Aus EasyLinux 01/2007

Tipps und Tricks zu KDE

Besser arbeiten mit KDE

Was passiert eigentlich, wenn man den Mülleimer in den Mülleimer wirft und vor allem: Woher bekommet man einen neuen? Die KDE-Tipps widmen sich diesen Monat einfachen Alltagsaufgaben: vom sicheren oder riskanten Löschen bis zum Erinnern an wichtige Termine.

Tipp: Tastaturbelegung umstellen

Der Besuch aus Übersee will auf Ihrem Rechner nur schnell eine Mail verschicken – und verzweifelt an der deutschen Tastaturbelegung, bei der Y und Z ganz ungewohnt vertauscht sind. Als guter Gastgeber schalten Sie für Ihren Besuch einfach die Tastaturbelegung um: Öffnen Sie dazu die KDE-Einstellungen und wechseln Sie zum Reiter Regionaleinstellungen & Zugangshilfen. Unter Tastaturlayout markieren Sie die Checkbox Tastaturlayouts aktivieren. Im Auswahlmenü links wählen Sie die gewünschte Sprache, etwa Englisch, und tragen sie über einen Klick auf Hinzufügen bei den aktiven Belegungen ein (Abbildung 1). Über die Pfeil-Schaltflächen bestimmen Sie, mit welcher Belegung Sie standardmäßig arbeiten wollen.

Sobald Sie auf Anwenden klicken, erscheint in der Kontrollleiste ein kleines Flaggensymbol, über das Sie bequem per Mausklick zwischen den Belegungen wechseln können. Alternativ ändern Sie die Tastaturbelegung mit [Strg]+[Alt]+[K].

Funktioniert anschließend Ihre deutsche Belegung nicht mehr wie gewohnt, war im Einrichtungsdialog wahrscheinlich der falsche Tastaturtyp voreingestellt: Starten Sie dann erneut das Kontrollzentrum und wählen Sie unter Tastaturtyp das richtige Modell aus.

Abbildung 1: In den KDE-Einstellungen aktivieren Sie alternative Tastaturbelegungen.
Abbildung 1: In den KDE-Einstellungen aktivieren Sie alternative Tastaturbelegungen.

Tipp: Sprache der Oberfläche umschalten

Wer nicht nur die Tastaturbelegung umschalten, sondern gleich die Sprache aller KDE-Programme ändern will, erreicht dies im Abschnitt Land/Region & Sprache des Kontrollzentrums. Unter Sprache hinzufügen präsentiert KDE alle Sprachen, die auf Ihrem System installiert sind, in der Regel sind das Deutsch und Englisch. Um weitere Sprachen zur Auswahl zu haben, müssen Sie zunächst in der Paketverwaltung Ihrer Distribution das passende Sprachpaket installieren: Dessen Name beginnet mit kde3-i18n-, gefolgt vom entsprechenden Sprachkürzel. Anschließend ergänzen Sie die Sprache in Ihren Einstellungen. Nach dem Klick auf Anwenden präsentieren sich alle neu gestarteten Anwendungen mit Menüs in der gewählten Sprache.

Tipp: Icons einfärben

Irgendwann hat man sich an den KDE-Icons sattgesehen – Abwechslung tut Not. Doch statt gleich ein komplett neues Icon-Set zu installieren, das meist von schlechterer Qualität als das voreingestellte ist, probieren Sie es doch einmal mit Einfärben (Abbildung 2). Die entsprechende Funktion versteckt sich in den KDE-Einstellungen unter Erscheinungsbild im Abschnitt Symbole. Wechseln Sie dort zum Reiter Erweitert. Oben links wählen Sie aus, welche Icon-Kategorie Sie einfärben wollen: Über Arbeitsfläche / Dateiverwaltung ändern Sie beispielsweise die Icons auf dem Desktop und im Dateimanager Konqueror.

Wer gleich global zum Farbeimer greifen will, markiert stattdessen Sämtliche Symbole. Klicken Sie anschließend auf Effekt festlegen. KDE bietet Ihnen nun eine Reihe von Effekten an, darunter Einfärben. Per Klick auf das Farbfeld wählen Sie die gewünschte Farbe aus, mit OK und Anwenden bestätigen Sie die Änderung.

Abbildung 2: Mit wenigen Mausklicks färben Sie die Standard-Icons neu ein.
Abbildung 2: Mit wenigen Mausklicks färben Sie die Standard-Icons neu ein.

Tipp: Werkzeugleistensymbole beschriften

So aussagekräftig Symbole in Werkzeugleisten auch gezeichnet sind, manch einer kommt mit einer Beschriftung besser zurecht. Über die KDE-Einstellungen aktivieren Sie global in allen KDE-Programmen Beschriftungen in den Werkzeugleisten: Sie finden die Option unter Erscheinungsbild / Stil auf dem Reiter Werkzeugleiste. Im Auswahlmenü Textposition legen Sie fest, ob KDE Symbole, Symbole mit Text oder nur Text anzeigen soll.

Tipp: Eigenes Favoritenmenü mit Schnellzugriff

Mit einem benutzerdefinierten Menü haben Sie per Klick auf eine beliebige Stelle des Desktops Zugriff auf Ihre Lieblingsprogramme und die wichtigsten Verzeichnisse. Ein solches Menü legen Sie über Arbeitsfläche / Verhalten in den KDE-Einstellungen an. Im Reiter Allgemein finden Sie unten die Rubrik Maustastenaktionen. Dort bestimmen Sie für jede Maustaste einzeln, was passiert, wenn Sie auf eine beliebige Stelle der Arbeitsfläche klicken. KDE bietet bereits einige vorgefertigte Aktionen, z. B. Anzeigen der Fensterliste (einer Übersicht aller geöffneten Fenster), des Programm- oder Lesezeichenmenüs.

Wählen Sie für die gewünschte Maustaste Benutzerdefiniertes Menü aus und entscheiden Sie über die Schaltfläche Bearbeiten, was KDE in diesem Menü anbietet, beispielsweise Ihre am häufigsten benutzten Programme oder Verzeichnisse, in die Sie oft im Dateimanager wechseln. Bestätigen Sie die Änderung mit Anwenden, genügt in Zukunft ein Klick auf die Arbeitsfläche mit der festgelegten Maustaste, um das Spezialmenü zu öffnen.

Tipp: Dateien aus dem Mülleimer wiederherstellen

Versehentlich gelöschte Dateien ziehen Sie üblicherweise per Drag & Drop wieder aus dem Mülleimer. Es geht aber noch einen Tick bequemer: Wenn Sie per Rechtsklick das Kontextmenü einer Datei im Papierkorb öffnen und dort Wiederherstellen wählen, bewegt KDE die Datei wieder in das Ursprungsverzeichnis zurück, in dem sie sich vor dem Löschen befand.

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