Das Spiel zum Wochenende: Twin Robots

Blechzwillinge

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In einem Jump-and-Run-Spiel vom Entwickler Thinice muss man seinen Zwilling befreien, fleißig Energie sammeln und diese bis zum Ausgang retten. Dabei stellt man neben seinem Fingergeschick auch mehrfach die kleinen grauen Zellen unter Beweis. Besonders viel Spaß macht die Energiejagd zu zweit.

Ein kleiner weißer Roboter steht alleine in einem Schacht. Von oben nähert sich langsam eine dicke Presse, die den Blechkameraden garantiert zu Altmetall verarbeiten wird. Glücklicherweise steht außerhalb des Schachts sein schwarzer Zwilling. Dieser muss möglichst schnell versuchen, in der Umgebung einen Schalter zu finden, der die Presse anhält. Doch auch dann sind die beiden noch nicht gerettet.

Erst wenn einer der beiden Roboter auf dem großen roten Schalter steht, öffnet sich das Tor des Gefängnisses. Die Skala ganz links zeigt an, wie weit die tödliche Presse bereits heruntergelassen wurde.
Erst wenn einer der beiden Roboter auf dem großen roten Schalter steht, öffnet sich das Tor des Gefängnisses. Die Skala ganz links zeigt an, wie weit die tödliche Presse bereits heruntergelassen wurde.

Schwarz und Weiß

Im Jump-and-Run-Spiel Twin Robots steuert der Spieler abwechselnd die beiden Roboter. Per Tastendruck aktiviert er den jeweils anderen Blechkameraden, den er dann mit den Pfeiltasten durch die Landschaft rennen und springen lässt. Auf diese Weise gilt es zunächst einen der beiden Roboter zu befreien und dann gemeinsam den Ausgang zu finden. Die zahlreichen Pressen, Dornen, Laserschranken und Säurebäder sind dabei nicht die einzigen Hindernisse.

Läuft ein Roboter über eine leuchtende Bodenplatte, lädt sich seine Batterie auf.
Läuft ein Roboter über eine leuchtende Bodenplatte, lädt sich seine Batterie auf.

Jeder Roboter wird von einer Batterie angetrieben, die mit jeder Aktion etwas Energie verliert. Die Batterie lädt sich wieder auf, wenn der Roboter über entsprechend beleuchtete Bodenplatten läuft. Die Bodenplatte gibt dabei ihre Energie umgehend an den Roboter ab. Der andere Roboter kann aus ihr folglich anschließend keine Energie mehr ziehen. Alternativ darf ein Roboter dem anderen etwas Energie aus seiner eigenen Batterie übertragen.

Den Laserstrahlen sollte man besser nicht zu nahe kommen.
Den Laserstrahlen sollte man besser nicht zu nahe kommen.

Lithium-Akku

Der Ausgang einer Passage ist zunächst noch verschlossen. Erst indem die Roboter eine vorgegebene Energiemenge abgegeben haben, öffnet sich die Tür. Der Spieler muss folglich sicherstellen, dass die Roboter genügend Energie mit ins Ziel bringen. Andernfalls darf man wieder zurückrennen und weitere Energiefelder suchen – vorausgesetzt der Weg ist nicht versperrt.

Am Ende des Abschnitts müssen die Roboter das Schloss der Tür vollständig aufladen. Erst dann dürfen Sie in die Freiheit stapfen.
Am Ende des Abschnitts müssen die Roboter das Schloss der Tür vollständig aufladen. Erst dann dürfen Sie in die Freiheit stapfen.

Wer einen weiteren Mitspieler und mindestens ein weiteres Gamepad findet, darf gemeinsam mit diesem vor dem Bildschirm die beiden Roboter retten. Das Spiel schaltet dann in einen Splitscreen-Modus, in dem jeder einen der beiden Roboter durch die futuristische Maschinenwelt jagt. Jeden gemeisterten Abschnitt darf man zudem noch einmal in Angriff nehmen und so seine eigene Durchlaufzeit verbessern. Besonders schnelle Spieler verewigt Twin Robots in einer Highscore-Liste verewigen.

Der Magnet zieht den Roboter an, was wiederum wertvolle Sekunden kostet.
Der Magnet zieht den Roboter an, was wiederum wertvolle Sekunden kostet.

Entwickler Thinice verkauft sein Spiel für knapp 5 Euro auf Steam [2] und im Humble Store [3] sowie für rund 5 US-Dollar bei Itch.io [4]. In den beiden zuletzt genannten Online-Shops bekommt man eine kopierschutzfreie Version. Käufer im Humble Store dürfen das Spiel zudem noch auf Steam freischalten. In jedem Fall erhält man eine 32- und eine 64-Bit-Fassung.

Hier eine Presse den schwarzen Roboter zerlegt. Mit dem anderen Zwilling kann man dennoch weiter versuchen, das Ende zu erreichen.
Hier eine Presse den schwarzen Roboter zerlegt. Mit dem anderen Zwilling kann man dennoch weiter versuchen, das Ende zu erreichen.

Fazit

Twin Robots ist ein solides Jump-and-Run-Spiel, das die Kooperation hervorhebt. Um die beiden Roboter heile zum Ausgang zu manövrieren, muss man reaktionsschnell sein und taktisch denken: Überträgt man dem anderen Zwilling etwas Energie oder läuft man zeitaufwendig noch einmal zurück? Der Schwierigkeitsgrad steigt nur langsam an, die Abschnitte sind zudem fair und herausfordernd aufgebaut.

Über den Ventilator kann man sich in höhere Regionen tragen lassen und hier etwa über das Säurefeld hinweg springen.
Über den Ventilator kann man sich in höhere Regionen tragen lassen und hier etwa über das Säurefeld hinweg springen.

Allerdings wiederholt sich das Spielgeschehen schnell. Die Abschnitte enthalten die immergleichen Fallen und Plattformen in einer jeweils etwas anderen Anordnung. Die Grafik wirkt in weiten Teilen steril, die Umgebung leer und etwas seelenlos. Auch wenn Twin Robots somit nicht langfristig motiviert, macht die Rettungsaktion mit den beiden Blechkameraden durchaus Spaß. Wer unkomplizierte Jump-and-Run-Spiele mag, kann für die moderaten 5 Euro durchaus zugreifen.

Twin Robots

Bezugsquelle:  http://www.thinicegames.com/games/twin-robots/
Entwickler: Thinice
Lizenz: Kommerziell
Preis: 4,99 Euro (Steam und Humble Store) / 4,99 US-Dollar (Itch.io)
Voraussetzungen: Aktuelle Linux-Distribution mit aktivierter 3D-Grafik, Prozessor ab 2 GHz, mindestens 1 GByte Hauptspeicher, Grafikkarte mit Shader Model 2.0 oder besser

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