Aus EasyLinux 04/2010

Tipps und Tricks zu Gnome (Seite 2)

Um die eigenen Kontakte zu exportieren, wählen Sie aus dem Datei-Menü den Punkt Adressbuch als vCard speichern. Im folgenden Dialog vergeben Sie einen Namen und wählen einen Speicherort aus. Klicken Sie auf den Pfeil vor Ordner-Browser, um die ausführliche Ansicht auszuklappen. Als Dateiendung vergibt Evolution automatisch .vcf („vCard file“).

Wie gesagt handelt es sich bei vCards um Dateien im Textformat. Sie können sie also mit einem Texteditor wie Gedit betrachten und bearbeiten. Außerdem können Sie diese Dateien mit anderen Mailern, wie Thunderbird, Google Mail, Microsoft Outlook und Evolution einlesen. Der folgende Tipp zeigt, wie’s geht.

Tipp: Evolution: vCard-Adressbuch importieren

Um ein Adressbuch im vCard-Format einzulesen, starten Sie den Evolution-Importassistenten über Datei / Importieren. Klicken Sie im Begrüßungsdialog auf Vor und wählen Sie dann die Checkbox Eine einzelne Datei importieren aus. Bestätigen Sie erneut mit Vor und klicken Sie dann auf das Ordnersymbol neben Dateiname.

Im folgenden Auswahldialog navigieren Sie zur gewünschten vCard-Datei und klicken auf Öffnen. Im Drop-down-Menü Dateityp stellen Sie außerdem VCard (.vcf, .gcrd) ein und klicken wiederum auf Vor. Anschließend suchen Sie das Ziel aus. Verwenden Sie in Evolution mehr als ein Adressbuch, können Sie zwischen vorhandenen Sammlungen wählen. Klicken Sie ein letztes Mal auf Vor und dann auf Anwenden, um die Daten einzulesen.

Tipp: Gnome-Commander: Look & Feel ändern

In der letzten Folge der Gnome-Tipps [1] haben wir den alternativen Dateimanager Gnome-Commander [2] vorgestellt. Wir haben gezeigt, wie Sie den Midnight-Commander-Clone installieren, die Grundfunktionen erreichen und beim Start Verzeichnisse für die rechte und linke Ansicht angeben. Darauf aufbauend geht’s jetzt ins Eingemachte. Zunächst zeigen wir, wie Sie Look & Feel des Dateimanagers beeinflussen können.

Sämtliche Angaben zum Aussehen von Gnome-Commander machen Sie im Dialog Einstellungen / Optionen (Tastenkombination [Strg]+[O]) auf dem Reiter Layout. Im oberen Bereich des Fensters konfigurieren Sie Schriftart und -größe, ob der Dateimanager Dateiendungen anzeigt und ob er Symbole verwendet.

Im Drop-down-Menü Farbschema ändern Sie die Farben für die Verzeichnisansicht. Gefällt Ihnen beispielsweise die typische Midnight-Commander-Einfärbung (weiße Schrift auf blauem Hintergrund) nicht, wechseln Sie von Klassisch auf einen anderen Look. Gnome-Commander bietet sechs feste Farbschemata und ein freies, das Sie per Klick auf die Schaltfläche Bearbeiten selbst gestalten können. Entscheiden Sie sich für das Schema Themenfarben berücksichtigen, passt sich der Gnome-Commander besonders gut in die Desktopumgebung ein.

Für zusätzlichen Komfort sorgt außerdem ein Klick in die Checkbox Dateieinfärbung laut Umgebungsvariable LS_COLORS vornehmen. Der Dateimanager wertet die genannte Variable LS_COLORS aus, um die verschiedenen Dateitypen farbig darzustellen (Abbildung 3).

Abbildung 3: Der Gnome-Commander bietet verschiedene Farbschemata an. Hier sind die Einstellung "Themenfarben berücksichtigen" und die Einfärbung der Dateitypen laut LS_COLORS gewählt.
Abbildung 3: Der Gnome-Commander bietet verschiedene Farbschemata an. Hier sind die Einstellung „Themenfarben berücksichtigen“ und die Einfärbung der Dateitypen laut LS_COLORS gewählt.

Tipp: Gnome-Commander: Terminal im aktuellen Verzeichnis

Der Dateimanager bietet ein praktisches Feature, mit dem Sie ohne große Umwege ein Terminalfenster im Ordner öffnen, in dem Sie sich gerade befinden. Dabei spielt es keine Rolle, ob der rechte oder linke Bereich gerade aktiv ist.

Navigieren Sie mit der Maus oder Tastatur zum gewünschten Ort und geben Sie dann ganz unten in die Eingabezeile bash ein. Schicken Sie das Kommando mit der Tastenkombination [Umschalt]+[Eingabe] ab, und nach kurzer Zeit öffnet sich ein xterm-Fenster. Finden Sie diese Terminalanwendung zu spartanisch, können Sie auch das Gnome-Konsolenprogramm starten. Dazu tippen Sie statt bash einfach gnome-terminal ins Feld.

Tipp: Fotoserie erstellen mit Cheese

Besitzt Ihr Rechner eine Webcam, können Sie das kleine Tool Cheese dazu verwenden, lustige Schnappschüsse in Serie zu schießen. Bis zu 100 Bilder hintereinander erstellt die Webcam-Anwendung auf Wunsch.

Um den Serieaufnahmemodus einzurichten, öffnen Sie zunächst über Bearbeiten den Konfigurationsdialog. Dann stellen Sie neben Anzahl der Fotos ein, wie viele Bilder Sie hintereinander schießen möchten. Auch die Zeitdauer zwischen den Fotos (in Sekunden) legen Sie hier fest. Ist alles fertig eingerichtet, starten Sie die Serienaufnahme über das Cheese-Menü oder über das Symbol neben dem Filmstreifen.

EasyLinux 04/2010 KAUFEN
EINZELNE AUSGABE Print-Ausgaben Digitale Ausgaben
ABONNEMENTS Print-Abos Digitales Abo
TABLET & SMARTPHONE APPS
Deutschland

Hinterlasse einen Kommentar

  E-Mail Benachrichtigung  
Benachrichtige mich zu: