Aus EasyLinux 03/2013

KDE-Tipps (Seite 2)

Abbildung 4: Ohne Umwege können Sie jetzt den Inhalt eines Konsole-Fensters ausdrucken.
Abbildung 4: Ohne Umwege können Sie jetzt den Inhalt eines Konsole-Fensters ausdrucken.

Tipp: Besser zoomen mit Okular

Der KDE-Dokumentenbetrachter Okular hat bei der letzten KDE-Generalüberholung eine neue Zoom-Funktion erhalten (Abbildung 5). Dank der speziellen Technik „Tiled Rendering“ können Sie jetzt schneller in eine PDF-Datei hineinzoomen und brauchen nebenbei auch weniger Hauptspeicher fürs Zoomen. Die Funktion findet sich unter Extras / Lupe oder mit [Strg]+[2]. Zum stufenlosen Reinzoomen benutzen Sie die rechte Maustaste, zum Rauszoomen die linke.

Abbildung 5: Der PDF-Betrachter Okular hat eine neue, schnelle und speichersparende Zoom-Funktion.
Abbildung 5: Der PDF-Betrachter Okular hat eine neue, schnelle und speichersparende Zoom-Funktion.

Tipp: Videowand

Der KDE-Fenstermanager KWin unterstützt seit Version 4.10 auch Skripte. Klicken Sie z. B. in den KDE-Systemeinstellungen in Bereich Erscheinungsbild und Verhalten der Arbeitsfläche auf das Modul Fensterverhalten, finden Sie im Navigationsbereich links an dritter Position die Rubrik KWin-Skripte (Abbildung 6) und als einziges der bei allen gängigen Distributionen mitgeliefertes Beispiel das Skript Video-Wand. Wenn Sie dieses durch Setzen des Häkchens und einen Klick auf Anwenden aktivieren, verteilt ein KDE-konformer Video-Player wie Dragon Player im Vollbildmodus die Ausgabe bei mehreren angeschlossenen Monitoren auf die gesamte Monitorfläche.

Abbildung 6: Den Fenstermanager KWin können Sie jetzt auch über Skripte steuern.
Abbildung 6: Den Fenstermanager KWin können Sie jetzt auch über Skripte steuern.

Tipp: Skript für Fenster-Durchlässigkeit

Da KDE 4.10 jetzt schon eine ganze Weile verfügbar und in allen aktuellen Distributionen Standard ist, werden Sie mit einem Klick auf Neues Skript holen auf einige weitere interessante KWin-Skripte stoßen. Vom KWin-Entwickler Martin Gräßlin selbst stammt zum Beispiel das Skript Opacity Menü, mit dem Sie dem Fenstermenü ([Alt]+[F3]) einen neuen Eintrag Erweiterungen / Window Opacity spendieren, über den Sie die Durchlässigkeit des gewählten Fensters individuell einstellen (Abbildung 7).

Abbildung 7: Das KWin-Skript "Opacity Menu" bietet durchscheinende Fenster auf Knopfdruck.
Abbildung 7: Das KWin-Skript „Opacity Menu“ bietet durchscheinende Fenster auf Knopfdruck.

Tipp: Neue Dolphin-Tricks für KDE 4.10

In der KDE-Version 4.10 sind auch eine Reihe eher unspektakuläre, aber dennoch nützliche Funktionen in den Dateimanager Delphin eingeflossen. Sie können zum Beispiel in der aktuellen Dolphin-Version die Symbolgröße der Orte in der Seitenleiste verändern. Sie müssen dazu nur mit rechts auf das gewünschte Icon klicken und den neuen Kontextmenü-Eintrag Symbolgröße auswählen (Abbildung 8).

Abbildung 8: Die Symbolgröße für die Orte in der Seitenleiste können Sie verändern.
Abbildung 8: Die Symbolgröße für die Orte in der Seitenleiste können Sie verändern.

Tipp: KDE-Menü-Editor

Würden Sie gerne Anordnung und Bezeichnung der im KDE- oder KickOff-Menü vorhandenen Anwendungen beeinflussen? Neben dem Deinstallieren nicht benötigter Anwendungen steht dazu seit eh und je der KDE-Menü-Editor zur Verfügung. Sie können den Menü-Editor durch Eingabe von kmenueditor in der Konsole oder in ein mit [Alt]+[F2] geöffnetes Schnellstartfenster öffnen oder im KickOff-Suchfeld kmenu eintippen.

Mit dem Tool durchsuchen Sie dann die Baumstruktur der im Menü eingetragenen Programme und passen die Verknüpfungen nach Ihren Vorstellungen an. Haben Sie eine Anwendung links im Navigationsbereich gefunden und markiert, können Sie rechts im Reiter Allgemein den Namen im Startmenü, das Icon, die angezeigte Beschreibung, einen Kommentar und den eigentlichen Befehl zum Starten der Anwendung überarbeiten (Abbildung 9). Letzteres bietet sich z. B. an, wenn Sie eine Anwendung mit bestimmten oder anderen als den Standardparametern starten möchten.

Abbildung 9: Im KDE-Menü-Editor ändern Sie die Programmeinträge im Startmenü.
Abbildung 9: Im KDE-Menü-Editor ändern Sie die Programmeinträge im Startmenü.

Direkt darunter können Sie durch Setzen von Häkchen bestimmen, ob die Anwendung im Systemabschnitt der Kontrollleiste angezeigt werden und ob beim Starten der Anwendung eine Rückmeldung erfolgen soll.

Tipp: Neues Programm ins Startmenü aufnehmen

Zum Eintragen einer neuen Anwendung rufen Sie im KDE-Menü-Editor (siehe vorheriger Tipp) den Menüpunkt Datei / neues Element auf, geben im sich öffnenden Dialog Name des Elementes den gewünschten Namen ein und klicken auf OK, womit Sie im noch leeren Eingabebereich landen.

Beginnen Sie damit, den Befehl für den Start der Anwendung unter Befehl einzutragen. Die übrigen Informationen können Sie nach Wunsch ergänzen. Mit einem Klick auf das leere Quadrat rechts oben neben dem Namen der Menü-Verknüpfung können Sie ein Icon wählen. Geben Sie dazu im Dialog Symbol wählen bei Suchen den exakten Namen des Programms ein, finden Sie leicht heraus, ob es für die Anwendung bereits ein Symbol gibt, und können dieses verwenden.

Tipp: Zurück auf Start

Falls ein KDE-Programm, das bisher einwandfrei funktionierte, plötzlich ein merkwürdiges Verhalten zeigt, könnte das an Einstellungen liegen, die Sie geändert haben. KDE speichert persönliche Einstellungen im versteckten Unterverzeichnis .kde des Home-Verzeichnisses. Haben Sie den Verdacht, dass das bei Ihnen der Fall ist, können Sie das betreffende Programm versuchsweise mit Standardeinstellungen starten.

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