Aus EasyLinux 02/2007

Tipps & Tricks zu KDE

Besser arbeiten mit KDE

Auf manchem Desktop ist wenig Platz. Die folgenden Tipps helfen Ihnen, sich mehr Raum zu verschaffen. Außerdem erfahren Sie, wie Sie Symbole ausrichten, Hintergrundbilder austauschen und Internetadressen auf dem Desktop ablegen.

Tipp: Kontrollzentrum unter OpenSuse 10.2

Für das KDE-Kontrollzentrum befindet sich unter OpenSuse 10.2 kein Eintrag im K-Menü. Falls Sie mit dem Suse-Menüstil arbeiten, starten Sie es, indem Sie bei ausgeklapptem Startmenü kcontrol eingeben. Klicken Sie den neuen Eintrag an, um das Kontrollzentrum aufzurufen.

Arbeiten Sie mit dem klassischen KDE-Menüstil, wählen Sie Befehl ausführen und tragen in den Dialog kcontrol ein. Nach einem Klick auf Ausführen startet auch hier das Kontrollzentrum.

Tipp: Platz auf dem Desktop schaffen

Wenn viele Fenster geöffnet sind, verliert man leicht den Überblick. Linux und KDE bieten mehrere Möglichkeiten, Ordnung zu schaffen. Für mehr Übersicht können Sie Fenster beispielsweise auf anderen Arbeitsflächen platzieren. Falls Sie mehr Desktops benötigen, legen Sie weitere Flächen im Kontrollzentrum unter Arbeitsfläche / Virtuelle Arbeitsflächen an. Freie Sicht erhalten Sie am schnellsten mit einem Klick auf das Icon Arbeitsfläche anzeigen in der Kontrollleiste; daraufhin minimiert KDE alle Programmfenster.

Eine dritte Möglichkeit: Klicken Sie doppelt auf die Titelleiste eines ungenutzten Programmfensters, reduziert KDE es auf seine Titelleiste. Dieses Verhalten erreichen Sie auch, indem Sie mit der rechten Maustaste auf die Titelleiste klicken und die Option Fensterheber einschalten. Ein erneuter Doppelklick auf die Titelleiste klappt das Fenster wieder aus.

Tipp: Automatischer Fensterheber

Anders als bei Windows kann man unter Linux das Verhalten der Programmfenster umfassend und individuell anpassen. So ist es bei KDE möglich, Fenster automatisch auf die Titelleiste zu reduzieren und sie durch Zeigen auf die Titelleiste automatisch aufzuklappen. Diese Funktionen aktivieren Sie im Kontrollzentrum.

Wechseln Sie in der linken Fensterhälfte zu Arbeitsfläche / Fenstereigenschaften und dort auf die Registerkarte Erweitert. Schalten Sie hier die Funktion Automatischer Fensterheber ein und bestätigen Sie Ihre Wahl mit Anwenden (Abbildung 1). Wenn Sie anschließend mit der rechten Maustaste auf die Titelleiste eines Programmfensters klicken und die Option Fensterheber auswählen, wird das Fenster auf die Leiste reduziert und die Automatik eingeschaltet. Bewegen Sie nun den Mauszeiger auf die Titelleiste, klappt das Fenster automatisch wieder auf.

Die Programmfenster bleiben dabei bis zum Klick allerdings im Hintergrund, sofern Sie nicht zuvor schon vorn platziert waren. Doch auch dieses Verhalten können Sie anpassen: Wechseln Sie dazu bei den Fenstereigenschaften im Kontrollzentrum auf das Register Aktivierung. Hier schalten Sie als Regelung die Aktivierung bei Mauskontakt ein. Wenn Sie nun noch die Option Automatisch nach vorne auswählen, werden die Programmfenster aktiviert und nach der als Verzögerung eingestellten Zeit in den Vordergrund geholt.

So, wie Sie das automatische Platzieren im Vordergrund verzögern können, lässt sich auch der Zeitraum bis zur Aktivierung eines Programmfensters anpassen: Schalten Sie dazu Aktivierung verzögern ein und geben eine Zeit in Millisekunden vor. Sie sollten hier keinen zu niedrigen Wert wählen, um nicht bei jeder Mausbewegung auf dem Desktop versehentlich ein anderes Fenster zu aktivieren.

Abbildung 1: Eine feine Funktion ist der automatische Fensterheber: Damit sparen Sie sich manchen Mausklick.
Abbildung 1: Eine feine Funktion ist der automatische Fensterheber: Damit sparen Sie sich manchen Mausklick.

Tipp: Mehr Platz in der Fensterleiste

Die Fensterleiste ist der Teil der Kontrollleiste, in der KDE für jedes Programmfenster eine Schaltfläche anzeigt. In der Voreinstellung befinden sich dort Buttons für die Programme aller Arbeitsflächen. Bei vielen laufenden Anwendung wird es in der Leiste sehr schnell eng und unübersichtlich, so dass Sie die Beschriftung der Schaltflächen nicht mehr lesen können. Einige Einstellungen im Abschnitt Arbeitsfläche / Fensterleiste des Kontrollzentrums schaffen Abhilfe: Schalten Sie die Option Die Fenster sämtlicher Arbeitsflächen anzeigen aus, zeigt KDE in der Fensterleiste nur noch Buttons für die Fenster des aktuellen Desktops an.

Noch mehr Platz erhalten Sie, wenn Sie nur minimierte Fenster anzeigen lassen (Abbildung 2). Dann verschwinden alle Fenster aus der Fensterleiste, die Sie nicht minimiert haben. Die Funktion Programmsymbole anzeigen zu deaktivieren, bringt leider nicht mehr Platz, sondern entfernt nur die Programmicons aus den Schaltflächen – ohne die aussagekräftigen Programmsymbole sind Sie dann jedes Mal gezwungen, die Beschriftung zu lesen, um das gewünschte Programm zu finden.

Abbildung 2: In diesem Dialog sorgen Sie für mehr Übersicht in der Fensterleiste.
Abbildung 2: In diesem Dialog sorgen Sie für mehr Übersicht in der Fensterleiste.

Tipp: Kontrollleiste macht Platz

Eine weitere Möglichkeit, mehr Platz auf dem Desktop zu erhalten, bietet die KDE-Kontrollleiste. Für Änderungen öffnen Sie das Kontrollzentrum und wechseln zum Abschnitt Arbeitsfläche / Kontrollleisten. Im Register Layout verkleinern Sie die KDE-Leiste, indem Sie die Länge anpassen. Dann füllt die Leiste je nach Position nicht mehr die gesamte Bildschirmbreite oder -höhe aus.

EasyLinux 02/2007 KAUFEN
EINZELNE AUSGABE Print-Ausgaben Digitale Ausgaben
ABONNEMENTS Print-Abos Digitales Abo
TABLET & SMARTPHONE APPS
Deutschland

Hinterlasse einen Kommentar

  E-Mail Benachrichtigung  
Benachrichtige mich zu: