oder HDMI-0, sowie eventuell den Namen des Herstellers, sofern Linux den Bildschirm korrekt identifizieren konnte. Dazu gibt es in jedem Monitorbereich je drei Symbole von links nach rechts zum Drehen der Bildschirmausrichtung, Wechseln des Hauptbildschirms (bei mehr als einem Monitor) und zum Wählen der Auflösungen. Der Hauptbildschirm ist der, der beim Booten angezeigt wird und der das erste KDE-Panel anzeigt.

Haben Sie mehr als einen Bildschirm, können Sie die Bildschirme mit der Maus nach Belieben via Drag & Drop anordnen. Das Wählen der Auflösung geschieht ebenfalls mit der Maus. Ein Klick auf das zugehörige Symbol zeigt alle verfügbaren Auflösungen in einer Liste. Per Klick auf das Rotierensymbol drehen Sie das jeweilige Gerät um 90 Grad im oder gegen den Uhrzeigersinn.

Tipp: Web-Shortcuts im Konqueror

Auch wenn Firefox seit der aktuellen KDE-Version 4.13 der Standardbrowser unter KDE ist, spricht nach wie vor auch Einiges für den KDE-Browser Konqueror. Unter dessen Komfortfunktionen stechen besonders die Web-Shortcuts hervor. Bei diesen Webkürzeln handelt es sich um Pseudo-URLs, die Sie selbst als Abkürzung definieren und zum komfortablen Befragen von Suchmaschinen benutzen können.

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