Das Spiel zum Wochenende: The Adventures of Square

Schießen im Quadrat

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Der äußert brillante Doktor Oktagon wurde entführt. Dahinter steckt der fiese Circle of Evil, der die komplette Welt unterjochen will. Verhindern kann das nur der lilafarbene Held Square.

Im 3D-Actionspiel mit dem sperrigen Namen The Adventures of Square schlüpft der Spieler in die Rolle eines lilafarbenen Quadrats. Aus der Ego-Perspektive läuft er schwer bewaffnet durch die geometrische Welt. In ihr gilt es nicht nur einen Weg zum Versteck des fiesen Circle of Evil zu finden, sondern auch gleichzeitig auch noch dessen Schergen auszuschalten. Die wiederum versuchen den Helden mit Messern, Revolvern, Kanonenkugeln und ähnlich gefährlichen Gegenständen aufzuhalten.

Zu Beginn hat man nur eine einfache Kanone, die Farbbälle verschießt.
Zu Beginn hat man nur eine einfache Kanone, die Farbbälle verschießt.

Scharfe Kanten

Im Laufe der Reise findet man immer wieder neue Waffen, wie etwa eine Armbrust. Gemeinerweise verbrauchen die Schießeisen allesamt Munition, die man ebenfalls erst einmal in der Landschaft aufspüren muss. Lediglich die zu Beginn verfügbare und nicht besonders durchschlagskräftige Paint-Ball-Pistole verfügt über unendlich viel Munition.

Um an den gelben Schlüssel zu gelangen, muss man erst mit etwas Geschick auf seine Plattform springen.
Um an den gelben Schlüssel zu gelangen, muss man erst mit etwas Geschick auf seine Plattform springen.

Trifft ein Gegner den Helden, kostet ihn dies abhängig von der Durchschlagskraft des Geschosses mehrere Gesundheitspunkte. Sind die aufgebraucht, ist das Spiel zu Ende. Heilen kann sich der Held über die zahlreichen Erfrischungen, die immer wieder achtlos am Wegesrand herumstehen. Kuchenstücke stellen dabei schneller die Fitness wieder her, als kleine Getränkedosen.

Das braune Gebilde auf der gegenüberliegenden Seite ist eine Schutzweste, die den „Armor“-Wert erhöht. Damit hält man wiederum vorübergehend mehr Treffer aus.
Das braune Gebilde auf der gegenüberliegenden Seite ist eine Schutzweste, die den „Armor“-Wert erhöht. Damit hält man wiederum vorübergehend mehr Treffer aus.

Auf dem Weg zum großen fiesen Circle of Evil muss der Spieler zahlreiche kleine Schalterrätsel lösen. So gibt eine Laserbarriere erst dann den Weg frei, wenn man den passenden Sicherungskasten gefunden und die Stromzufuhr gekappt hat. Türen lassen sich zudem nur mit dem passenden Schlüssel öffnen, den man ebenfalls erst einmal in den weitläufigen Arealen aufspüren muss.

Per [Tab] lässt sich eine Karte einblenden, die allerdings nur die bereits erkundeten Areale anzeigt.
Per [Tab] lässt sich eine Karte einblenden, die allerdings nur die bereits erkundeten Areale anzeigt.

Bei etwas älteren Spielern dürfte die Optik des Ego-Shooters Erinnerungen an den Klassiker Doom wecken. Das ist kein Wunder, haben die Entwickler doch die Software GZDoom verwendet. Die ermöglicht eigentlich die Ausführung des legendären Ego-Shooters Doom auf modernen PCs. The Adventures of Square unterliegt folglich den gleichen technischen Limitierungen wie Doom aus der Mitte der 1990er Jahre.

Im weiteren Verlauf erkundet man auch ein kleines Höhlensystem. Das rote Tor öffnet sich nur mit einem roten Schlüssel.
Im weiteren Verlauf erkundet man auch ein kleines Höhlensystem. Das rote Tor öffnet sich nur mit einem roten Schlüssel.

Altertumsforschung

Wie der Action-Klassiker besteht The Adventures of Square aus drei Episoden, die sich noch einmal in mehrere Level unterteilen. Komplett fertiggestellt sind allerdings bislang nur die ersten beiden Episoden. Die wiederum bietet der Entwickler BigBrik Games auf der entsprechenden Projekt-Homepage kostenlos zum Download an [1]. Um sie spielen zu können, benötigt man unter Linux zunächst die Software GZDoom. Bei einigen Distributionen findet man sie in den Repositories, für Ubuntu stehen auf der GZDoom-Homepage fertige Pakete bereit [2]. Andernfalls muss man den dort angebotenen Quellcode per Hand übersetzen.

Die lilafarbene Laserbarriere lässt sich nur über den lilafarbenen Sicherungskasten abschalten.
Die lilafarbene Laserbarriere lässt sich nur über den lilafarbenen Sicherungskasten abschalten.

Sobald GZDoom einsatzbereit ist, wechselt man auf die Homepage von The Adventures of Square, ruft die Downloads auf und lädt sich dort das Paket neben dem roten Z herunter. Dieses Paket beinhaltet bereits alle beiden Episoden. Nachdem man das ZIP-Archiv entpackt hat, start man anschließend das Actionspiel in einem Terminal-Fenster via:

gzdoom -iwad /home/tux/square1.pk3

Die Angabe /home/tux/square1.pk3 ersetzt man dabei durch den kompletten Pfad zur Datei square1.pk3. Im Spiel sollte man zunächst in den Options die Tastaturbelegung anpassen. Insbesondere sollte man darauf achten, dass man springen, kriechen und Dinge benutzen kann.

Die zweite Episode spielt auf einer Raumstation und dem Mond.
Die zweite Episode spielt auf einer Raumstation und dem Mond.

Fazit

Durch die grafischen Limitierungen wirkt The Adventures of Square als stamme es aus den 1990er Jahren. Wie das Vorbild Doom handelt es sich um einen geradlinigen Ego-Shooter, in dem man im Wesentlichen einfach alle Monster abschießen muss. Die kleinen Schalterrätsel lockern immerhin das Spielgeschehen etwas auf. Das abgedrehte Szenario und die bonbonbunten Farben versprühen allerdings ihren ganz eigenen Charme. Die Entwickler überraschen zudem immer wieder mit netten und witzigen Einfällen. Obendrein sind die angreifenden miesepetrigen blauen Drops weit weniger martialisch als die Monster aus Doom. Wer kleine, unkomplizierte und leicht abgedrehte Actionspiele mag, sollte The Adventures of Square unbedingt ausprobieren.

The Adventures of Square

Bezugsquelle: http://adventuresofsquare.com/
Entwickler: BigBrik Games
Lizenz: Eigene (Closed Source)
Preis: Kostenlos
Voraussetzungen: Halbwegs aktuelle Linux-Distribution mit aktivierter 3D-Grafik

Infos

[1] Projekt-Homepage:
http://adventuresofsquare.com/

[2] GZDoom:
https://zdoom.org/index

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