Aus EasyLinux 01/2013

Tipps und Tricks zu Gnome (Seite 2)

Abbildung 2: In welcher Form das Datum in der Listenansicht erscheint, konfigurieren Sie in den Nautilus-Einstellungen.
Abbildung 2: In welcher Form das Datum in der Listenansicht erscheint, konfigurieren Sie in den Nautilus-Einstellungen.

Tipp: Nautilus: Ständig die Adresszeile einblenden

Mit [Strg]+[L] oder über Gehe zu / Ort im Menü blenden Sie im Dateimanager am oberen Rand eine Adresszeile ein, über die Sie mittels einer Pfadangabe schnell zu einem bestimmten Ort wechseln. Wer diese Leiste dauerhaft anzeigen möchte, findet keine Option dafür in den Nautilus-Einstellungen – das Feature versteckt sich im Konfigurations-Editor DConf-Editor.

Installieren Sie zunächst das Paket dconf-editor, falls es noch nicht auf Ihrem System vorhanden ist. Danach starten Sie das Programm über die Aktivitäten. Wechseln Sie in der linken Leiste der Anwendung in die Abteilung org / gnome / nautilus / preferences. Rechts aktivieren Sie dann über einen Mausklick den Schlüssel always-use-location-entry.

Tipp: Alle Kerne im Einsatz?

Enthält Ihr Rechner einen Prozessor mit zwei oder noch mehr Kernen und haben Sie den Verdacht, dass das System nicht mit voller Leistung läuft, verrät der Gnome-Systemmonitor mehr dazu. Geben Sie in die Suchmaske der Aktivitäten sy ein und starten Sie die Systemüberwachung. Auf dem Reiter Ressourcen sehen Sie verschiedene Graphen, darunter die CPU-Chronik, die Speicher- und Auslastungschronik und eine Netzwerk-Chronik. Hat das System eine Mehrkern-CPU richtig erkannt, sehen Sie im oberen Bereich für jede CPU einen Graphen, der die jeweilige Prozessorauslastung des Kerns darstellt.

Tipp: Farben im Systemmonitor anpassen

In der Voreinstellung färbt die Gnome-Systemüberwachung einen CPU-Graphen rot beziehungsweise orange und rot ein, wenn es zwei Kerne sind. Finden Sie es schwierig, diese beiden recht ähnlichen Farben auseinanderzuhalten, dann suchen Sie einfach eine andere aus. Dazu klicken Sie unter dem Graphen auf die rechteckige Schaltfläche neben CPU und der Prozentangabe. Es öffnet sich daraufhin ein Dialogfenster Eine Farbe für CPU wählen (Abbildung 3). Eine neue Farbe wählen Sie entweder per Mausklick aus oder verwenden einen der angebotenen Regler, um Ton, Sättigung und Wert einzustellen. Ganz rechts können Sie darüber hinaus Rot-, Grün- und Blauanteile festlegen. Möchten Sie lieber mit der Pipette eine Farbe vom Desktop „aufsaugen“ oder direkt einen Hexadezimalwert eintragen, ist auch das möglich.

Abbildung 3: Alle Farben in der Gnome-Systemüberwachung können Sie über einen Dialog nach eigenen Vorstellungen gestalten.
Abbildung 3: Alle Farben in der Gnome-Systemüberwachung können Sie über einen Dialog nach eigenen Vorstellungen gestalten.

Tipp: Sitzungsverwaltung für GEdit

Der Standardtexteditor des Gnome-Desktops bietet über das Paket gedit-plugins zahlreiche Erweiterungen. Nach der Installation und einem Neustart des Editors finden Sie die neuen Add-ons über Bearbeiten / Einstellungen auf dem Reiter Plugins. Sie aktivieren eine Erweiterung, indem Sie mit der Maus die Checkbox vor dem Namen anklicken. Einige der Einträge bieten zudem Schaltflächen, um weitere Informationen zum Plug-in abzurufen oder es einzurichten.

Wenn Sie auch zu den Leuten gehören, die im Editor mehrere Tabs geöffnet haben, weil Sie parallel an mehreren Dokumenten arbeiten, dann ist die Sitzungverwaltung besonders praktisch. Das zugehörige Add-on heißt Sitzungsspeicherung. Nach dem Aktivieren und einem Neustart des Texteditors wählen Sie aus dem Menü Datei / Gespeicherte Sitzungen zunächst den Punkt Die aktuelle Sitzung speichern und vergeben einen Namen für die Session. Über den kleinen Pfeil neben dem Feld Sitzungsname suchen Sie eine vorhandene aus oder geben alternativ einen neuen Namen ins Feld ein.

Über Datei / Gespeicherte Sitzungen öffnen Sie auch bereits gespeicherte Sessions. GEdit merkt sich nicht nur die geöffneten Dateien und die Reihenfolge der Tabs, sondern auch die Zeilennummer, in der Sie zuletzt gearbeitet haben. Um eine vorhandene Sitzung zu löschen, rufen Sie den Menüpunkt Datei / Gespeicherte Sitzungen / Gespeicherte Sitzungen verwalten auf.

Tipp: Empathy: Adium-Themes verwenden

Der Instant Messenger Empathy ist ein wahrer Alleskönner – mit diesem Programm chatten Sie in zahlreichen Netzwerken gleichzeitig und nutzen bei einigen Anbietern sogar VoIP (Voice over IP) bzw. Videochat. In der Voreinstellung bietet die Anwendung vier schlichte Themes, die das Erscheinungsbild betimmen. Eine Möglichkeit, den Look einzustellen und eine Vorschau davon zu betrachten, erhalten Sie über den Konfigurationsdialog (Bearbeiten / Einstellungen, Reiter Erscheinungsbilder).

Reichen die im Drop-down-Menü Chat-Erscheinungsbild angebotenen Varianten nicht aus, installieren Sie einfach ein Theme für das Programm Adium [2]: Diesen Multi-Protokoll-Client setzen viele Mac-Besitzer ein, und entsprechend viele Oberflächen stehen zur Verfügung. So installieren und nutzen Sie ein Adium-Theme für den Gnome-Instant-Messenger:

  1. Öffnen Sie ein Fenster des Dateimanagers Nautilus und schalten Sie über die Tastenkombination [Strg]+[H] die Anzeige für versteckte Dateien und Verzeichnisse ein. Das sind solche, die mit einem Punkt beginnen. Wechseln Sie in den Ordner .local/share in Ihrem Home-Verzeichnis.
  2. Erstellen Sie dort über Datei / Neuen Ordner anlegen oder mit [Umschalt]+[Strg]+[N] ein neues Verzeichnis namens adium und in diesem einen weiteren Ordner names message-styles.
  3. Besuchen Sie die Webseite mit den Adium-Erweiterungen [3] und suchen Sie dort im Bereich Message Styles ein Theme aus. Laden Sie es herunter und entpacken Sie es, zum Beispiel per Doppelklick auf die .zip-Datei im Dateimanager. Der Archivmanager File Roller nimmt in der Voreinstellung die Arbeit auf und entpackt die .zip-Datei, von der Sie in diesem Fall nicht den gesamten Inhalt benötigen, sondern nur das Verzeichnis mit der Endung .AdiumMessageStyle.
  4. Kopieren oder verschieben Sie diesen Ordner beispielsweise per Drag & Drop aus File Roller in das vorher angelegte Verzeichnis .local/share/adium/message-styles (Abbildung 4).

    Abbildung 4: Das Adium-Theme-Verzeichnis gehört in den Ordner ".local/share/adium/message-styles".
    Abbildung 4: Das Adium-Theme-Verzeichnis gehört in den Ordner „.local/share/adium/message-styles“.
  5. Starten Sie Empathy neu und öffnen Sie den Einrichtungsdialog. Das Drop-down-Menü Chat-Erscheinungsbild sollte das neue Theme nun im Angebot haben. Eine Vorschau sehen Sie direkt unten im Fenster. Manche Themes haben darüber hinaus selbst noch einige Auswahlmöglichkeiten, wie das in Abbildung 5 gezeigte „Adium Matte“.

    Abbildung 5: Im Chatprogramm Empathy machen sich die Adium-Erweiterungen ganz gut. Die Vorschau zeigt im Einrichtungsdialog, wie das Theme aussieht.
    Abbildung 5: Im Chatprogramm Empathy machen sich die Adium-Erweiterungen ganz gut. Die Vorschau zeigt im Einrichtungsdialog, wie das Theme aussieht.

Tipp: Dateien aus Nautilus verschicken

Der Gnome-Dateimanager arbeitet mit dem Mailprogramm Evolution und dem Instant Messenger Empathy zusammen. Unter Ubuntu und OpenSuse sorgt das Paket nautilus-sendto dafür, dass der Austausch reibungslos klappt. Normalerweise ist das Paket installiert – falls nicht, spielen Sie es über den Paketmanager nachträglich ein. Klicken Sie danach mit der rechten Maustaste auf eine Datei oder einen Ordner im Dateimanager und wählen Sie aus dem Kontextmenü den Eintrag Senden an.

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