Das Spiel zum Wochenende: Xump

Bröseliger Boden

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In den 1980er Jahren erschienen unzählige kleine Spiele, bei denen man auf einem schachbrettartigen Spielfeld irgendwas verschieben musste. Der Entwickler Retroguru dreht in seinem kostenlosen Puzzlespiel jetzt den Spieß um: Hier zerstört man gezielt die Landschaft.

Holger soll den Weltraum aufräumen. Da das eine gefährliche Aufgabe ist, übernimmt die Arbeit ein Roboter. Der besteht als Headbot nur aus einem Kopf mit Beinen. Sobald er über ein blaues Spielfeld läuft, löst sich dieses langsam auf. Sicher ist er nur auf grauen Steinplatten.

In Xump muss man einfach über die blauen Felder laufen ...
In Xump muss man einfach über die blauen Felder laufen …

Kleiner Abrissunternehmer

In Xump – The Final Run steuert der Spieler den kleinen Headbot. Ziel ist es, alle blauen Platten zu eliminieren und anschließend auf einem sicheren Steinboden zu stehen. Anschließend geht es dann auf einer neuen Karte mit anders angeordneten Spielsteinen weiter. Für jeden zerstörten blauen Stein verteilt das Spiel Punkte. Wer die besonders fleißig gesammelt hat, darf sich in eine Highscore-Liste eintragen.

… und sie so eliminieren.
… und sie so eliminieren.

Tritt der gelbe Headbot versehendlich neben einen Stein oder bleibt er auf einem bröselnden blauen zu lange stehen, fällt er ins Bodenlose. Der Spieler verliert dann eines von anfänglich drei Leben. Sind die irgendwann aufgebraucht, ist das Spiel zuende. Auf Wunsch kann der Spieler im gleichen Level weiterspielen, verliert dann aber sämtliche bis dahin gesammelten Punkte.

Um ein Puzzle zu lösen, kommt es auf die richtige Reihenfolge an, in der man die einzelnen Platten betritt.
Um ein Puzzle zu lösen, kommt es auf die richtige Reihenfolge an, in der man die einzelnen Platten betritt.

Fliesenleger

Im weitern Verlauf ordnet das Spiel die Bodenplatten immer komplexer an. Zudem kommen weitere Spezialfelder hinzu. So kann der Headbot auf einigen Feldern nur in eine ganz bestimmte Richtung laufen, während Felder mit einer Bombe erst entschärft werden wollen. Durch all diese Hindernisse wird es folglich immer schwieriger, einen Weg für den Headbot zu finden. Als wäre das noch nicht genug, hat der Spieler dazu nur ein paar Sekunden Zeit. Wie lange er noch knobeln darf, verrät ein Countdown rechts oben in der Ecke. Ist der abgelaufen, kostet das den Spieler ebenfalls ein Leben.

Über die Felder mit den roten Bomben muss man gleich zwei Mal laufen.
Über die Felder mit den roten Bomben muss man gleich zwei Mal laufen.

Xump bieten die Entwickler kostenlos auf ihrer Homepage zum Download an [1]. Neben einer Linux-Fassung gibt es das Spiel dort übrigens auch für den Raspberry Pi und einige exotische Systeme, wie den Commodore Amiga oder die Dreamcast. Linux-Nutzer laden sich die Variante für Ubuntu herunter. Das Archiv müssen sie nur auf der Festplatte entpacken und dann auf einem 32-Bit-System das Programm xump_ubuntu32 beziehungsweise auf einem 64-Bit-System das Programm xump_ubuntu64 aufrufen. Sollte das Spiel nicht starten wollen, muss man die Bibliotheken SDL und SDL_mixer jeweils in der Version 1.2 installieren. Unter Ubuntu 14.04 heißen die entsprechenden Paket libsdl1.2debian und libsdl-mixer1.2.
Die Steuerung des Headbot erfolgt über die Pfeiltasten, die Leertaste wählt in Menüs einen Punkt aus und per [Esc] gelangt man immer wieder zurück ins Menü.

Hier hat der Headbot einen falschen Weg genommen, wodurch dieses Puzzle nicht mehr lösbar ist.
Hier hat der Headbot einen falschen Weg genommen, wodurch dieses Puzzle nicht mehr lösbar ist.

Fazit

Xump präsentiert sich wie ein Spiel aus den späten 1980er Jahren – genau das ist von den Machern absichtlich gewollt. Das Spielprinzip ist minimalistisch, aber fordernd und durch die unterschiedlichen Bodenplatten sogar abwechslungsreich. Während die ersten Level noch einfach zu meistern sind, steigt der Schwierigkeitsgrad danach stark an. Insbesondere das Zeitlimit setzt die kleinen grauen Zellen unter Druck. Xump ist somit ein ideales Knobelspiel für die Mittagspause – vorausgesetzt man schreckt vor der Pixelgrafik nicht zurück.

Die Steinplatte mit den roten Strichen kann der Headbot nur nach oben oder unten verlassen.
Die Steinplatte mit den roten Strichen kann der Headbot nur nach oben oder unten verlassen.

Xump – The Final Run

Bezugsquelle:  http://retroguru.com/xump/
Entwickler: Retroguru
Lizenz: Eigene, Freeware
Preis: Kostenlos
Voraussetzungen: Halbwegs aktuelle Linux-Distribution

Infos

[1] Projekt-Homepage:
http://retroguru.com/xump/

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