Das Spiel zum Wochenende: Redirection

Knifflige Umleitungen

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In Star-Trek-Filmen wird die gestrandete Crew mit einem einzigen Kommando zurück zur Enterprise gebeamt. Im Denkspiel von Daniel Radcliffe gestaltet sich die Rettung mehrerer im Weltall havarierter Roboter allerdings nicht ganz so einfach.

Das große Raumschiff SS Redirection hat seine Crew verloren. Die bestand aus zahlreichen Robotern, die jetzt auf den Felsbrocken eines Asteroidenfeldes stehen. Wer oder was die Roboter dorthin gebeamt hat, bleibt zunächst rätselhaft. Im Knobelspiel Redirection kann man glücklicherweise die Roboter umgehend wieder einsammeln – wenn auch nur von jedem Asteroiden einzeln.

Damit der kleine Roboter nicht einfach weiter geradeaus fährt, stellt man ihm ein Hindernis wie hier den Kegel in den Weg. Dessen Position ist allerdings nicht immer so trivial wie hier.
Damit der kleine Roboter nicht einfach weiter geradeaus fährt, stellt man ihm ein Hindernis wie hier den Kegel in den Weg. Dessen Position ist allerdings nicht immer so trivial wie hier.

Es geht voran

Jeder Asteroid besteht aus zahlreichen Spielfeldern. Um einen Roboter wieder sicher nach Hause bringen zu können, muss man ihn auf das mit einem X markierten Feld bugsieren. Die Roboter sind allerdings ein wenig dumm und fahren einmal aktiviert stur geradeaus. Immerhin biegen sie an einem Hindernis automatisch ab. Einige Roboter drehen sich dabei nach rechts, andere ausschließlich immer nach links. Glücklicherweise gibt es im Laderaum des Raumschiffs Redirection genug Plunder, den man den Robotern in den Weg beamen kann. Auf jedem Asteroiden darf man allerdings nur eine fest vorgegebene Anzahl Gegenstände aufbauen.

Das hier platzierte Hindernis rechts oben erscheint erst nach 10 Sekunden.
Das hier platzierte Hindernis rechts oben erscheint erst nach 10 Sekunden.

Auf einigen Asteroiden stehen gleich mehrere Roboter, die grundsätzlich immer nur gemeinsam losfahren. Hat man einmal den Startschuss gegeben, kann man die Fahrt der Roboter zudem nicht mehr unterbrechen. Wer ein Hindernis an der falschen Stelle platziert hat, darf immerhin die Zeit komplett zurückspulen. Da teilweise mehrere Roboter gleichzeitig auf einem Asteroiden herumwuseln, muss man die Hindernisse mitunter zeitversetzt erscheinen lassen. Dazu legt man vorab bei jedem Hindernis fest, wann es wo auf dem Asteroiden materialisiert.

Hat man sich verfahren, darf man die Zeit wie hier einfach „zurückspulen“.
Hat man sich verfahren, darf man die Zeit wie hier einfach „zurückspulen“.

Bunte Vielfalt

Darüber hinaus unterscheidet das Spiel zwischen roten und blauen Robotern, die der Spieler auf unterschiedliche Zielfelder bugsieren muss. Im späteren Verlauf kommen noch weitere fiese Spielelemente hinzu, wie etwa Förderbänder. Einige Asteroiden weisen zudem Hügel auf, während auf anderen die Roboter mangels einer Barriere sogar in das Weltall stürzen können. Insgesamt warten über 100 Roboter auf 45 Asteroiden auf ihre Rettung. Wem das noch nicht ausreicht, der kann mit dem eingebauten Editor eigene Herausforderungen bauen und an andere Spieler weitergeben. Besonders gute Spieler schalten kleine Mini-Spiele frei.

Im Editor klickt man sich schnell ein neues Puzzle aus den vorgefertigten Bauteilen zusammen.
Im Editor klickt man sich schnell ein neues Puzzle aus den vorgefertigten Bauteilen zusammen.

Daniel Radcliffe vertreibt sein Knobelspiel für knapp 8 Euro auf Steam [2] und im Humble Store [3] sowie für rund 8 Dollar auf Itch.io [4]. Im Humble Store und bei Itch.io erhalten Käufer eine kopierschutzfreie Version. Der Humble Store rückt zudem noch einen Key heraus, mit dem man das Spiel auf Steam freischalten kann. Alle Varianten liegen nur in einer 32-Bit-Fassung vor.

Manchmal muss man einen Kollegen als Brücke benutzen.
Manchmal muss man einen Kollegen als Brücke benutzen.

Fazit

Redirection mischt die Klassiker Sokoban und Lemmings. Die etwas sterile Grafik setzt sich aus den immer gleichen Blöcken zusammen, die Fahrstuhlmusik im Hintergrund schaltet man schnell stumm. Immerhin steigt der Schwierigkeitsgrad langsam an und die Bedienung ist eingängig. Insbesondere bei den Rätseln, die ein zeitgesteuertes Erscheinen der Hindernisse erfordern, benötigt man häufig mehrere Anläufe, bis das Timing endlich stimmt. Unter dem Strich ergibt sich ein Rätselspiel für Zwischendurch ohne Ecken und Kanten. Ein ähnliches Spielprinzip bieten die inhaltlich etwas abwechslungsreicheren Konkurrenten Parcel [5] und Clarc [6].

Redirection

Bezugsquelle:  http://www.redirectiongame.com/
Entwickler: Daniel Radcliffe
Lizenz: Kommerziell
Preis: 7,99 Euro (Steam / Humble Store), 7,99 Dollar (Itch.io)
Voraussetzungen: Aktuelle Linux-Distribution mit aktivierter 3D-Grafik, Prozessor ab der Klasse Core 2 Duo mit 1 GHz, mindestens 1 GByte Hauptspeicher, Grafikkarte mit mindestens 256 MByte Speicher und Shader Model 2.0

Infos

[1] Projekt-Homepage:
http://www.redirectiongame.com/

[2] Steam:
http://store.steampowered.com/app/305760/

[3] Humble Store:
https://www.humblebundle.com/store/redirection

[4] Itch.io:
https://dan200.itch.io/redirection

[5] Das Spiel zum Wochenende: Parcel, Tim Schürmann: „Knifflige Paketzustellung“, 12.03.2016, LinuxCommunity:
http://www.linux-community.de/Internal/Artikel/Online-Artikel/Das-Spiel-zum-Wochenende-Parcel

[6] Das Spiel zum Wochenende: Clarc, Tim Schürmann: „Kistenheber“, 18.06.2016, LinuxCommunity:
http://www.linux-community.de/Internal/Artikel/Online-Artikel/Das-Spiel-zum-Wochenende-Clarc

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