Aus EasyLinux 03/2010

KDE-Tipps (Seite 2)

Tipp: Fenster in Konqueror teilen

Besonders praktisch bei der Dateiverwaltung ist die Option, das Konqueror-Fenster vertikal oder horizontal zu teilen. So kann man bequem Dateien per Drag & Drop verschieben und kopieren. Am schnellsten gelangen Sie über die Tastatur zu einem geteilten Fenster: [Strg]+[Umschalt]+[L] teilt das Fenster vertikal, [Strg]+[Umschalt]+[T] horizontal. Wer noch mehr Verzeichnisse im Blick behalten muss, kann die Fensterhälften mit den Tastenkombinationen erneut teilen. Grenzen setzt dabei nur die Bildschirmgröße.

Tipp: Installierte Schriftarten auflisten

Möchten Sie sehen, welche Schriftarten auf dem System installiert sind, geht das am schnellsten mit dem Dateimanager Dolphin. Geben Sie dazu fonts: in die Adresszeile ein und drücken Sie [Eingabe]. Um den Inhalt der Adresszeile in Dolphin bearbeiten zu können, müssen Sie diese mit der rechten Maustaste anklicken und Bearbeiten aus dem aufklappenden Kontextmenü wählen; das Gleiche erreichen Sie auch mit [Strg]+[L].

Die Schriftartenübersicht enthält die beiden Ordner Personal und System. Sofern Sie noch keine TrueType-Fonts in den Ordner .fonts in Ihrem Home-Verzeichnis kopiert haben, ist der erste leer. Im Verzeichnis System finden Sie die Schriftarten, die der Distributor mitgeliefert hat (Abbildung 3). Ein Doppelklick auf eine davon öffnet eine Vorschauansicht der Schrift in KFontview.

Abbildung 3: Geben Sie "fonts:" in der Adressleiste ein, zeigt Dolphin die installierten Schriftarten an.
Abbildung 3: Geben Sie „fonts:“ in der Adressleiste ein, zeigt Dolphin die installierten Schriftarten an.

Tipp: Text im Font-Betrachter ändern

Der Beispieltext in KFontview (Falsches Üben von Xylophonmusik quält jeden größeren Zwerg) enthält zwar alle Buchstaben des Alphabets und die deutschen Umlaute und Sonderzeichen, ist aber wenig geeignet zu beurteilen, ob ein Font für einen großen Schriftzug etwa auf einer Grußkarte taugt. Der Beispieltext lässt sich jedoch leicht anpassen, indem Sie in der Werkzeugleiste auf Text ändern klicken: Geben Sie im sich öffnenden Dialog einfach den gewünschten Satz ein (Abbildung 4).

Abbildung 4: Ein Klick auf "Text ändern" öffnet eine Eingabezeile zum Eintippen eines anderen Beispieltexts.
Abbildung 4: Ein Klick auf „Text ändern“ öffnet eine Eingabezeile zum Eintippen eines anderen Beispieltexts.

Tipp: Konqueror, Dolphin & Co. sprechen IMAP

Wenig praxistauglich und eher eine Skurrilität, um Freunde zu verblüffen: Konqueror und Dolphin können den Inhalt von IMAP-Ordnern auf dem Server des Mail-Providers anzeigen. Geben Sie dazu beispielsweise

imap://imap.t-online.de

in die Adresszeile ein. imap.t-online.de ersetzen Sie dabei durch die Adresse des IMAP-Servers Ihres Providers. Daraufhin erscheint ein Dialog, in dem Sie den Mail-Benutzernamen und dessen Passwort eingeben müssen. Haben Sie sich als berechtigt ausgewiesen, zeigen Konqueror und Dolphin Ihre IMAP-Ordner auf dem Server mit allen Mails an.

Hintergrund: Damit nicht jeder KDE-Entwickler für jedes Programm das Rad neu erfinden muss, liefert der Basis-Desktop Unterstützung für eine ganze Reihe von Protokollen mit, die Software-Entwickler in ihre Anwendungen einbauen können. Diese Protokoll-Shortcuts funktionieren auch in Konqueror und Dolphin, so dass Sie im Dateimanager durch die Mail-Ordner browsen können – aber Vorsicht: Auch wenn Sie dort keine Mails schreiben können, können Sie diese durchaus verschieben oder löschen.

Tipp: Plasma-Widgets ohne Werkzeugleiste

Wenn Sie die aufpoppende Werkzeugleiste von Plasma-Widgets wie dem Bilderrahmen nervt, die erscheint, sobald Sie den Mauszeiger darüber bewegen, schalten Sie diese Funktion einfach ab: Dazu klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Desktop-Hintergrund und wählen Miniprogramme sperren aus dem Kontextmenü.

Einziger Nachteil: Gesperrte Widgets können Sie nicht mehr verschieben. Auf die Einrichtungsdialoge der Miniprogramme haben Sie jedoch auch ohne Werkzeugleiste Zugriff. Sie erreichen sie bei jedem Plasma-Widget, indem Sie es mit der rechten Maustaste anklicken und dort Einstellungen für Widget-Name wählen.

Tipp: Zielfeld von KGet verbannen

Ein klarer Fall von „nett gedacht, schlecht gemacht“ ist das so genannte Zielfeld des Download-Managers KGet: Standardmäßig zeigt das Programm in der Mitte des Bildschirms das Icon einer Festplatte mit grünem Pfeil an, das sich dauerhaft im Vordergrund befindet. Ziehen Sie einen Download-Link darauf, fragt KGet nach, ob es die Datei herunterladen soll. Was ganz praktisch scheint, ist im Alltagsbetrieb störend: Zum einen funktioniert es nicht mit in Flash geschriebenen Download-Buttons, zum anderen wirkt das Zielfeld bei textlastigen Seiten oder Browser-Games wie ein störender Fremdkörper.

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