Das Spiel zum Wochenende: Tower of Guns

Bleihaltige Turmbesteigung

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Erklimmen Sie unseren wunderschönen Turm und lassen Sie sich durch seine einzigartige Architektur begeistern. Einige Räume bieten entspannende Swimmingpools, zudem gibt es mit echtem Lava-Gestein beheizte -äh- Saunen. Ach so: Im Turm wird scharf geschossen.

Das Actionspiel Tower of Guns erklärt mit seinem Titel bereits sein komplettes Spielprinzip: Der Spieler läuft nacheinander durch die Räume eines hohen Turmes. Diese sind jedoch nicht nur extrem verwinkelt, sondern auch noch bis an den Rand mit Selbstschussanlagen, Geschützen und gefährlichen Drohnen vollgestopft. Wehren kann sich der Spieler lediglich mit einer einzigen Waffe, mit der er die Verteidigungsanlagen möglichst schnell zu Schrott schießt.

Die Tür zum nächsten Raum zeigt auf ihrer Plakette an, was den Spieler dahinter erwartet. Auf unserem Testsystem wie hier wirre Textphrasen an – normalerweise erzählt der Totenkopf hier eine kleine Geschichte.
Die Tür zum nächsten Raum zeigt auf ihrer Plakette an, was den Spieler dahinter erwartet. Auf unserem Testsystem wie hier wirre Textphrasen an – normalerweise erzählt der Totenkopf hier eine kleine Geschichte.

Baumeister

Die Räume und somit den kompletten Turm erstellt Tower of Guns nach dem Zufallsprinzip. Jeder Durchlauf spielt sich somit immer wieder anders. Bis man die Spitze erreicht, vergehen für geübte Actionspieler rund ein bis zwei Stunden. Im Turm selbst darf der Spieler nicht zwischenspeichern. Er muss folglich den Turm in einem Rutsch erklimmen, jeder tödliche Treffer beendet die Entdeckungstour umgehend.

Die zufällig generierten Level bestehen mitunter aus verschlungenen Plattformen, auf denen wie hier mehrere Geschütze gleichzeitig in Richtung Spieler feuern.
Die zufällig generierten Level bestehen mitunter aus verschlungenen Plattformen, auf denen wie hier mehrere Geschütze gleichzeitig in Richtung Spieler feuern.

Jeder gegnerische Treffer zehrt ein wenig von den eigenen Gesundheitspunkten. Erst wenn diese aufgebraucht sind, ist der Aufstieg beendet. Mit etwas Glück lassen zerstörte Roboter ein paar Bonusobjekte zurück. Diese heilen Verletzungen, verleihen dem Spieler Spezialfähigkeiten oder rüsten den mitgeführten Schießprügel auf. Damit sind dann unter anderem auch Mehrfachsprünge möglich, während ein an die Waffe angeflanschter Raketenwerfer für eine ordentliche Durchschlagskraft sorgt. Wer in den Räumen lange genug sucht, stolpert über weitere Bonusgegenstände und versteckte Bereiche.

Durch die Masse der heranströmenden Drohnen fühlt man sich häufiger wie in einem Bullet-Hell-Shooter.
Durch die Masse der heranströmenden Drohnen fühlt man sich häufiger wie in einem Bullet-Hell-Shooter.

Schießeisen

Anders als in klassischen Ego-Shootern besitzt der Spieler nur eine einzige Waffe. Die verfügt immerhin über unendlich viel Munition. Im Laufe des Spiels schaltet man weitere mögliche Schießeisen frei, von denen man sich jedoch zu Beginn der Turmbesteigung genau eine auswählen muss. Zum Waffenarsenal zählen auch einige kuriose Exemplare, wie etwa ein Pizza-Werfer, der Stahlklingen verschießt. Während der Erkundungstour durch die Räume trifft man zudem immer wieder auf größere Roboter-Gegner, die man nur mit einer guten Strategie erledigen kann.

Dieser Endgegner sieht zwar bombastisch aus, ist aber recht einfach zu besiegen.
Dieser Endgegner sieht zwar bombastisch aus, ist aber recht einfach zu besiegen.

Joe Mirabello hat Tower of Guns weitgehend im Alleingang entwickelt. Sein Actionspiel verkauft er für knapp 15 Euro auf Steam [2], für derzeit 14,19 Euro bei Gog.com [3] und für 14 Euro im Humble Store [4]. Bei den beiden letztgenannten Online-Shops erhalten Käufer eine kopierschutzfreie Version. Wer im Humble Store ordert, darf Tower of Guns zusätzlich noch auf Steam freischalten. In jedem Fall liegt das Spiel nur als 32-Bit-Programm vor.

Die „Hug Bots“ wollen den Spieler lediglich umarmen, geben nach ausgiebigem Beschuss aber auch Bonusgegenstände frei.
Die „Hug Bots“ wollen den Spieler lediglich umarmen, geben nach ausgiebigem Beschuss aber auch Bonusgegenstände frei.

Fazit

Tower of Guns ist ein netter kleiner Ego-Shooter für Zwischendurch, in dem noch nicht einmal Blut fließt. Die immer wieder neu zusammengebauten Räume erhöhen zwar den Wiederspielwert, der Zufall sorgt dabei allerdings teilweise auch für unfaire Passagen. Die Anzahl der Bonusobjekte hält sich ebenfalls in Grenzen, das Interieur wirkt recht farblos und kantig. Tower of Guns erinnert damit an die ersten bekannten Ego-Shooter aus den 1990er Jahren.

In den matschfarbigen Gängen sieht man teilweise gar nicht, wer da von wo auf einen schießt. Hier im Bild sind drei große Kanonen versteckt.
In den matschfarbigen Gängen sieht man teilweise gar nicht, wer da von wo auf einen schießt. Hier im Bild sind drei große Kanonen versteckt.

Wer keine Zeit für epische Ego-Shooter hat, die klassischen Ego-Shooter vermisst oder einfach ein unkompliziertes Actionspiel sucht, der ist bei Tower of Guns genau an der richtigen Adresse. Die je nach Online-Shop verlangten 14 bis 15 Euro erscheinen allerdings für das kurzweilige Spielvergnügen etwas hoch.

Tower of Guns

Bezugsquelle: http://www.towerofguns.com/
Entwickler: Terrible Posture Games / Joe Mirabello
Lizenz: Kommerziell
Preis: 15 Euro (Steam) / 14,19 Euro (Gog.com) / 14 Euro (Humble Store)
Voraussetzungen: Seit 2010 erschienene Linux-Distribution mit aktivierter 3D-Grafik, Prozessor ab der Klasse Intel Core 2 Duo mit 2,4 GHz, mindestens 3 GByte Hauptspeicher, Grafikkarte ab der Klasse NVidia Geforce 275 GTX (mit Unterstützung von OpenGL 2.1)

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