Das Spiel zum Wochenende: Yorg

Freie Flitzer

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Ein kleines Team um den Italiener Flavio Calva entwickelt derzeit ein Rennspiel, das in die Fußstapfen von Super Cars und Micro Machines tritt. Das bereits äußerst sehenswerte Ergebnis steht obendrein auch noch komplett unter Open-Source-Lizenzen.

Im Rennspiel Yorg steuert der Spieler einen kleinen Flitzer aus einer leicht schrägen Vogelperspektive über derzeit fünf verschiedene Rennstrecken. Zu Beginn eines Rennens entscheidet man sich zunächst für einen von acht möglichen Boliden sowie einen von acht verschiedenen Rennfahrern. Sowohl die Rennfahrer als auch die Autos besitzen unterschiedliche Eigenschaften, die sich später im Rennen auswirken. So ist der Pick-Up-Truck „Diones“ zwar recht langsam, bietet aber dafür eine gute Stabilität. Mit einem aggressiven Fahrer lässt sich wiederum die mangelnde Geschwindigkeit ausgleichen.

Orlando besteht aus einem Freizeitpark mit ziemlich engen Straßen.
Orlando besteht aus einem Freizeitpark mit ziemlich engen Straßen.

Mitten durch die Botanik

Die verfügbaren Strecken führen durch die Innenstadt von Rom, eine matschige Landstraße in Sheffield, einen Freizeitpark in Orlando, ins Gebirge von Nagano und durch die Wüste von Dubai. Jede Strecke hat ihre ganz speziellen Eigenheiten. So gibt es etwa in Orlando eine schmale Piste mit einigen scharfen Kurven, während in Rom viele Weggabelungen warten. Dort brettert man sogar über einen etwas größeren Platz mit einer imposanten Statue. Auf einigen Strecken gibt es zudem Sprungschanzen, die man allerdings nur mit passendem Tempo meistern kann.

In Nagano gibt es viele Serpentinen mit vielen engen Kurven.
In Nagano gibt es viele Serpentinen mit vielen engen Kurven.

Wem ein Einzelrennen zu langweilig ist, darf auch eine kleine Meisterschaft in Angriff nehmen. Die Gegner steuert derzeit noch der Computer, ein Multiplayer-Modus ist erst für die kommende Version 0.9 angedacht. Dafür darf man schon jetzt Bonusgegenstände von der Fahrbahn aufsammeln. Darunter finden sich Raketen und Minen, mit denen man die Konkurrenz zumindest kurzzeitig ausschalten kann.

Wer den Fahrer links oben wählt, büßt zwar 4 Prozent bei der Geschwindigkeit ein, steigert aber im Gegenzug das Haftvermögen um 4 Prozent.
Wer den Fahrer links oben wählt, büßt zwar 4 Prozent bei der Geschwindigkeit ein, steigert aber im Gegenzug das Haftvermögen um 4 Prozent.

Startaufstellung

Yorg steht unter der GPLv3- und der Creative-Commons-Lizenz. Auf Itch.io [3] und Gamjolt [4] stehen fertige Installationspakete für 32- und 64-Bit-Linuxsysteme bereit. Auf den beiden Seiten kann man den Entwicklern zudem eine Spende zukommen lassen.

In Sheffield gibt es auch diese imposante Sprungschanze, die man wirklich nur mit der angegebenen Geschwindigkeit meistern kann.
In Sheffield gibt es auch diese imposante Sprungschanze, die man wirklich nur mit der angegebenen Geschwindigkeit meistern kann.

Wer das Spiel zunächst kostenlos ausprobieren möchte, klickt auf Itch.io zunächst auf Download now und bei Gamejolt auf Download. Im erscheinenden Fenster folgt man dem etwas unscheinbaren Link No thanks, take me to the download. Im Fall von Itch.io klickt man abschließend noch auf Download neben der passenden Datei.

Hinter den goldenen Fragezeichen verbirgt sich ein Bonusgegenstand. Hier in Rom sind auf dem Platz außergewöhnlich viele platziert.
Hinter den goldenen Fragezeichen verbirgt sich ein Bonusgegenstand. Hier in Rom sind auf dem Platz außergewöhnlich viele platziert.

Nachdem man die Datei heruntergeladen hat, macht man sie zunächst ausführbar (etwa nach einem Rechtsklick auf die Datei in den Eigenschaften). Die so zu einem Programm erhobene Datei startet man anschließend und beantwortet dann die Fragen des Installationsassistenten. In der Regel kann man einfach alle Vorgaben abnicken. Nach der Installation startet man im Yorg-Verzeichnis das Programm yorg und somit das eigentliche Spiel. Interessenten finden den Quellcode auf GitHub [2].

Rechts in der Boxengasse kann man den eigenen Wagen reparieren lassen. Die eigentliche Reparatur dauert allerdings abhängig vom Schadensbild eine Weile.
Rechts in der Boxengasse kann man den eigenen Wagen reparieren lassen. Die eigentliche Reparatur dauert allerdings abhängig vom Schadensbild eine Weile.

Fazit

Yorg macht bereits zum jetzigen Zeitpunkt eine Menge Spaß. Die Rennstrecken sind recht ansehnlich, abwechslungsreich gestaltet und herausfordernd aufgebaut. Dennoch merkt man dem Spiel an, dass es sich noch in der Entwicklung befindet. So wirken etwa die Waffen noch nicht gut ausbalanciert. Meist benötigt man eine große Portion Glück, um mit dem Raketenwerfer einen Gegner zu treffen.

Die Kamera zoomt in einigen Situationen viel zu weit raus, was das Steuern des Wagens etwas erschwert.
Die Kamera zoomt in einigen Situationen viel zu weit raus, was das Steuern des Wagens etwas erschwert.

Die kleinen Flitzer sehen nicht nur so aus wie kleine Spielzeugautos, auch das Fahrverhalten ähnelt ihnen. So genügt teilweise eine kleine Berührung mit der Bande, damit sich der Wagen überschlägt. Einsteiger benötigen daher eine Weile, um mit der Steuerung warm zu werden. Wer kleine spaßige Rennspiele wie Super Cars oder Micro Machines mochte, sollte Yorg dennoch unbedingt ausprobieren – und bei Gefallen den Entwicklern eine kleine Spende zukommen lassen.

Yorg

Bezugsquelle:  http://www.ya2.it/pages/yorg.html#yorg
Entwickler: Ya2
Lizenz: GPLv3 (Quellcode) und CC BY-SA (Grafiken, Sound und Musik)
Preis: Kostenlos
Voraussetzungen: Aktuelle Linux-Distribution mit aktivierter 3D-Grafik, mindestens 2 GByte Hauptspeicher, rund 1 GByte freier Festplattenspeicher

Infos

[1] Projekt-Homepage:
http://www.ya2.it/pages/yorg.html#yorg

[2] Quellcode auf GitHub:
https://github.com/cflavio/yorg

[3] Yorg auf Itch.io:
https://ya2.itch.io/yorg

[3] Yorg auf Gamejolt:
https://gamejolt.com/games/yorg/248156

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