Das Spiel zum Wochenende: Cronk

Rock'n'Roll

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Im Knobelspiel Cronk gilt es nach dem Tetris-Prinzip farbiges Geröll zu eliminieren. Für das sichtlich von Zuma inspirierte und extrem kurzweilige Vergnügen sind allerdings satte 7,57 Euro fällig.

In Cronk rollen bunte Felsen unaufhaltsam einen Kiesweg hinab. Auf Mausklick wirft die Spielfigur am unteren Bildschirmrand einzelne bunte Steine in die Schlange. Sobald sich eine Kette aus mindestens drei gleichfarbigen Felsen bildet, verschwinden diese, während gleichzeitig der Punktestand nach oben klettert. Je länger das gebildete Teilstück war, desto mehr Punkte bekommt der Spieler gutgeschrieben.

Steinschlag

Wurde die Gerölllawine komplett eliminiert, wechselt das Knobelspiel zum nächsten Level mit einer etwas anderen Wegführung. Durch die geänderte Sicht steigt auch gleichzeitig der Schwierigkeitsgrad. Konnten die Felsen hingegen bis zum unteren Bildschirmrand kullern, verliert die Steine werfende Spielfigur namens Cronk ein Leben. Sind die insgesamt drei vorhandenen aufgebraucht, ist das Spiel zu Ende.

Das simple Spielprinzip lockern Felsbrocken mit speziellen Eigenschaften auf. Beispielsweise sprengt die Bombe beliebige Steine in die Luft, ein anderer Sonderstein stoppt die Lawine, während sie ein Kollege sogar rückwärts rollen lässt. Für weitere Abwechslung sorgen zwei verschiedene Spielmodi: Im Classic Mode gilt es so viele Level wie nur möglich zu überstehen, während man im Timed Mode ein einzelnes Dorf eine vorgegebene Zeit lang beschützen muss.

Die vorhandene Hintergrundgeschichte hat mehr Alibi-Charakter und ist in einem Satz erklärt: Höhlenbewohner Cronk möchte die Einwohner seines Dorfes vor den beständig heran rollenden Steinen beschützen. Aus diesem Ansatz hätten die Entwickler eine spannende und die einzelnen Level motivierende Erzählung spinnen können. So vergisst man allerdings das Szenario schon nach den ersten Spielminuten.

Teure Überraschung

Cronk erhält man direkt über seine Homepage [1]. Die dort angepriesenen 0.99 Dollar gelten allerdings nur für die iPhone-Version. Wer die Linux-Variante ordern möchte, muss den hauseigenen Online-Shop verwenden, der überraschenderweise 7,57 Euro einfordert.

Ob Cronk diesen saftigen Preis wert ist, testet man am Besten mit der Demoversion, die ebenfalls auf der Homepage für 32- und 64-Bit Systeme bereit steht. Das heruntergeladene .tgz-Archiv entpackt man einfach auf der Festplatte und startet das heraus gepurzelte Programm cronk.

Die Bedienung erfolgt intuitiv mit der Maus: Sobald man das Spiel gestartet hat, schießt Cronk seine Steine genau an die Stelle des Mausklicks. Dabei sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass sich die Schlange langsam weiterbewegt.

Fazit

Man merkt Cronk deutlich an, dass es ursprünglich für Apples iPhone entwickelt wurde. Alles wurde bewusst einfach gehalten, ein gezielter Mausklick genügt. Die Grafik beschränkt sich auf ein kleines Fenster und ist zweckmäßig, das Spielprinzip hingegen dreist bei Zuma [3] geklaut. Kostenlose Varianten für Linux gibt es unter anderem mit Frozen Bubble [4] und Zaz [5]. Unter dem Strich ist Cronk somit eigentlich drastisch überteuert. Wer derartige Spiele liebt, sollte trotzdem mit der Demoversion eine Runde probespielen.

Cronk-Details

Bezugsquelle: http://www.mobile1up.com/cronk/
Lizenz: Eigene
Preis: 7,57 US-Dollar
Voraussetzungen: Aktuelle Linux-Distribution

Infos

[1] Projekt-Homepage: http://www.mobile1up.com/cronk/

[2] Online-Shop: http://www.mobile1up.com/store/

[3] Vorbild Zuma: http://en.wikipedia.org/wiki/Zuma_(video_game)

[4] Alternative Frozen Bubble: http://www.frozen-bubble.org/

[5] Alternative Zaz: http://sourceforge.net/projects/zaz/

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