Aus EasyLinux 02/2012

Neue Software (Seite 12)

Sobald eine Thumbnail-Vorschau eines Fotos ausgewählt ist, zeigt GThumb links unten im Fenster die Bild-Eigenschaften an. Neben den Dateiattributen wie Größe und Änderungsdatum sehen Sie hier auch die in das Bild eingebetteten so genannten Exif-Daten. Unter Ubuntu müssen Sie dafür allerdings das Programmpaket libexif-gtk5 per Hand nachinstallieren, da es im GThumb-Paket nicht als Abhängigkeit gelistet ist.

Interessant sind diese Informationen vor allem bei Fotos aus der Digitalkamera. Praktisch alle Kameras legen Informationen wie Blende, Belichtungszeit oder, ob der Blitz ausgelöst hat, in der Bilddatei ab. Handys halten auf Wunsch oft die GPS-Koordinaten der Aufnahme fest. Im KDE-Dateimanager sind diese Informationen im Moment gar nicht zu sehen, unter Gnome/Nautilus erst nach Rechtsklick und Öffnen des Eigenschaften-Dialogs.

Wer suchet, der findet

Auch die speziell auf Bild- und Videodateien zugeschnittene Suche ist leistungsfähiger als die in Dolphin und Nautilus: Sie bezieht die schon angesprochenen Exif-Tags mit ein. So sucht sie nach dem von der Digitalkamera festgehaltenen Datum der Aufnahme. Das Erstellungsdatum der Datei hängt dagegen eventuell davon ab, wann Sie die Dateien auf den Computer kopiert haben.

Die Suche akzeptiert nicht nur einzelne Tage, sondern auch Datumsbereiche. Wenn Sie gar kein Ausschlusskriterium angeben, finden Sie alle Bild-, Video und Audiodateien im aktuellen Ordner und seinen Unterverzeichnissen, die Sie dann, wie alle Suchergebnisse, auch gleich in einem Katalog zusammenfassen können. Alternativ zur Suche gibt es Filter, deren Kriterien GThumb auch beim Wechsel des Ordners beibehält.

Auf dem Präsentierteller

Für die Präsentation der Bilder schaltet GThumb in die Vollbildansicht oder spielt eine Diashow mit Effekten beim Bildwechsel ab. Praktisch ist dabei, dass sich die Diashow-Einstellungen mit Katalogen verknüpfen lassen.

Drücken Sie [Strg]+[M], können Sie Exif-Tags, wie Beschreibung, eingebettete Schlagwörter oder das Aufnahmedatum, verändern. Anders als in Dolphin, der dafür seine eigene Datenbank benutzt, sind sie daher auch in Bildbearbeitungsprogrammen sichtbar. (Peter Kreußel/hge)

Die Redaktion meint

Hobbyfotographen freut an GThumb, dass die Software die eingebetteten Exif-Tags direkt beim Durchblättern der Dateien anzeigt. Auch die Suchfunktion wertet diese Tags aus, insbesondere das Aufnahmedatum, das nicht immer mit dem Erstellungsdatum der Datei übereinstimmt. Unverständlich ist allerdings, dass sich die Größe der Thumbnail-Vorschauen nur unter Bearbeiten / Einstellungen / Browser verändern lässt und nicht über direkt zugängliche Schieberegler oder Tastaturshortcuts.

Bewertung

3 von 5 Sternen

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