Aus EasyLinux 01/2011

Software-News

Neue Software

Im Quartalsrhythmus erscheinen viele Programme in neuer Version. Eine Auswahl stellen wir regelmäßig vor, und auf der Heft-DVD finden Sie die passenden Pakete und Installationshinweise.

DVDStyler

Wenn Sie eine Film-DVD in Ihren DVD-Player oder Ihr DVD-Laufwerk legen, sehen Sie in der Regel ein Menü, über das Sie verschiedene andere Menüs erreichen oder den Film direkt starten. Wenn Sie dieselbe DVD stattdessen in einem Dateimanager öffnen, stellen Sie fest, dass der Silberling lediglich zwei Ordner namens VIDEO_TS und AUDIO_TS enthält, die diverse Dateien enthalten. Eine klare Struktur erkennt der unerfahrene Anwender nicht. Trotzdem kommt bei vielen Nutzern immer wieder der Wunsch auf, selbst DVDs mit einer ansprechenden Menüführung zu gestalten, die ein normaler DVD-Player abspielt. An all jene Nutzer richtet sich das Programm DVDStyler (Abbildung 1): Es schlägt die Brücke zwischen dem nüchternen DVD-Standard und dem Endanwender.

Abbildung 1: Das DVDStyler-Hauptfenster gewährt Zugriff auf alle wichtigen Funktionen. Die Medienbibliothek am unteren Bildschirmrand dient als zentraler Dreh- und Angelpunkt.
Abbildung 1: Das DVDStyler-Hauptfenster gewährt Zugriff auf alle wichtigen Funktionen. Die Medienbibliothek am unteren Bildschirmrand dient als zentraler Dreh- und Angelpunkt.

Aller Anfang

Nach dem ersten Programmstart begrüßt DVDStyler [1] Sie mit einem Wizard (Abbildung 1). Sie geben hier die Art des Mediums an, welches Sie im Folgenden erstellen möchten, das Video-Format (PAL oder NTSC) sowie das Seitenverhältnis Ihrer DVD. Im nächsten Schritt gelangen Sie zur Auswahl der von DVDStyler mitgelieferten DVD-Menüvorlagen. Diese sind erst seit der Version 1.8 mit an Bord und erleichtern das Gestalten von DVD-Menüs. Im Augenblick befinden sich im Fundus des Programms nur drei Themes, die aber für den Anfang ausreichen.

Abbildung 1: Nach dem Programmstart begrüßt DVDStyler Sie mit einem Wizard, in dem Sie unter anderem das Format Ihres Videos festlegen.
Abbildung 1: Nach dem Programmstart begrüßt DVDStyler Sie mit einem Wizard, in dem Sie unter anderem das Format Ihres Videos festlegen.

Danach zeigt das Programm im Hauptfenster das von Ihnen gewählte DVD-Menü-Theme. Links sehen Sie verfügbare Knöpfe und Hintergründe für Ihr DVD-Menü, rechts den Arbeitsbereich und am unteren Rand des Fensters die Medienbibliothek Ihrer DVD. Über das Kontextmenü (rechte Maustaste) können Sie hier einen Datei-Öffnen-Dialog aufrufen und darüber Dateien zur Bibliothek hinzufügen. Diese stehen dann später als Ziel für Buttons im Arbeitsbereich zur Verfügung. Wenn Sie also einen Film namens test1.avi einfügen und danach im Arbeitsbereich einen Button hinzufügen, können Sie dort als Aktion beim Klick auf den Button Springe zu test1.avi angeben. Verwenden Sie eine Menüvorlage und fügen Videos hinzu, baut DVDStyler die passenden Links im Untermenü 1 automatisch für Sie ein. Dieses Link-Konzept, das an HTML-Links auf Webseiten errinert, zieht sich fast durch das ganze Programm.

Buntes Allerlei

Zusätzlich zu den mitgelieferten Vorlagen bringt das Programm auch einige Hintergründe mit, die Sie alternativ verwenden können. Daneben bietet die Applikation die Möglichkeit, Schrifteffekte für Buttons festzulegen oder Bilder statt Text als Schaltflächen zu verwenden. Wer Icons bevorzugt, findet im Unterpunkt Knöpfe eine große Auswahl. Vorlagen und Hintergründe ziehen Sie per Drag & Drop in den Arbeitsbereich.

Da DVDStyler beliebige Bilder in ein DVD-Menü einfügen kann, können Sie damit auch eine Dia-Show erstellen. Das ist zwar nicht das Steckenpferd des Programms, klappt aber trotzdem ganz gut.

Videoformate

Nach dem Anlegen einer Menüvorlage und deren Änderung nach Ihren persönlichen Wünschen fügen Sie Filme hinzu und verknüpfen diese mit den Links im Untermenü 1. Sie müssen dabei nicht auf das Format achten. Stellt das Programm fest, dass ein Film nicht in einem DVD-kompatiblen Format (MPEG2 oder VOB) vorliegt, konvertiert es diesen automatisch für Sie – zumindest dann, wenn der Rechner die dafür benötigten Programme vorhält. Da DVDStyler diese bei der Installation als Abhängigkeiten automatisch nachzieht, brauchen Sie sich darum im Normalfall nicht zu kümmern.

Nach dem Einfügen aller Videos und deren Verlinkung mit den Buttons klicken Sie auf das Symbol mit der brennenden DVD, Dann brennt das Programm das Projekt auf eine DVD. Den fertigen Datenträger spielen Sie im Anschluss auf einem beliebigen DVD-Player ab. DVDStyler erstellt automatisch Kapitel, die später eine Einteilung der DVD darstellen – ganz so, wie Sie es von Kauf-DVDs kennen.

Das meint die Redaktion

DVDStyler funktioniert gut, Stabilitätsprobleme gehören mit der aktuellen Version 1.8.1 der Vergangenheit an. Seine Stärke liegt in der Fähigkeit, viele verschiedene Filme für den Anwender übersichtlich strukturiert auf einer DVD unterzubringen. Auch zum Erstellen einer Lehr-DVD eignet sich das Programm, nicht zuletzt wegen seiner Fähigkeit, mehrere Audiospuren zu verwalten.

Bewertung

4 Sterne

Firefox 4

Galt vor 10 Jahren noch der Internet Explorer als Maß aller Dinge, wendete sich seither das Blatt gründlich. Die Protagonisten heißen inzwischen Google Chrome, Opera und Mozilla Firefox [1]. Letzteren unterzogen die Macher einer gründlichen Frischzellenkur.

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