Aus EasyLinux 01/2014

Anwendertipps und kleine Kniffe zu Gimp

Effizienter arbeiten mit Gimp

Unsere Tipps und Tricks bringen Ihnen Gimp-Funktionen und -Arbeitstechniken näher. Diesmal zeigen wir, wie Sie Dialoge anordnen, Fenster neu positionieren, verankern und im Notfall die Grundeinstellungen wiederherstellen. Außerdem stellen wir das Journal und Zoomfunktionen vor.

Tipp: Mit dem Journal arbeiten

Egal, welche und wie viele Bearbeitungsschritte Sie in Gimp durchgeführt haben – fast alles dürfen Sie wieder rückgängig machen und gegebenenfalls auch wieder herstellen. Dazu können Sie entweder die Tastenkombination [Strg]+[Z] verwenden oder mit dem Gimp-Journal arbeiten. Beachten Sie, dass alle Aktionen lediglich für das geöffnete Bild möglich sind. Sobald Sie es schließen, gehen die einzelnen Bearbeitungsschritte im Journal verloren. Es ist nicht möglich, die Journaleinträge zu speichern, auch nicht im XCF-Format von Gimp.

Um das Journal zu öffnen, klicken Sie im Bildmenü Fenster auf Andockbare Dialoge und wählen den Eintrag Journal aus. Sie sehen es nun im rechten andockbaren Dialogbereich hinter dem Symbol mit dem kleinen nach links geneigten Pfeil (Abbildung 1). Die ältesten Einträge befinden sich oben, die neuesten Einträge unten. Wie viele Schritte das Journal anzeigt, hängt von den Einstellungen im Bereich Bearbeiten / Einstellungen / Umgebung ab. Hier definieren Sie die Minimale Anzahl an Journalschritten und die Größe des Gesamtspeichers (Maximaler Speicher für das Journal). Ist der Speicher komplett belegt, entfernt Gimp ältere Einträge.

Abbildung 1: Über das Journal machen Sie einen oder mehrere Bearbeitungsschritte rückgängig oder stellen sie wieder her. Schließen Sie das Bild, vergisst Gimp auch die Journaleinträge.
Abbildung 1: Über das Journal machen Sie einen oder mehrere Bearbeitungsschritte rückgängig oder stellen sie wieder her. Schließen Sie das Bild, vergisst Gimp auch die Journaleinträge.

Um im Journaldialog zu einem bestimmten Bearbeitungsschritt zu springen, schauen Sie sich die kleine Vorschau und den Namen an und klicken auf den gewünschten Journaleintrag. Sofort ändert sich das Bild und kehrt zu dieser Version zurück. Die übrig gebliebenen Journaleinträge gehen durch diese Aktion nicht verloren. Solange das Bild geöffnet ist, bleiben alle Einträge erhalten, und Sie haben damit die Möglichkeit, zwischen den einzelnen Bearbeitungsschritten hin- und herzuspringen. Ein paar Aktionen dürfen Sie nicht rückgängig machen. Dazu gehört das erwähnte Schließen eines Bildes, aber auch die Pfadauswahl. Hierbei würden Sie die komplette Auswahl zurücksetzen und nicht die einzelnen Knotenpunkte.

Tipp: Aufteilung der Arbeitsfläche

In der Voreinstellung ist die Arbeitsobfläche von Gimp in drei Bereiche aufgeteilt. Links befindet sich der Werkzeugkasten, und direkt darunter dürfen Sie Dialoge andocken. In der Mitte ist Platz, um eines oder mehrere Bilder zu öffnen. Ganz rechts hat Gimp einen weiteren Bereich, wo Sie Dialoge unterbringen können. Die Größe der beiden Außenbereiche legen Sie selbst fest. Dazu klicken Sie mit der linken Maustaste auf einen der Anfasser und ziehen das Fenster auf die gewünschte Größe auf.

Wenn Sie schon länger mit Gimp 2.8 arbeiten, kennen Sie sicherlich den Einzelfenstermodus. Er soll Ein- und Umsteigern die Arbeit mit der etwas gewöhnungsbedürftigen Dialogfensteransicht erleichtern und sorgt für mehr Ordnung auf dem Bildschirm. Um ihn zu aktivieren, klicken Sie im Bildmenü Fenster auf den Eintrag Einzelfenster-Modus. Über denselben Weg schalten Sie den Modus auch wieder aus.

Tipp: Mit andockbaren Dialogen arbeiten

Um einen Dialog zum rechten Bereich der Gimp-Oberfläche hinzuzufügen, klicken Sie im Bildmenü Fenster auf Andockbare Dialoge. Aus der folgenden Liste (Abbildung 2) wählen Sie den gewünschten Dialog aus, und dieser erscheint sofort im rechten Programmbereich als Dock. Die einzelnen Dialoge erreichen Sie per Mausklick auf den entsprechenden Reiter. Es ist sinnvoll, die Werkzeugeinstellungen selbst (Fenster / Andockbare Dialoge / Werkzeugeinstellungen) unterhalb des Werkzeugkasten auf der linken Seite zu positionieren. Dazu klicken Sie auf einen Dialogreiter und ziehen ihn per Drag & Drop in den Bereich hinein.

Die Reihenfolge der rechten Dialogfenster passen Sie ebenfalls per Drag & Drop an. Fassen Sie dazu einfach einen Reiter mit der linken Maustaste an und ziehen ihn an die gewünschte Stelle. Um einen angedockten Dialog zu entfernen, klicken Sie auf das kleine Pfeilsymbol rechts und wählen den Menüpunkt Reiter schließen aus. Um einfach nur die andockbaren Dialoge auszublenden, rufen Sie aus dem Bildmenü Fenster den Punkt Docks verbergen auf. Über diesen Menüpunkt blenden Sie den rechten Bereich auch wieder ein.

Abbildung 2: Mit den andockbaren Dialogen gestalten Sie Ihre Gimp-Arbeitsoberfläche individuell, erreichen häufig benötigte Funktionen schneller und sorgen damit für mehr Effizienz.
Abbildung 2: Mit den andockbaren Dialogen gestalten Sie Ihre Gimp-Arbeitsoberfläche individuell, erreichen häufig benötigte Funktionen schneller und sorgen damit für mehr Effizienz.

Tipp: Ursprüngliche Konfiguration wiederherstellen

Sollten Sie mit Ihren Änderungen an den Dialogfensternunzufrieden sein, kehren Sie einfach zur Standardeinstellung von Gimp zurück. Öffnen Sie über Bearbeiten / Einstellungen die Programmkonfiguration und klicken Sie in der Abteilung Fensterverwaltung auf die Schalfläche Fensterpositionen jetzt auf Standardwerte setzen.

Tipp: Dateiformate in Gimp

Gimp liest und schreibt jede Menge Dateiformate – einige davon kann die Anwendung nur importieren und nicht exportieren, andere kann sie nicht öffnen, aber abspeichern. Welche das im Einzelnen sind, erfahren Sie schnell über die Dialoge Datei / Öffnen beziehungsweise Datei / Exportieren. Klicken Sie links unten auf den kleinen Pfeil neben Dateityp, um die Liste auszuklappen. Im Bereich Endungen sehen Sie die zum jeweiligen Format gültige(n) Dateiendung(en).

Tipp: Tags für Pinselspitzen vergeben

Seit der Gimp-Version 2.8 haben Sie die Möglichkeit, Pinselspitzen mit so genannten Tags zu versehen. Bei einer großen Anzahl von Pinselspitzen greifen Sie so schneller auf eine bestimmte Form zu. Die Standardpinsel sind bereits mit entsprechenden Tags ausgezeichnet. Die folgende Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigt, wie Sie selbst neue Kategorien hinzufügen:

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