Aus EasyLinux 01/2007

Tipps und Tricks zu Gnome

Gnome-Tipps

Gnome ist neben KDE die zweite große Desktopumgebung für Linux. Seit kurzem stellt EasyLinux in den Gnome-Tipps regelmäßig Nützliches und Praktisches für die alternative grafische Oberfläche vor.

Tipp: Dateien und Ordner in Nautilus hervorheben

Sie sehen nicht nur hübsch aus, sondern ziehen auch die Aufmerksamkeit des Benutzers auf sich: die kleinen Minibilder, die so genannten Embleme, die Sie in Gnomes Dateimanager Dateien und Verzeichnissen zuordnen können. Schmücken Sie wichtige Dateien oder oft besuchte Ordner einfach mit einem kleinen Icon, damit diese besser ins Auge fallen. Am schnellsten geht das über das Kontextmenü:

  1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine Datei oder ein Verzeichnis und wählen Sie aus dem aufklappenden Menü den Punkt Eigenschaften.
  2. Im folgenden Dialogfenster wechseln Sie zum Reiter Embleme. Um ein Emblem zuzuweisen, markieren Sie die Checkbox vor dem Icon und beenden die Einrichtung mit einem Klick auf Schließen.

  3. Anschließend zeigt Nautilus sowohl in der Symbol- als auch in der Listenansicht die Minibilder an – Verzeichnisse tragen den Schmuck unten links, Dateien oben rechts (Abbildung 1).

    Abbildung 1: Augenschmaus und Navigationshilfe in einem – Nautilus erlaubt es, Embleme an Dateien und Verzeichnisse anzuheften.
    Abbildung 1: Augenschmaus und Navigationshilfe in einem – Nautilus erlaubt es, Embleme an Dateien und Verzeichnisse anzuheften.

Tipp: Icongröße auf dem Desktop anpassen

Wer viele Icons auf dem Desktop ablegt, verliert vielleicht trotz der auffälligen Embleme die Übersicht. Unter Gnome ist es möglich, die Größe der Icons zu verändern und Dinge auf diese Weise noch mehr ins Zentrum der Aufmerksamkeit zu rücken:

  1. Klicken Sie das entsprechende Datei- oder Verzeichnis-Icon mit der rechten Maustaste an und wählen Sie im Kontextmenü den Eintrag Symbol strecken.
  2. Um das Symbol herum erscheinen nun vier kleine Anfasser. Mit gedrückter linker Maustaste ziehen Sie das Icon auf die gewünschte Größe.

  3. Die Originalgröße stellen Sie ebenfalls über das Kontextmenü wieder her: Dazu wählen Sie den Menüeintrag Symbolgröße zurücksetzen.

Tipp: Programmverknüpfungen in Nautilus ändern

Standardmäßig öffnet Nautilus Dateien bestimmter Typen immer mit der gleichen Anwendung. So startet beim Doppelklick auf eine Bilddatei der Bildbetrachter „Eye of Gnome“, ein Doppelklick auf PDF-Dokumente öffnet den PostScript- und PDF-Viewer Evince, MP3-Dateien spielt Rhythmbox ab, usw.

Wem diese Verknüpfungen nicht zusagen, der kann Nautilus veranlassen, beim Doppelklick eine alternative Anwendung zu starten. Einmalig gelingt das über die rechte Maustaste: Klicken Sie die Datei an und wählen Sie Öffnen mit, um eine Auswahl der Alternativen einzublenden.

Um ein Programm einem Dateityp fest zuzuweisen, klicken Sie die Datei ebenfalls mit der rechten Maustaste an und wählen im Kontextmenü Eigenschaften. Wechseln Sie zum Reiter Öffnen mit und markieren Sie die Checkbox vor der gewünschten Anwendung (Abbildung 2). Taucht ein Programm nicht in der Auswahl auf, klicken Sie auf Hinzufügen. Im erscheinenden Dialog navigieren Sie zum gesuchten Programm oder geben einen Befehl von Hand ein (Einen benutzerdefinierten Befehl verwenden). Beachten Sie, dass die geänderte Verknüpfung nicht nur für die ausgewählte Datei, sondern für alle anderen Dateien dieses Typs gilt.

Abbildung 2: Verknüpfungen mit Standardanwendungen ändern Sie in Nautilus über "Eigenschaften / Öffnen mit".
Abbildung 2: Verknüpfungen mit Standardanwendungen ändern Sie in Nautilus über „Eigenschaften / Öffnen mit“.

Tipp: Löschen ohne Umweg in Nautilus

Dateien und Verzeichnisse löschen Sie bequem mit Gnomes Dateimanager Nautilus. Markieren Sie eines oder mehrere Objekte mit der Maus und drücken Sie [Entf] oder wählen Sie aus dem Kontextmenü der rechten Maustaste In den Müll verschieben, um die Dateien und Ordner in den Papierkorb zu verfrachten. Das hat den Vorteil, dass Sie Dinge, die Sie aus Versehen entfernt haben, schnell wiederherstellen können. Der Nachteil: Im Papierkorb benötigen die Daten weiterhin Speicherplatz auf der Festplatte.

Um Objekte endgültig zu löschen, markieren Sie diese und drücken die Tastenkombination [Umschalt]+[Entf]. Eine Dialogbox weist Sie darauf hin, dass Sie im Begriff sind, die Daten dauerhaft zu löschen. Einen entsprechenden Befehl zum Löschen suchen Sie im Kontextmenü oder im Menü Bearbeiten allerdings vergeblich, denn diese Funktion ist standardmäßig deaktiviert. Wer ein solches Kommando zu Nautilus hinzufügen möchte, wählt aus dem Panel-Menü den Eintrag System / Einstellungen / Verwaltung von Dateien und aktiviert auf dem Reiter Verhalten die Checkbox Einen Löschbefehl bereitstellen, der den Müll umgeht. Sowohl unter Bearbeiten als auch im Kontextmenü der rechten Maustaste taucht ab sofort der Menüeintrag Löschen auf.

Tipp: Integrierten Brenner von Nautilus verwenden

Um unter Gnome schnell eine Daten-CD oder -DVD zu brennen, müssen Sie nicht eine ganze Brennsuite wie Xcdroast oder K3b bemühen, denn der Dateimanager Nautilus bringt praktischerweise eine integrierte Funktion zum Brennen mit.

Liegt bereits ein fertiges ISO-Abbild auf der Platte, brennen Sie dieses, indem Sie z. B. in Nautilus mit der rechten Maustaste auf die Datei klicken und aus dem Kontextmenü den Eintrag Auf CD/DVD schreiben wählen.

Alternativ sammeln Sie Ihre Daten zunächst: Dazu öffnen Sie aus dem Nautilus-Menü Orte den Eintrag CD-/DVD-Ersteller und ziehen Ihre Daten bequem per Drag & Drop in das Fenster. Leider zeigt es nicht den aktuellen Füllstand an, so dass Sie die Datenmenge selbst im Auge behalten müssen. Am schnellsten geht das, indem Sie alle Objekte im Fenster markieren und dann aus dem Kontextmenü der rechten Maustaste den Punkt Eigenschaften auswählen: Nautilus präsentiert im aufgehenden Dialogfenster unter Inhalt auf dem ersten Reiter die Anzahl und Gesamtgröße der Dateien.

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