Aus EasyLinux 04/2012

Kniffe, die Sie kennen sollten (Seite 2)

Abbildung 4: Die Erweiterung "Turn off the lights" dimmt das Licht, sobald Sie ein Video abspielen.
Abbildung 4: Die Erweiterung „Turn off the lights“ dimmt das Licht, sobald Sie ein Video abspielen.

Wie das Abdunkeln im Detail aussieht, bestimmen Sie zum Teil selbst. Die Optionen der Erweiterung rufen Sie auf, indem Sie Extras / Add-ons auswählen und dann unter Totl auf Einstellungen klicken. Links erscheinen nun mehrere Menüeinträge. Unter Basis ändern Sie zum Beispiel die Farbe und die Deckkraft des virtuellen Schleiers. Wahlweise lassen Sie auch ein Hintergrundbild erscheinen, sobald Firefox ein laufendes Video erkennt – etwa eine Kinoleinwand.

Unter Visuelle Effekte und Erweiterte Einstellungen stoßen Sie auf zusätzliche Möglichkeiten, um Totl zu konfigurieren. Im ersten Menü richten Sie die Effekte ein, die beim Abspielen eines Videos erscheinen, über das zweite Menü legen Sie diverse Steuerparameter fest, etwa Tastaturkürzel, eine Flash-Erkennung sowie einige Dimmoptionen. So lässt sich zum Beispiel automatisch der Hintergrund beim Öffnen einer Seite dimmen, was die Konzentration auf die wesentlichen Inhalte erleichtert.

Tipp: Google Earth: Historische Bilder ansehen

Google Earth ist eine vergleichsweise junge Software, Luftaufnahmen gibt es hingegen bereits wesentlich länger – so auch von Deutschland. Das wussten auch die Google-Earth-Macher und stellen – wo verfügbare – historische Luftbilder bestimmter Gegenden bereit. Das müssen nicht immer vielbesuchte und -fotografierte Orte sein, sondern es gibt sie oft auch für kleine Dörfer und Gemeinden. Probieren Sie es einfach aus: Wie das geht, erklärt der Tipp. Noch ein Hinweis: Unter OpenSuse 12.2 stürzte Google Earth zum Testzeitpunkt noch regelmäßig ab, doch es gibt bereits einen Bug Report für das Problem.

  1. Im Reiter Anfliegen geben Sie zunächst die gesuchte Gegend ein. Um das Feature zu testen, tippen Sie Berlin, Brandenburger Tor.
  2. Unten links im Satellitenfoto sehen Sie das Aufnahmedatum des aktuellen Bildes. Gibt es von dem Ort auch ältere Aufnahmen, sehen Sie das zugehörige Datum rechts neben dem Bildaufnahmedatum und klicken die Jahreszahl an, im Beispiel 1943.
  3. Die Luftaufnahme der Stadt färbt sich nun schwarz-weiß (Abbildung 5). Die ersten Luftbilder des Bereichs um das Brandenburger Tor stammen offenbar aus dem zweiten Weltkrieg – von 1943. Auch von anderen deutschen Gegenden finden Sie aus diesem Jahr einige Luftaufnahmen.
  4. Die noch immer angezeigten Symbole für Touristenfotos u.ä. passen nun nicht mehr so gut ins Bild: Sie beseitigen diese, indem Sie links im Bereich Ebenen das Häkchen bei Primäre Datenbank entfernen.
  5. Bewegen Sie Ihre Maus in die obere linke Ecke des Satellitenbildes, finden Sie dort einen Zeitstrahl vor (Abbildung 6). Über ihn erreichen Sie Luft- und Satellitenaufnahmen aus verschiedenen Jahren. Im Fall des Brandenburger Tores reichen die Aufnahmen von 1945 über 1953 bis ins Jahr 2010. Klicken Sie auf die Dreiecke rechts und links vom Zeitstrahl, um die historischen Aufnahmen zu durchforsten.

    Abbildung 5: An vielen Orten finden Sie in Google Earth historische Luft- und Satellitenaufnahmen, manche sogar in schwarz-weiß.
    Abbildung 5: An vielen Orten finden Sie in Google Earth historische Luft- und Satellitenaufnahmen, manche sogar in schwarz-weiß.
    Abbildung 6: Über den Zeitstrahl oben links wechseln Sie zwischen den verschiedenen historischen Aufnahmen hin und her.
    Abbildung 6: Über den Zeitstrahl oben links wechseln Sie zwischen den verschiedenen historischen Aufnahmen hin und her.

Tipp: Google Earth: Startposition ändern

Rufen Sie Google Earth auf, sehen Sie nach dem Start meist den kompletten Erdball – womöglich wäre Ihnen aber eine andere Startposition lieber. Diese lässt sich leicht festlegen. Rufen Sie über die Eingabezeile unter Anfliegen den Ort aus, von dem Sie zukünftig starten wollen und zoomen Sie dann über [Bild]+[auf] und [Bild]+[ab] nach eigenem Gutdünken an den Zielort heran. Dann wählen Sie den Menüpunkt Ansicht / Zu meiner Startposition machen. Fortan landen Sie nach jedem Neustart von Google Earth am soeben gewählten Ort.

Tipp: Google Earth: Touren aufzeichnen

Der Trip nach London war wunderschön, und nun wollen Sie auch die Freunde an Ihren Touren durch die große Stadt teilhaben lassen? Kein Problem, auch das lässt sich mit Google Earth in zwei Schritten bewerkstelligen: Sie nehmen die Tour zunächst auf und verschicken Sie im zweiten Schritt als E-Mail-Anhang an Ihre Bekannten.

Um die Tour nachzuvollziehen, sollten Sie im ersten Versuch einen Testlauf starten und die Strecke schon einmal abfliegen. Passt alles, klicken Sie oben im Iconmenü auf das Kamerasymbol, das unten links zwei kleine Icons einblendet. Ihre Tour darf dabei nicht nur aus visuellen Eindrücken bestehen, sondern auch aus Audiokommentaren. Letzteres funktionierte aber auf unserem Testrechner nicht, also beließen wir es bei der rein visuellen Tour. Klicken Sie auf den runden roten Punkt, beginnt Google Earth mit der Aufzeichnung. Sie folgen nun der gewünschten Route und klicken einmal mehr auf den roten Punkt, sobald Ihre Tour vorüber ist. Google Earth spielt nun die komplette aufgezeichnete Tour ab.

Im Test bekamen wir Schwierigkeiten beim Einsatz von Street View – die Bilder blieben beim Abspielen unscharf. Als Alternative lassen sich an einigen Orten die 3-D-Gebäude aktivieren, auch wenn Street View natürlich ein realistischeres Bild vermittelt. Wollen Sie die aufgezeichnete Tour speichern, klicken Sie auf das kleine blaue Disketten-Icon rechts neben dem Abspiel-Button. Die fertige Tour landet dann im linken Bereich unter Orte.

Tipp: Google Earth: Touren teilen

Leider bieten die Google-Entwickler keine offensichtliche Möglichkeit an, um eine Tour an andere Google-Earth-Nutzer weiterzugeben – das ist jedoch möglich. Die Tour landet – zusammen mit Ihren anderen Touren – in der Datei myplaces.kml im versteckten Ordner .googleearth in Ihrem Home-Verzeichnis.

Diese Datei verschicken Sie nun zum Beispiel per E-Mail oder kopieren sie auf einen USB-Stick und bringen diesen zu einem Bekannten, der auch Google Earth verwendet. Sie müssen nun dessen myplaces.kml-Datei durch Ihre Version ersetzen, um Ihre Tour anzeigen zu lassen. Da der Bekannte aber womöglich bereits eigene Touren angelegt hat, sollte er erst seine Datei myplaces.kml suchen und umbenennen (zum Beispiel in myplaces.kml.ORIGINAL), bevor er Ihre Variante ausprobiert. Nach einem Start von Google Earth sollte nun im Bereich Orte Ihre Tour auftauchen.

Tipp: Google Earth: Entfernungen messen

Um die ungefähre Entfernung zwischen zwei Orten zu ermitteln, müssen Sie Ihren Rechner nicht mehr verlassen, um den Ort zu besuchen – es sei denn, Sie brauchen ganz genaue Angaben. In Google Earth zoomen Sie einfach an den gesuchten Ort heran, so dass Sie den Anfangs- und Endpunkt der Strecke im Auge haben. Klicken Sie dann oben im Menü auf das Lineal, erscheint ein kleines Fenster, das auch ein Aufklappmenü anbietet, aus dem Sie die Längeneinheit festlegen, in der Google Earth misst, etwa Meter oder Kilometer. Klicken Sie dann kurz mit der linken Maustaste auf den Startpunkt in Google Earth. Bewegen Sie den Mauszeiger über die Karte, sollte ihm ein gelber Streifen bis zum Zielpunkt folgen, den Sie erneut mit einem kurzen Linksklick bedenken (Abbildung 7). Im kleinen Fenster oben lesen Sie die Entfernung zwischen den eben gesetzten Punkten ab. Ist die Strecke verwinkelt, müssen Sie nacheinander mehrere Messungen vornehmen.

Abbildung 7: Ein einfaches Hilfsmittel ermöglicht es, in Google Earth Entfernungen zu messen.
Abbildung 7: Ein einfaches Hilfsmittel ermöglicht es, in Google Earth Entfernungen zu messen.

Tipp: EULA-Bug beheben: OpenSuse 12.2

Womöglich ist der hier beschrieben Bug beim Erscheinen von OpenSuse 12.2 bereits behoben, im Release Candidate 2 machte er jedoch Probleme beim Installieren des neuen Skype. Dieses laden Sie – wie gewohnt – von der Skype-Webseite [4] herunter, woraufhin ein RPM-Paket auf Ihrem Rechner landet. Das installieren Sie, indem Sie doppelt auf das Paket im Dateimanager klicken.

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