Aus EasyLinux 04/2011

In dieser Ausgabe: ClipGrab, HandBrake, Inkscape, KMediaFactory, Licq, Luminance-HDR, Synkron, VLC, Tor-Browser-Bundle, TrueCrypt. (Seite 2)

Installation und Start

HandBrake (Abbildung #) steht in den Repositories aller gängigen Distributionen zum Download bereit. Sie installieren das Programm mit der Paketverwaltung Ihrer Distribution. Die neueste Version der Software finden Sie auf der Heft-DVD, die Sie ebenfalls mit Ihrer Paketverwaltung als Paketquelle einrichten. Das Programm steht als Kommandozeilen- und GUI-Variante bereit, das Paket Paket handbrake-gtk enthält die Version mit grafischer Oberfläche.

Abb. #: HandBrake ist ein Tausendsassa in Sachen Videokonvertierung. Wenn Sie ein Video zur Wiedergabe auf iPhone, iPod oder anderen Apple-Geräten brauchen, werden Sie mit HandBrake zuverlässig glücklich.
Abb. #: HandBrake ist ein Tausendsassa in Sachen Videokonvertierung. Wenn Sie ein Video zur Wiedergabe auf iPhone, iPod oder anderen Apple-Geräten brauchen, werden Sie mit HandBrake zuverlässig glücklich.

Nach dem Start besteht der erste Schritt darin, via Source eine Quelldatei auszuwählen. HandBrake unterstützt sowohl Videodateien als auch die Anwahl eines DVD-Laufwerks oder eines auf die Platte kopierten DVD-Verzeichnisses. Wenn Sie HandBrake [#] eine DVD als Ziel vorgeben, scannt es automatisch dessen Menü und gibt Ihnen die Gelegenheit, nur spezifische Kapitel in ein anderes Format umzuwandeln.

Vordefinierte Profile

Im nächsten Schritt stellen Sie das Ausgabeformat des Videos ein. Hier punktet HandBrake mit seinen vordefinierten Profilen, die Sie im rechten Teil des Fensters finden. Es enthält Konfigurationsprofile für nahezu alle aktuellen Player von Apple. Dazu gehören die iPods und iPhones 1–4, sämtliche iPads sowie beide Generationen von Apples eigener TV-Lösung Apple-TV. Nach Auswahl des passendes Geräts setzt HandBrake sämtliche Einstellungen für das Zielvideo so, dass es sich problemlos darauf wiedergeben lässt. Üblicherweise scheitern Videos im falschen Format bereits auf dem Weg ins Gerät, weil sich iTunes dann weigert, sie als Video zu akzeptieren. Bei mit HandBrake konvertierten Videos klappte der Import in iTunes im Test hingegen tadellos.

Auch wenn keine Apple-Geräte zum Einsatz kommen, erweisen sich die Profile als wertvolle Hilfe. Mittels des Normal– und High-Profile-Profile erzeugen Sie z. B. Videos in einem Format, das auch Sonys Playstation 3 anstandslos abspielt.

Feintuning

Wenn Sie anstelle der fertigen Profile lieber selbst das Videoformat bestimmen möchten, lädt HandBrake Sie dazu mit einer Fülle von verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten ein. Das Programm dient dann einfach als sehr mächtiger Videokonverter, der aus nahezu jedem Quellformat Videos in verschiedenen Zielformaten erzeugt, wahlweise in normaler oder HD-Auflösung. Sämtliche Optionen erreichen Sie über die Reiter Video, Audio, Subtitles und H.264.

Auf die Plätze, fertig, los

HandBrake beginnt mit dem Konvertieren der ausgewählten Quelldatei nach einem Klick auf den Button Start. Das Programm besitzt eine interne Warteschlange für die Aufträge, die es nacheinander abarbeitet. So können Sie die Konvertierung mehrerer Videos planen und den Rechner verlassen, während dieser die ihm aufgetragene Aufgabe erledigt. Das ist übrigens durchaus ratsam: Gerade ältere Systeme bringt die Software ans Limit, weil es sämtliche Systemleistung beansprucht. Über Show Queue informieren Sie sich über den Status der aktuellen Aufträge. Im Activity Window sehen Sie darüber hinaus, was genau HandBrake gerade tut.

Die Redaktion meint

HandBrake ist ein mächtiger Videokonverter, der sich dank der integrierten Profile auch für ungeübte Anwender eignet. Allerdings steht die Programmoberfläche derzeit nur in englischer Sprache bereit. Übrigens: Praktisch alle Distributionen verteilen eine aktuellere Version von HandBrake als die von den Entwicklern offiziell freigegebene.

Bewertung

4 von 5 Sternen

Inkscape

Was Adobe Illustrator unter Windows ist Inkscape unter Linux: Das Referenzprogramm zum Erstellen und Bearbeiten von Vektorgrafiken.

Vektorgrafiken gelten als Königsdisziplin im Grafikbereich. Denn im Gegensatz zu ihren pixelbasierten Bildern bestehen sie lediglich aus mathematischen Angaben. Eine Zeichnung ist quasi in mathematischen Formeln beschrieben – stellt man die Ergebnisse der Formeln grafisch dar, erscheint das fertige Bild. Diese Art der Darstellung erweist sich vor allem dann als sehr nützlich, wenn eine freie Skalierbarkeit der Grafik erforderlich ist. Gemäß mathematischen Gesetzen lassen sich die Formeln, welche die Zeichnung beschreiben, verändern und beispielsweise gleichmäßig vergrößern. Das Endresultat ist die gleiche Zeichnung, aber wesentlich größer – und trotzdem mit so scharfen Ecken und Kanten wie beim Original. Bei ganz normalen Grafiken geht beim Vergrößern zwangsläufig Schärfe verloren.

Vektorgrafiken sind deswegen aus dem professionellen Grafikbetrieb nicht mehr wegzudenken. Für Windows und Mac OS gilt Adobes Illustrator als unangefochtener Platzhirsch. In der Linux-Welt hat sich Inkscape [#] etabliert. Anfang September fand die Version 0.48.2 den Weg auf die Server des Projektes, mit der die Entwickler den stabilen Zweig 0.48 weiterführen.

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